Fachbuch, 2019
70 Seiten
1 Einleitung: Problemstellung, Forschungsinteresse, methodisches Vorgehen
2 Hypertextsysteme – Merkmale, Struktur, Potenziale, Einwände
3 Empirische Studien zur Wirksamkeit digitaler Medien
3.1 Meta- Analysen
3.2 Tableteinsatz in Schule und Unterricht
3.3 Gründe für die insgesamt geringen Effektstärken
4 Bedenken und Einwände gegen digitales Lernen in der Schule
4.1 Fundamentalkritik: Manfred Spitzer und Rolf Lankau
4.2 Parallelen zu der Kritik der 80er und 90er Jahre an der Hypertextstruktur
4.3 Zusammenfassung und Bewertung
5 Gelingens- und Misslingensbedingungen für digitalen Unterricht
6 Einblicke und Hintergründe zum Lernen an Schulen der Zukunft
6.1 Franz-Stock-Gymnasium Arnsberg
6.2 Gemeinschaftsschule Alemannenschule Wutöschingen
6.3 Europaschule Otto-Hahn-Gymnasium Monheim
6.4 Schulen der Zukunft – Gründe für ihre Erfolge beim Einsatz digitaler Medien
7 Fazit – Ergebnisse, Desiderate, Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, warum Deutschland beim Einsatz digitaler Technologien in schulischen Lernprozessen international hinterherhinkt, und identifiziert wesentliche Gelingensbedingungen für einen didaktisch sinnvollen Medieneinsatz. Das primäre Ziel ist es, trotz unbestreitbarer Risiken aufzuzeigen, wie ein lernwirksames und reflektiertes Arbeiten mit digitalen Medien gestaltet werden kann, um eine moderne, mündige Bildung in einer vernetzten Welt zu fördern.
Bedenken und Einwände gegen digitales Lernen in der Schule
In diesem Kapitel werden zentrale Bedenken und Einwände gegen das digitale Lernen dargestellt. Dabei sollen – exemplarisch - mit Manfred Spitzer und Rolf Lankau zwei prominente Fundamentalkritiker im Fokus stehen (Kapitel IV.1). Im Anschluss daran werden - unter Rückgriff auf Kapitel II - Parallelen zu der Kritik der 90er Jahre an der Hypertextstruktur aufgezeigt (IV.2). Daran schließt sich eine Zusammenfassung und Bewertung der Argumente an (IV.3).
Manfred Spitzer, Professor für Psychiatrie und Gehirnforscher, ist einer der bekanntesten Kritiker der Digitalisierung. In zahlreichen Aufsätzen und vor allem in seinen Publikationen „Vorsicht Bildschirm!“ sowie „Digitale Demenz“ sieht er in digitalen Medien – sei es Fernsehen, Computer oder Smartphone – besorgniserregende Entwicklungen. Er weiß natürlich auch, dass man sie nicht abschaffen kann; er sieht, dass digitale Medien Teil unserer Kultur sind, die Produktivität erhöhen und das Leben erleichtern. Unter Hinweis auf seine eigenen Erfahrungen in der von ihm geleiteten Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm sowie unter Bezugnahme auf den Jahresbericht der Suchtbeauftragten der Bundesregierung hebt Spitzer jedoch ihr hohes Suchtpotenzial hervor und verweist auf die Zunahme von computerspielsüchtigen und internetabhängigen Patienten.
Die Hoffnung, mit Hilfe eines forcierten Medieneinsatzes zu Lernfortschritten in den Schulen zu gelangen, habe sich in den vergangenen Jahrzehnten als trügerisch erwiesen, im Gegenteil, seines Erachtens verhindern Computer Bildungsfortschritte junger Menschen; er bezeichnet sie als „Lernverhinderungsmaschinen“.
1 Einleitung: Problemstellung, Forschungsinteresse, methodisches Vorgehen: Einleitung in die Problematik der digitalen Rückständigkeit an deutschen Schulen und Darlegung des Forschungsziels dieser Arbeit.
2 Hypertextsysteme – Merkmale, Struktur, Potenziale, Einwände: Rückblick auf die Entwicklung der Computertechnologie und Analyse von Hypertextsystemen hinsichtlich ihrer Eignung für Lernprozesse.
3 Empirische Studien zur Wirksamkeit digitaler Medien: Kritische Vorstellung und Bewertung vorliegender empirischer Untersuchungen sowie Spezifizierung der Problematik des Tableteinsatzes.
4 Bedenken und Einwände gegen digitales Lernen in der Schule: Darstellung der Fundamentalkritik durch Experten wie Spitzer und Lankau sowie Einordnung dieser Kritik in historische Kontexte.
5 Gelingens- und Misslingensbedingungen für digitalen Unterricht: Aufarbeitung von Faktoren, die bei der Einführung digitaler Medien zu Scheitern oder Erfolg führen.
6 Einblicke und Hintergründe zum Lernen an Schulen der Zukunft: Präsentation konkreter Anwendungsbeispiele erfolgreicher Schulen, die digitale Medien fundiert in ihren Alltag integriert haben.
7 Fazit – Ergebnisse, Desiderate, Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Argumentation und Aufzeigung zukünftiger Möglichkeiten für ein mündiges „Lernen 4.0“.
Digitale Bildung, Hypertext, Tablet-Einsatz, Schulentwicklung, Medienerziehung, Medienkompetenz, Digitalpakt Schule, Lernwirksamkeit, Gelingensbedingungen, Digitale Demenz, Schulleitung, Konstruktivismus, Informatik, Lehrkräftefortbildung, E-Learning.
Die Arbeit befasst sich mit dem sinnvollen Einsatz digitaler Medien im Unterricht und untersucht, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Digitalisierung in der schulischen Bildung gelingt.
Zentrale Themen sind die Wirksamkeit digitaler Lernkonzepte, die Auseinandersetzung mit kritischen Gegenpositionen (z. B. "Digitale Demenz") und die Analyse von Gelingensbedingungen anhand praktischer Beispiele.
Das Hauptziel ist es, die Gründe für die aktuelle digitale Rückständigkeit deutscher Schulen zu ergründen und konkrete Bedingungen für einen pädagogisch sinnvollen und lernwirksamen Medieneinsatz zu identifizieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der kritischen Auswertung empirischer Studien sowie der qualitativen Einbeziehung von Praxisbeispielen und Experteninterviews.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zu Hypertextsystemen die empirische Wirksamkeit, die gesellschaftskritischen Bedenken sowie die Bedingungen für erfolgreichen Unterricht und konkrete Schulbeispiele detailliert untersucht.
Wichtige Begriffe sind Digitale Bildung, Schulentwicklung, Medienkompetenz, Gelingensbedingungen sowie der differenzierte Umgang mit den Chancen und Risiken digitaler Technologien.
Es dient als eines der zentralen Anwendungsbeispiele für die erfolgreiche Implementierung digitaler Konzepte, unter anderem durch das BYOD-Modell und eine partizipative Schülerstruktur.
Die Schulleitung nimmt eine Schlüsselrolle ein, da sie als Vordenkerin und Prozesspromotorin fungieren muss, um das Medienkonzept auf Organisationsebene zu verankern und das Kollegium in den Entwicklungsprozess mitzunehmen.
Tablets werden als Werkzeug verstanden, das dann erfolgreich ist, wenn es in ein pädagogisch-didaktisches Gesamtkonzept eingebettet ist und Lehrkräfte sowie Infrastruktur entsprechend vorbereitet sind.
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