Diplomarbeit, 2001
61 Seiten, Note: 1,3
0. Aufgabenstellung und Vorgehensweise
1. Kapitel – Einführung
1.1 Definitionen
1.1.1 Verwaltung
1.1.2 Vertrieb
1.2 Zusammenführung der Begriffe
1.3 Einzug virtueller Medien
1.3.1 E-Commerce
1.3.2 Herausforderung für Verwaltungen
1.3.3 Technische Möglichkeiten
1.4 Problembereiche
1.4.1 Abstrakte Virtualität
1.4.2 „Offline poletariat“
1.4.3 Minderheitenregierung
1.5 Interkommunaler Wettbewerb
2. Kapitel – Internetstatistik und Verwaltungswandel
2.1 Statistische Betrachtung
2.1.1 IuK-Techniken - Informations- und Kommunikationstechniken - Begriff
2.1.2 Personenkreise der Internetnutzer
2.1.3 Perspektiven
2.1.4 Problembereiche
2.1.5 Ernüchterung
2.1.6 Was hindert die Menschen am Internetzugang?
2.1.7 Altersstruktur
2.1.8 Erhöhung der Nutzerzahlen
2.1.9 Geschäftliche Nutzung
2.1.10 Aktive Nutzung
2.2 Verwaltung im Wandel
2.2.1 Veränderte Bürgererwartungen
2.2.2 Dienstleistungsunternehmen Stadt
2.2.3 Bürger- und Kundenorientierung
3. Kapitel – E-Goverment
3.1 Erläuterung des Begriffes
3.2 Identifikation im Geschäftsverkehr
3.3 Die digitale Signatur
3.3.1 Was sind Trustcenter?
3.3.2 Praktischer Ablauf am Beispiel der Stadt Bremen
3.3.3 Alternativer Weg der Stadt Aurich
3.4 Bürgerwünsche
3.4.1 Allgemeine Bürgerwünsche
3.4.2 Ermittlung der Internet-Bürgerwünsche
3.5 Soziale Auswirkung des Internet
3.6 Internet als öffentliche Aufgabe?
4. Kapitel – Vertriebsmöglichkeiten durch e-goverment
4.1 Ausschließlich Internet
4.2 Informationssystem Internet
4.3 One Stop Government
4.3.1 Bürgeramt
4.4 Knotenpunkte für Internetverbreitung (Agenturen)
4.4.1 Alten- und Pflegeeinrichtungen
4.4.2 Einkaufszentren
4.4.3 kostenlose öffentliche Internetterminals
4.5 Callcenter
4.6 Agenturlösungen
4.7 Modellversuch und praktisches Beispiel
4.7.1 Gemeinde Bismark (Sachsen – Anhalt)
4.7.1.1 Hindernisse in der Umsetzung
4.8 Kosten und Wirtschaftlichkeit
4.8.1 Callcenterlösung
4.8.2 Bürgerladen
4.8.3 Agenturen
4.8.4 Kostenlose Internetterminals
4.8.4.1 Finanzierungsmöglichkeiten öffentlicher Internetterminals
4.8.5 Wirtschaftlichkeit
5. Kapitel - Workflow
6. Kapitel – Zusammenfassung und Beurteilung
Die Arbeit untersucht die tatsächlichen Möglichkeiten und Potenziale von E-Government für öffentliche Verwaltungen, insbesondere mit Blick auf die Anforderungen und Bedürfnisse von Bürgern in einer mittleren Kleinstadt sowie den Umgang mit Personengruppen, die keinen Zugang zum Internet haben.
1.4.1 Abstrakte Virtualität
Eine Strategie wird definiert als ein Prozess der Zielbildung, die auf lange Sicht ausgerichtet ist und einen hohen Abstraktionsgrad hat. Eben dieser Abstraktionsgrad macht eine Akzeptanz in der Verwaltung so problematisch.
Die Zahl der Internetnutzer liegt in Deutschland noch unter 30 % der Haushalte. Zwar ist der rasante Anstieg der letzten Jahre nicht gebremst, aber die Zuwachskurve ist nicht mehr so steil. D.h. also, zwei von drei Haushalten verfügen derzeit noch nicht über einen Internetanschluss. Wenn dann noch bedacht wird, dass nur ca. 1/6 der Internetnutzer sich in einem Alter von über 50 Jahren befinden, die Führungsebene der Kommunen vermutlich jedoch ein Durchschnittsalter von über 50 Jahren hat, könnte abgeleitet werden, dass nur jeder 20. strategische Entscheidungsträger „Online“ ist. Selbst wenn diese Rechnung um 100 % überzogen ist, ist es immerhin noch jeder zehnte.
Bezüglich der politischen Gremien dürfte es sich ähnlich verhalten.
Man kann sich dann vorstellen, warum die Integration eines umfassenden Internetkonzeptes so problematisch ist. Hinzu kommt ein unbewiesenes Vorurteil, nach dem Verwaltungsmitarbeiter nicht so kreativ arbeiten wie Betriebswirtschafter, da die einen nach vorgegeben Gesetzen arbeiten und Kaufleute von jeher Strategien entwickeln mussten und auch durften, um den Bestand des Unternehmens und damit den Arbeitsplatz zu sichern. Erst ein neuerer Ansatz berücksichtigt in der Verwaltung auch aktiv beispielsweise Verbesserungsvorschläge, so das hier ein Umdenken stattfindet.
0. Aufgabenstellung und Vorgehensweise: Der Autor erläutert die Motivation für die Arbeit, ausgehend von der anfänglichen Euphorie über das Internet hin zu einer realistischeren Einschätzung der tatsächlichen Hindernisse in der Verwaltung.
1. Kapitel – Einführung: Es werden grundlegende Definitionen von Verwaltung und Vertrieb gegenübergestellt sowie der Einzug virtueller Medien und die damit verbundenen Herausforderungen und Probleme für Verwaltungen erörtert.
2. Kapitel – Internetstatistik und Verwaltungswandel: Dieses Kapitel analysiert statistische Daten zum Internetnutzerverhalten und beleuchtet die Notwendigkeit des Wandels in der Verwaltung aufgrund veränderter Bürgererwartungen.
3. Kapitel – E-Goverment: Der Schwerpunkt liegt auf der Erläuterung des E-Government-Begriffs, der Bedeutung der digitalen Signatur sowie den spezifischen Wünschen und sozialen Auswirkungen des Internets auf die Bürger.
4. Kapitel – Vertriebsmöglichkeiten durch e-goverment: Es werden verschiedene Ansätze wie Bürgerämter, Callcenter und Knotenpunkte für Internetverbreitung (Agenturen) analysiert und deren Kosten und Wirtschaftlichkeit bewertet.
5. Kapitel - Workflow: Dieses Kapitel beschreibt die notwendigen Veränderungen der Arbeitsprozesse in der Verwaltung („Work-Flow“), um Medienbrüche zu vermeiden und eine effiziente elektronische Verarbeitung zu ermöglichen.
6. Kapitel – Zusammenfassung und Beurteilung: Der Schlussteil liefert eine abschließende Betrachtung der Ergebnisse und gibt Empfehlungen zur Verfahrensweise für die nahe Zukunft.
E-Government, Verwaltung, Bürgerorientierung, Internet, Modernisierung, Vertriebswege, digitale Signatur, Prozessoptimierung, Online-Bürgerservice, Kosten-Nutzen-Analyse, IT-Infrastruktur, Kommunalverwaltung, Bürgeramt, virtuelle Rathäuser, Workflow.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung und den tatsächlichen Möglichkeiten neuer Vertriebswege und digitaler Medien in der öffentlichen Verwaltung, um die Kommunikation zwischen Bürgern und Behörden zu verbessern.
Zu den zentralen Themen gehören die Modernisierung der Verwaltung, der Einsatz des Internets als Service-Kanal (E-Government), die Analyse von Bürgerwünschen sowie die wirtschaftliche Bewertung verschiedener Lösungsmodelle wie Bürgerläden und Callcenter.
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie auch kleine Kommunen das Gemeinwohl und die Bürgernähe durch gezielten Einsatz moderner Informationstechnik steigern können, ohne dabei den wirtschaftlichen Rahmen zu sprengen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, statistischen Auswertungen zum Internet-Nutzungsverhalten, der Untersuchung von Modellversuchen sowie Experteninterviews und eigenen Ergebnissen aus städtischen Arbeitsgruppen.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Internetstatistik, dem Wandel der Verwaltungskultur, der praktischen Ausgestaltung von E-Government-Angeboten, der Optimierung von Arbeitsabläufen (Workflow) und der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der verschiedenen Ansätze.
Wichtige Begriffe sind E-Government, Bürgerorientierung, Verwaltungsmodernisierung, digitale Signatur und Prozessoptimierung.
Der Autor sieht die digitale Signatur kritisch, da sie für viele alltägliche Verwaltungsvorgänge derzeit noch zu kompliziert und teuer ist und die notwendige technische Ausstattung bei den Bürgern oft fehlt.
Der Autor bezeichnet damit den Ansatz der Stadt Aurich, der auf eine Mischung aus Internet-Informationen und klassischen, papierbasierten Prozessen setzt, um ohne riskante „Insellösungen“ eine pragmatische Verbesserung der Bürgerservices zu erreichen.
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