Diplomarbeit, 2017
101 Seiten, Note: 15,5
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
KAPITEL 0: EINLEITENDES
0.1 Zum Thema und Untersuchungsobjekt
0.2 Problem und Fragestellung
0.3 Forschungsvorannahmen
0.4 Stand der Forschung und Erkenntnissinteresse
0.5 Forschungsziele
0.6 Theoretischer Rahmen und Methodologie
0.7 Aufbau der Arbeit
KAPITEL 1 : BEGRIFFLICHE ANNÄHERUNG
1.1 Was ist Sprache: zu einem Definitionsversuch
1.2 Sprachen als historische Gegenstände
1.2.1 Regionale Varietäten
1.2.2 Soziale Varietäten
1.3 Was ist Jugendsprache?
1.3.1 Jugendsprache: Ein Definitionsversuch
1.3.2 Merkmale der Jugendsprache
1.3.3 Funktionen von Jugendsprachen
1.3.3.1 Zu dem Funktionsbegriff
1.3.3.2 Die Funktionen von Jugendsprachen
1.4 Jugendsprache oder Jugendsprachen? Die Fehlannahme einer homogenen Jugendsprache
1.5 Fazit
KAPITEL 2: JUGENDSPRACHE : THEORIE UND EINGLIEDERUNG IN SOZIOLINGUISTISCHES FORSCHUNGSFELD
2.1 Die Kontaktlinguistik (KL)
2.1.1 Was ist KL?
2.1.2 Was ist Sprachkontakt?
2.1.3 Manifestationen von Sprachenkontakten
2.1.3.1 Code-Switching (CS)
2.1.3.2 Die Entlehnung: Definitionsversuch und Abgrenzung
2.1.4 Zwischenbilanz: Jugendsprache als ein Sprachkontaktphänomen
2.2 Jugendsprachforschung: zwei Modelle
2.2.1 Das Pioniermodell von Helmut Henne
2.2.2 Das mehrdimensional-hierarchisches Klassifikationsmodell von Neuland
2.3 Jugendsprache und Medien
2.3.1 Jugendsprache: ein Medienphänomen
2.3.2 Musikszene Hip Hop: Historie und sprachliche Besonderheiten
2.3.2.1 Allgemeine Darstellung der Hip Hop-Kultur
2.3.2.2 Sprachstile der Rap-Musik
2.4 Fazit
KAPITEL 3: METHODOLOGISCHE VORGEHENSWEISE DER ARBEIT
3.1 Jugendsprachen: Situation in Deutschland und Kamerun
3.1.1 Die Situation in Kamerun
3.1.2 Die Situation in Deutschland
3.2 Darstellung des Korpus
3.2.1 Korpus für kamerunische Jugendsprache
3.2.2 Korpus für deutsche Jugendsprache
3.3 Wie wird die lexikologische Analyse durchgeführt?
3.4 Womit wird die lexikalische Kreativität analysiert?
3.4.1 Entlehnung
3.4.1.1 Lehnmotive
3.4.1.2 Typologie
3.4.1.2.1 Inneres Lehngut
3.4.1.2.2 Äußeres Lehngut
3.4.2 Verstärkung von Bedeutungen oder Übertreibung
3.4.3 Bedeutungsveränderung oder –wandel
3.4.4 Wortbildung (WB)
3.4.5. Lautwörter
3.5 Fazit
KAPITEL 4: LEXIKALISCHE KREATIVITÄT IN DEN DEUTSCHEN UND KAMERUNISCHEN JUGENDSPRACHEN UND DIDAKTISCHE IMPLIKATIONEN
4.1 Darstellung der lexikalischen Kreativität
4.1.1 Beschreibung der Entlehnung bzw. des Lehngutes
4.1.1.1 In kamerunischen Songtexten
4.1.1.2 In deutschen Rap-Texten
4.1.1.3 Entlehnung vs. CS in Texten.
4.1.1.4 Kontrastive Zusammenfassungen
4.1.2 Anmerkungen zu der Bedeutungsverstärkung
4.1.2.1 Bedeutungsverstärkung in kamerunischen Rap-Texten
4.1.2.2 Bedeutungsverstärkung in deutschen Rap-Texten
4.1.2.3. Vergleichende Zusammenfassung
4.1.3. Untersuchung zu dem Bedeutungswandel
4.1.3.1. Bedeutungsveränderung in kamerunischen Texten
4.1.3.2. Bedeutungswandel in deutschen Texten
4.1.3.3. Vergleichende Zusammenfassung
4.1.4. Wortbildung
4.1.4.1 Zusammensetzungen
4.1.4.2 Derivation
4.1.4.3 Kürzung
4.1.4.4 Konversion
4.1.5. Lautwörter
4.1.6 Zu der Spontaneität
4.2 Interpretation
4.3 Didaktische und pädagogische Implikationen
4.3.1 Jugendsprache im Unterricht für eine gute Atmosphäre
4.3.2 Jugendsprache im Unterricht zur Förderung der Interaktion
4.3.3 Jugendsprache als eigenständiges Unterrichtsthema (Landeskundevermittlung)
4.3.4 Jugendsprache im kamerunischen DaF-Unterricht und Mehrsprachigkeit
4.3.5 Jugendsprache bei der Konzipierung von DaF-Lehrwerken
Die vorliegende Arbeit untersucht kontrastiv die lexikalische Kreativität in der Jugendsprache anhand von Rap-Texten aus Kamerun und Deutschland. Ziel ist es, die spezifischen sprachlichen Prozesse zu analysieren, durch die Jugendliche ihren Wortschatz erweitern, und dabei Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in den beiden soziokulturellen Kontexten aufzuzeigen.
0.1 Zum Thema und Untersuchungsobjekt
Die Jugendsprache bezeichnet einen „Jargon einer bestimmten Sondergruppe“ (Schlobinski et. al. 1993, 9). So gesagt, ist sie eine Sondersprache einer bestimmten sozialen Gruppe. Sie kennzeichnet sich in dieser Hinsicht durch lexikalische, syntaktische, stilistische oder interaktive Besonderheiten, die sie von anderen Sprachformen oder von der standardisierten Sprache distinguieren. Heinrich Löffler betrachtet sie als eine soziolektale Varietät der Normalsprache neben den Mediolekten (Variation nach dem Medium geschrieben/gesprochen), Situolekten (Variation nach der Situation), Funktiolekten (Variation nach der Funktion: Alltags-, Wissenschafts-, Instruktions-, oder Zeitungssprache), Dialekten (areale Variation) und Sexolekten (geschlechtsspezifische Sprach(gebrauchs)formen) (vgl. Löffler 2005, 79ff).
Die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Jugendsprachen ist seit Jahrzehnten eine hervorragende Forschungsrichtung geworden. Arbeiten von Helmut Henne, Eva Neuland, Peter Schlobinski und Jannis Androutsopoulos betrachten das Phänomen aus unterschiedlichen Perspektiven. Multiple Texte wie die Masterarbeit von Kirsten Deising behaupten bezüglich der Syntax, dass „im Gegensatz zur Sprache der Erwachsenen Jugendliche kurze, knappe Sätze [bevorzugen], denen Artikel und auch Präposition fehlen können“ (2010, 51). Im Bereich der Lexik bzw. der Morphologie stellt man auch einige Merkmale fest, die die Besonderheit bzw. die Eigenschaften der Jugendsprache ausmachen. Mit dieser Lexik will sich diese Arbeit auseinandersetzen, denn sie weist eine besondere Kreativität auf. Das Thema wird deshalb wie folgt formuliert: „Lexikalische Kreativität in den Jugendsprachen. Eine Analyse aus soziolinguistischer und lexikologischer Sichten anhand deutscher und kamerunischer Rap-Texte“.
KAPITEL 0: EINLEITENDES: Einführung in das Thema und das Untersuchungsobjekt sowie Erläuterung der Problemstellung, Forschungsziele und methodischen Grundlagen der Arbeit.
KAPITEL 1 : BEGRIFFLICHE ANNÄHERUNG: Theoretische Klärung zentraler Begriffe wie Sprache, Jugendsprache und deren soziolinguistische Einordnung als soziale Varietät.
KAPITEL 2: JUGENDSPRACHE : THEORIE UND EINGLIEDERUNG IN SOZIOLINGUISTISCHES FORSCHUNGSFELD: Untersuchung der Jugendsprache als Kontaktphänomen sowie Darstellung theoretischer Modelle und deren enger Verbindung zur Medienwelt, speziell zur Hip-Hop-Kultur.
KAPITEL 3: METHODOLOGISCHE VORGEHENSWEISE DER ARBEIT: Beschreibung des Forschungsdesigns, des Korpus sowie der Analysenkategorien wie Entlehnung, Wortbildung und Bedeutungswandel.
KAPITEL 4: LEXIKALISCHE KREATIVITÄT IN DEN DEUTSCHEN UND KAMERUNISCHEN JUGENDSPRACHEN UND DIDAKTISCHE IMPLIKATIONEN: Durchführung der kontrastiven Analyse der Rap-Texte und Erörterung pädagogischer Anwendungsmöglichkeiten im Deutschunterricht.
Lexikalische Kreativität, Jugendsprache, Rap-Musik, Sprachkontakt, Soziolekt, Sprachvariation, Entlehnung, Wortbildung, Bedeutungswandel, Mehrsprachigkeit, Deutsch als Fremdsprache, Camfranglais, Hip-Hop, Kontrastive Linguistik.
Die Arbeit analysiert die lexikalische Kreativität in den Jugendsprachen Kameruns und Deutschlands, wobei ein besonderer Fokus auf dem Einfluss von Hip-Hop-Texten liegt.
Die Schwerpunkte liegen auf Sprachkontakt, der soziolinguistischen Einordnung der Jugendsprache als Varietät sowie der Identitätsbildung durch kreative Sprachverwendung.
Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Prozesse der Wortschatzbildung (wie Entlehnung oder Wortbildung) kontrastiv zu untersuchen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in beiden Ländern aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine kontrastiv-lexikologische Analyse von acht ausgewählten Rap-Texten, wobei sowohl ein quantitativer als auch ein qualitativer Ansatz verfolgt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsbestimmungen und Forschungsmodelle) und eine praktische Analyse (Methodik und Interpretation der Songtexte).
Zu den prägenden Begriffen gehören lexikalische Kreativität, Jugendsprache, Sprachkontakt, Soziolekt, Mehrsprachigkeit und kontrastive Linguistik.
Kamerun ist durch einen offiziellen Bilingualismus und eine enorme sprachliche Vielfalt gekennzeichnet, die sich im Camfranglais widerspiegelt, während die deutsche Jugendsprache stark durch Anglizismen aus der globalen Hip-Hop-Kultur geprägt ist.
Die Spontaneität wird als Grundprinzip der Kreativität identifiziert, da Jugendliche Sprache spielerisch und oft außerhalb strenger grammatikalischer Konventionen nutzen, um sich sozial abzugrenzen.
Der Autor argumentiert, dass die Einbeziehung von Jugendsprache im Unterricht die Atmosphäre verbessern, die Interaktion fördern und als Mittel zur Landeskunde- und Mehrsprachigkeitsvermittlung dienen kann.
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