Bachelorarbeit, 2019
55 Seiten, Note: 2,0
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 Einleitung
2 Windkraftanlagen in Landschaftsschutzgebieten in Deutschland
2.1 Hintergründe der Windenergie in Deutschland
2.2 Hintergründe der Landschaftsschutzgebiete
2.3 Gesetzlicher Rahmen für Windenergieanlagen in Landschaftsschutzgebieten
3 Windkraftanlagen in Landschaftsschutzgebieten in NRW
3.1 Ziele und Herausforderungen
3.2 Ablauf der Planung
3.3 Zulässigkeitskriterien für Windkraftanlagen in Landschaftsschutzgebieten in NRW
4 Windkraftanlagen in Landschaftsschutzgebieten in der Nordeifel – Analysebeispiele aus dem Kreis Euskirchen und der Städteregion Aachen
4.1 Herausforderungen und Ziele
4.2 Beispiel: Monschau
4.3 Beispiel: Simmerath
4.4 Beispiel: Blankenheim (Kreis Euskirchen)
4.5 Chancen und Risiken
4.6 Zukunftsaussicht
5 Empirischer Teil
7 Fazit
8 Literaturverzeichnis
9 Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht den landschaftsplanerischen Raumnutzungskonflikt zwischen der Windenergienutzung und dem Landschaftsschutz. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob bei den beteiligten Akteuren das Interesse am Landschaftsschutz oder an der Windenergie überwiegt, analysiert anhand konkreter Beispiele aus der Region Nordeifel.
4.2 Beispiel: Monschau
Bei diesem Beispiel handelt es sich um eine Planung in einem Waldgebiet. In Monschau kam es daher durch die Errichtung des Windparks Monschau-Höfen zum Konflikt mit dem Naturschutzverbund Aachen-Land. Dieser wehrte sich gegen die Errichtung von neuen Windkraftanlagen in Monschau-Höfen, da dieses Vorhaben die Ziele des Landschaftsplans Aachen verletze. Demnach lag in diesem Fall eine Bedrohung der Artenvielfalt im Höfener Wald vor, insbesondere für die Rückzugsorte der verschiedenen Fledermausarten. Dabei bemängelte der NABU vor allem die Durchführung der UVP durch die Landesgemeinschaft für Natur und Umwelt (LNU). Laut Aussage des NABU in seiner offiziellen Stellungnahme zur Genehmigung der Konzentrationszone in Monschau-Höfen sei man nicht ausreichend am Verfahren beteiligt worden. Dem Naturschutzverbund wurde demnach kein Protokoll über die Untersuchung vorgelegt (NABU 2016).
Im Jahr 2014 wurde eine Artenschutzprüfung der Stufe zwei in dem Gebiet durchgeführt, welche eine Bedrohung für den Artenschutz im Höfener Wald ausschloss, was der NABU scharf kritisierte (NABU 2016). Laut dem NABU verletzte die Änderung des FNP zur Errichtung von Windenergieanlagen in Monschau-Höfen die Ziele des Landschaftsplans, wobei das Schutzbedürfnis für das Areal im Genehmigungsverfahren laut dem NABU unterschätzt wurde. Auch stände die Waldrodung zur Errichtung von Windenergieanlagen in Höfener Wald im Widerspruch zu den Zielen des Landesentwicklungsplans NRW, den Wald zu erhalten.
Durch die Anlageerrichtung käme es einerseits zu einer Gefährdung des Waldes, der bis dato einen intakten Gebietskörper darstellte. Anderseits sollte er auch eine Tabuzone darstellen, da der Höfener Wald bis dato nicht durch exogene Einflüsse beschädigt wurde (NABU 2016).
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, den Raumnutzungskonflikt zwischen Windenergie und Landschaftsschutz zu beleuchten und eine zentrale Forschungsfrage zur Interessenabwägung der Akteure zu formulieren.
2 Windkraftanlagen in Landschaftsschutzgebieten in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die Hintergründe der Windenergie und des Landschaftsschutzes sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Bundesebene für Windkraftanlagen.
3 Windkraftanlagen in Landschaftsschutzgebieten in NRW: Hier werden spezifische Herausforderungen, Planungsabläufe und Zulässigkeitskriterien für Windenergievorhaben in Nordrhein-Westfalen detailliert analysiert.
4 Windkraftanlagen in Landschaftsschutzgebieten in der Nordeifel – Analysebeispiele aus dem Kreis Euskirchen und der Städteregion Aachen: Dieses Kapitel untersucht anhand konkreter Fallbeispiele in Monschau, Simmerath und Blankenheim die lokalen Planungsprozesse sowie die Chancen und Risiken.
5 Empirischer Teil: Der empirische Teil präsentiert die Ergebnisse aus durchgeführten Experteninterviews mit verschiedenen Akteuren, um Meinungsbilder und Interessenkonflikte auszuwerten.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsfähigkeit der Windenergie in Landschaftsschutzgebieten unter Berücksichtigung der Energiewende.
8 Literaturverzeichnis: Diese Sektion listet alle verwendeten Quellen, Rechtsgrundlagen und Studien auf.
9 Anhang: Der Anhang enthält ergänzende Materialien wie Interviewleitfäden und Karten zur Veranschaulichung der Analyseergebnisse.
Windkraftanlagen, Landschaftsschutzgebiete, Nordeifel, Raumnutzungskonflikt, Windenergie, Energiewende, Flächennutzungsplanung, Artenschutz, Beteiligung, Konzentrationszonen, Infrastruktur, Nachhaltigkeit, Repowering, Monitoring, Biotopschutz
Die Arbeit befasst sich mit dem Nutzungskonflikt zwischen dem Ausbau der Windenergie und dem Landschaftsschutz, insbesondere in Landschaftsschutzgebieten in der Region Nordeifel.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen der Raumplanung, die Analyse von Interessenkonflikten zwischen Akteuren sowie die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen von Windparks.
Ziel ist es, den Hintergrund des landschaftsplanerischen Konflikts offenzulegen und zu beantworten, ob bei den Akteuren das Interesse am Schutz der Landschaft oder an der Erzeugung erneuerbarer Energien überwiegt.
Neben einer Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung wurde eine qualitative empirische Studie durchgeführt, die auf Experteninterviews mit Akteuren aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft basiert.
Der Hauptteil analysiert die rechtliche Situation auf Bundes- und Landesebene (NRW) und untersucht detailliert Praxisbeispiele in Monschau, Simmerath und Blankenheim sowie die Chancen und Risiken der Windenergienutzung.
Zu den prägenden Begriffen zählen Windenergie, Landschaftsschutz, Nordeifel, Akteursinteressen, Raumordnung, Energiewende und Nachhaltigkeit.
Beide Kommunen setzen auf Konzentrationszonen, wobei sie durch Ausgleichsmaßnahmen, Kompensationspläne und eine kompromissbereite Abstimmung mit Naturschutzverbänden versuchen, den Eingriff in die Landschaft zu legitimieren.
Die Studie zeigt, dass eine stärkere Beteiligung am Planungsprozess und finanzielle Teilhabemodelle, wie Bürgerwindparks, die Akzeptanz in der Bevölkerung steigern können.
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