Fachbuch, 2020
178 Seiten
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Forschungslücke und Ausrichtung dieser Arbeit
1.3 Zielsetzung der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Wissensmanagements
2.1 „Wissen“ - die neue Unternehmensressource
2.2 Wissensmanagement
2.3 Wissensmanagementsysteme
3 Grundlagen „Green Information System“
3.1 Nachhaltigkeit als Managementaufgabe
3.2 Nachhaltigkeit durch Informationstechnologie
4 Ineffektive Datentransfers als Herausforderungen für Wissensmanagementsysteme
4.1 Herleitung des Begriffsverständnisses ineffektiver Datentransfers für diese Arbeit
4.2 Aufschlüsselung des IKT-Ressourcenverbrauchs
4.3 Einordung in den WM-Prozess
4.4 Auswirkungen von ineffektiven Datentransfers
4.5 Schlussfolgerung für die Konzeption
5 Konzeption eines „Green Knowledge Management Systems“
5.1 Definition eines „Green Knowledge Management System“
5.2 Einordnung in den Managementansatz
5.3 Ableitung von Anforderungen an das „Green Knowledge Management System“
5.4 Aufbau des „Green Knowledge Management Systems“
5.5 Ergebnis des „Green Knowledge Management Systems“
5.6 Hinweise zum zukünftigen Forschungsbedarf
6 Zusammenfassung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ineffektive Datentransfers innerhalb von Unternehmen hinsichtlich ihrer ökologischen Auswirkungen zu identifizieren, in den Kontext betrieblicher Wissensmanagementsysteme einzuordnen und ein Konzept für ein „Green Knowledge Management System“ zu entwickeln, das durch benutzerzentrierte Informationsbereitstellung den Ressourcenverbrauch reduziert.
4.4.1 Daten- und Informationsflut
Sind die notwendige Hard- und Software verfügbar, ist theoretisch jede digitalisierte Information jederzeit verfügbar. Durch Techniken des Kopierens und Zitierens werden diese Informationen regelmäßig wiederverwendet und erzeugen wiederrum neue Informationen. Diese Art der iterativen Verwendung und Reproduktion hat ein exponentielles Wachstum der weltweit verfügbaren Informationen zur Folge. Nach Meadows et al. stellt sich exponentielles Wachstum stets dann ein, „wenn entweder eine wachsende Größe sich selbst reproduziert – oder aber, wenn eine Größe durch eine andere, sich selbst reproduzierende Größe zum Wachstum getrieben wird.“ Durch den Gebrauch des Produktionsfaktors „Information“ wird ein Ressourcenzuwachs bewirkt, was einen signifikanten Unterschied zu den klassischen Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital darstellt, deren Verwendung einen Ressourcenverbrauch hervorruft. So verdoppelt sich laut Experten das Datenvolumen alle zwei Jahre.
Eine weitere Ursache der kontinuierlich wachsenden digitalen Informationsbeständen stellt die intensive Nutzung neuer Kommunikations- und Austauschmöglichkeiten wie E-Mail und Inter-/Intranet sowie steigende Speicherkapazitäten bei gleichzeitig sinkenden Speicherkosten dar. Auch aus dem Grund der Nachvollziehbarkeit werden viele Arbeitsschritte und -ergebnisse dokumentiert und verwahrt. Die Folge ist, dass heute in den meisten Unternehmen zahlreiche Informationen existieren. Allgemein bilden Informationen die Grundlage für unternehmerische Entscheidungen. Deshalb werden vor dem Fällen einer Entscheidung Informationen herangezogen, welche zur Absicherung der Entscheidungskorrektheit Hilfe leisten sollen. Dabei gilt es den Umfang der verwendeten Informationen sowie den Aufwand für deren Beschaffung gegeneinander abzuwägen. Schnelle Entscheidung sind gewöhnlich mit Unsicherheit behaftet, wohingegen sichere Entscheidungenmehr Zeit benötigen. Nicht nur zu wenig sondern auch zu viele Informationen verschlechtern demnach die Qualität von Entscheidungen im Unternehmen. Sind zu wenig Informationen vorhanden, müssen diese in entsprechendem Umfang beschafft werden. Sind dagegen zu viele Informationen vorhanden, müssen diese in einem für die Verwendung hinreichenden Maß aufbereitet und verdichtet werden (siehe Abbildung 26).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Wissen als zentrale Unternehmensressource, thematisiert die Herausforderungen der digitalen Informationsflut und führt in das Konzept eines nachhaltigen, benutzerzentrierten Wissensmanagements ein.
2 Grundlagen des Wissensmanagements: Dieses Kapitel definiert Wissen als Unternehmensressource, erläutert die Systematik des Wissensmanagements und stellt zentrale Modelle sowie softwaretechnische Unterstützungsmöglichkeiten durch Wissensmanagementsysteme vor.
3 Grundlagen „Green Information System“: Hier werden die theoretischen Grundlagen von ökologischer Nachhaltigkeit und "Green IS" erarbeitet, um die IT als Wegbereiter für nachhaltigere Geschäftsprozesse zu positionieren.
4 Ineffektive Datentransfers als Herausforderungen für Wissensmanagementsysteme: Das Kapitel definiert ineffektive Datentransfers unter ökologischen Gesichtspunkten, analysiert deren negative Auswirkungen auf Ressourcen und ordnet diese den Wissensmanagement-Prozessen zu.
5 Konzeption eines „Green Knowledge Management Systems“: Es erfolgt die Entwicklung eines ganzheitlichen Konzepts für ein Wissensmanagementsystem, das durch benutzerzentrierte Strukturen ineffektive Datentransfers vermeidet und somit zur ökologischen Nachhaltigkeit beiträgt.
6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die erarbeiteten Lösungsansätze zur Vermeidung ineffektiver Datentransfers und betont den Beitrag eines Green Knowledge Management Systems zur ökologischen Bilanz von Unternehmen.
Wissensmanagement, Wissensmanagementsystem, Green IS, Green Information System, Nachhaltigkeit, ineffektive Datentransfers, Ressourcenverbrauch, Informationsflut, Wissensverteilung, Wissensbewahrung, benutzerzentrierte Informationsbereitstellung, ökologische Nachhaltigkeit, Wissensportal, Wissensgesellschaft, Informationstechnologie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der ökologischen Optimierung betrieblicher Wissensmanagementsysteme durch die Vermeidung ineffektiver Datentransfers.
Die zentralen Themen sind Wissensmanagement, ökologische Nachhaltigkeit in der IT (Green IS) und die Optimierung von Informationsflüssen in Unternehmen.
Die zentrale Frage lautet, wie ein Wissensmanagementsystem gestaltet sein muss, um ineffektive Datentransfers zu vermeiden und dadurch die ökologische Nachhaltigkeit zu erhöhen.
Es handelt sich um eine konzeptionelle Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Ableitung einer Referenzarchitektur für Wissensmanagementsysteme basiert.
Der Hauptteil analysiert die Ursachen ineffektiver Datentransfers (wie Informationsflut und Intransparenz) und entwickelt darauf aufbauend ein Konzept für ein "Green Knowledge Management System".
Wissensmanagement, Green IS, Nachhaltigkeit, ineffektive Datentransfers, Wissensportal, Ressourcenverbrauch und Wissensverteilung.
Ein ineffektiver Datentransfer liegt vor, wenn ein irrelevantes oder veraltetes Informationsobjekt von einem Sender an einen Empfänger übertragen wird, ohne zum Aufbau organisationalen Wissens beizutragen.
Da jeder Datentransfer und jede Datenspeicherung Energie in Rechenzentren verbraucht, reduziert ein System, das nur relevante und aktuelle Informationen bereitstellt, das Datenvolumen und somit den Energiebedarf.
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