Bachelorarbeit, 2019
71 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und methodischer Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen der Unternehmensnachfolge
2.1 Definition Unternehmensnachfolge
2.2 Definition kleiner und mittelständischer Unternehmen
2.3 Definition Familienunternehmen
3 Unternehmensbewertung
3.1 Bedeutung der Unternehmensbewertung für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsbesteuerung
3.2 Überblick über die Bewertungsverfahren
3.3 Substanzwertverfahren
3.4 Vereinfachtes Ertragswertverfahren
3.4.1 Anwendungsbereich
3.4.2 Wertermittlung beim vereinfachten Ertragswertverfahren
3.4.2.1 Ermittlung des Betriebsergebnisses
3.4.2.2 Ermittlung des Jahresertrags
3.4.2.3 Ermittlung des Ertragswertes
4 Erbschaftsteuer bei Unternehmensnachfolgen
5 Methodik
5.1 Ziel der Untersuchung
5.2 Methodische Vorgehensweise
5.3 Begünstigung des Betriebsvermögens nach alter und neuer Fassung
5.3.1 Regelungen im Erbschaftsteuergesetz bis zum 30. Juni 2016
5.3.2 Regelungen im Erbschaftsteuergesetz ab dem 1. Juli 2016
5.3.2.1 Gewährung eines Verschonungsabschlags
5.3.2.2 Gewährung des Abzugsbetrags
5.3.2.3 Gewährung eines Wertabschlags für Familienunternehmen
5.3.2.4 (Teilweise) Steuererlass und Verschonungsbedarfsprüfung für „Großgewerbe“ nach § 28a ErbStG
5.3.2.5 Stundungsmöglichkeiten nach § 28 ErbStG
5.3.2.6 Ermittlung des begünstigten Betriebsvermögens
5.4 Vergleich altes versus neues Recht anhand eines fiktiven Beispiels
5.4.1 Vereinfachtes Ertragswertverfahren altes versus neues Recht
5.4.1.1 Berechnung des gemeinen Werts der GmbH nach alter Rechtslage
5.4.1.2 Berechnung des gemeinen Werts der GmbH nach neuer Rechtslage
5.4.2 Berechnung des begünstigten Vermögens und des steuerpflichtigen Vermögens nach alter und neuer Rechtslage
5.4.2.1 Ermittlungsvorgang nach neuer Rechtslage
5.4.2.2 Ermittlungsvorgang nach altem Recht
5.5 Auswertung der Ergebnisse
6 Fazit
Ziel der Arbeit ist die Untersuchung, ob die am 1. Juli 2016 eingeführte Erbschaftsteuerreform zu einer Erleichterung der familieninternen Unternehmensnachfolge geführt hat, indem die steuerliche Belastung für Familienunternehmen durch den Vergleich von altem und neuem Recht analysiert wird.
1.1 Problemstellung
Die familieninterne Unternehmensnachfolge ist ein wichtiges und äußerst aktuelles Thema. Sie findet in der Praxis alltäglich statt. Laut des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM Bonn) stehen in Deutschland im Zeitraum zwischen 2018 und 2022 rund 150.000 Unternehmen zur Übergabe an. Pro Jahr sind demzufolge mit etwa 30.000 Übergaben zu rechen (Kay et.al. 2018: S. 9). Aus einer Studie des IfM Bonn ergab sich, dass rund 53% der Familienunternehmen eine familieninterne Nachfolge bevorzugen, um den Fortbestand ihres Unternehmens zu sichern. Des Weiteren ergab sich aus der Studie, dass 29% der Familienunternehmen das eigene Unternehmen an externe Führungskräfte übergeben. Weitere 18% ziehen sogar eine Übertragung an die Mitarbeiter in Erwägung (Kay et.al. 2018: S. 23).
Im Rahmen der Unternehmensnachfolge stehen Familienunternehmen bei Betriebsübergaben oftmals vor großen Herausforderungen, denn bei Vererbungen im Todesfall bzw. bei lebzeitigen Schenkungen können sehr hohe Erbschaftsteuerzahlungen anfallen. Die hohe Erbschaftsteuerzahlung kann gegebenenfalls die Existenz eines Familienunternehmens gefährden (Stiftung Familienunternehmen 2015: S. 1). Vor diesem Hintergrund stellt die Erbschaft- und Schenkungsteuer für Familienunternehmen eine zusätzliche Belastung im Rahmen des Generationenwechsels dar. Um diese steuerliche Belastung zu minimieren, wurden im Erbschaftsteuergesetz (ErbStG) für den Steuerpflichtigen bestimmte Begünstigungen eingeführt. Das ErbStG wurde aber in Laufe der Jahre immer wieder geändert, da die bisherigen Begünstigungsregelungen (Verschonungsregelungen) vom Bundesverfassungsgericht (BVerG) teilweise als verfassungswidrig erklärt worden sind. Mit dem reformierten ErbStG 2016 sollte der Erhalt von Arbeitsplätzen sowie die Planungssicherheit für Unternehmen im Falle einer Nachfolge gewährleistet werden (Bundesfinanzministerium der Finanzen 2017). Die erbschaftsteuerlichen Rahmenbedingungen wurden jedoch mit dem reformierten Gesetz ein wenig verschärft (Ebner Stolz 2017: S. 2).
1 Einleitung: Beleuchtet die Relevanz der familieninternen Nachfolge und die steuerlichen Herausforderungen durch das Erbschaftsteuergesetz.
2 Grundlagen der Unternehmensnachfolge: Definiert zentrale Begriffe wie Unternehmensnachfolge, KMU und Familienunternehmen.
3 Unternehmensbewertung: Erläutert die Bedeutung der Bewertung für steuerliche Zwecke sowie die gängigen Verfahren wie das Substanzwert- und vereinfachte Ertragswertverfahren.
4 Erbschaftsteuer bei Unternehmensnachfolgen: Diskutiert die steuerlichen Risiken bei der Nachfolge und die gesetzlichen Grundlagen.
5 Methodik: Beschreibt die Vergleichsmethode des alten und neuen Rechts mittels eines fiktiven Fallbeispiels.
6 Fazit: Fasst zusammen, dass die Reform 2016 die Planung für Familienunternehmen erschwert und das Ziel der steuerlichen Entlastung verfehlt hat.
Unternehmensnachfolge, Familienunternehmen, Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer, Unternehmensbewertung, vereinfachtes Ertragswertverfahren, Substanzwertverfahren, Betriebsvermögen, Regelverschonung, Optionsverschonung, Erbschaftsteuerreform, Steuerbelastung, Nachfolgeplanung, Verschonungsabschlag, KMU
Die Arbeit untersucht die erbschaftsteuerlichen Rahmenbedingungen für die familieninterne Unternehmensnachfolge in kleinen und mittelständischen Familienunternehmen unter besonderer Berücksichtigung der Reform von 2016.
Zentrale Themen sind die Unternehmensbewertung, die gesetzlichen Begünstigungsregelungen im Erbschaftsteuergesetz sowie die Auswirkungen dieser Regelungen auf die steuerliche Belastung bei einem Generationenwechsel.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob die Erbschaftsteuerreform vom 1. Juli 2016 zu einer Erleichterung der familieninternen Nachfolge beigetragen hat oder ob sie die Belastung eher erhöht hat.
Die Autorin nutzt eine Vergleichsmethode, bei der die Rechtslage vor und nach der Reform 2016 gegenübergestellt wird, ergänzt durch ein fiktives Fallbeispiel einer GmbH.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Nachfolge, Bewertungsverfahren, steuerliche Regelungen zur Begünstigung von Betriebsvermögen und eine detaillierte Auswertung an einem Praxisbeispiel.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Unternehmensnachfolge, Erbschaftsteuer, Familienunternehmen, Betriebsvermögen und die verschiedenen Verschonungsmodelle (Regel- und Optionsverschonung).
Die Senkung des Kapitalisierungsfaktors auf 13,75 im neuen Recht führt zu niedrigeren Unternehmenswerten, was theoretisch steuerliche Vorteile bei der Bewertung bietet, sofern nicht andere Faktoren dies kompensieren.
Die Reform hat die Komplexität der Voraussetzungen für Steuervergünstigungen erhöht, was zu einem Mehraufwand führt und die tatsächliche Steuerlast in vielen Fällen, wie im Beispiel gezeigt, eher steigen lässt.
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