Examensarbeit, 2005
95 Seiten, Note: 1,5
Diese Hausarbeit befasst sich mit den Schwierigkeiten im Bereich des schulischen Lernens bei Schülern nicht-deutscher Herkunft. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse sozio-kultureller Faktoren, die Einfluss auf den Bildungserfolg von Migrantenkindern nehmen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Ausgangspunkt und die Relevanz der Thematik beleuchtet. Im zweiten Kapitel werden Chancenungleichheiten im deutschen Bildungssystem untersucht und die Benachteiligung von Migrantenkindern anhand von Bildungsabschlüssen und Überrepräsentation in der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen dargestellt. Anschließend werden im dritten Kapitel Erklärungsversuche für diese Benachteiligungen unternommen, wobei sozio-ökonomische und sozio-kulturelle Faktoren im Vordergrund stehen. Das vierte Kapitel widmet sich der spezifischen Situation von Migranten türkischer Herkunft in der deutschen Gesellschaft, mit Fokus auf ihre Migrationsgeschichte, psychosoziale Situation, soziale Identität und kulturelle Bindungen. Im fünften Kapitel werden die Auswirkungen dieser Faktoren auf den Bildungserfolg von Migrantenkindern türkischer Herkunft im deutschen Schulsystem beleuchtet. Schließlich werden im sechsten Kapitel Perspektiven und Chancen für ein gerechtes deutsches Schulsystem diskutiert, wobei der Fokus auf Umgang mit dem Fremden, Ressourcen des deutschen Bildungssystems und mögliche Veränderungen liegt.
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Bildungserfolg, Chancenungleichheit, Migranten, Sozio-kulturelle Faktoren, Integration, Inklusion, Deutsch als Fremdsprache, Religion, Kultur, Interkulturelle Kompetenz, Schule und Bildungssystem, Sprachförderung und Interkulturelle Pädagogik.
Dies liegt häufig an einer Kombination aus sozio-ökonomischen Faktoren (finanzielle Lage, Wohnverhältnisse) und sozio-kulturellen Faktoren (Sprachbarrieren, kulturelle Heterogenität).
Darunter fallen schulorganisatorische Hürden und Vorurteile im Bildungssystem, die dazu führen, dass Migrantenkinder trotz gleicher Fähigkeiten seltener höhere Bildungsabschlüsse erreichen.
Mangelnde Deutschkenntnisse erschweren den Zugang zu Lerninhalten. Die Arbeit betont jedoch, dass Zweisprachigkeit auch als Ressource genutzt werden könnte, wenn das Schulsystem darauf eingestellt wäre.
Die Arbeit analysiert die psychosoziale Situation der 2. und 3. Generation, bei denen der Arbeiterstatus oft als Stigma wirkt und traditionelle Erziehungsziele mit schulischen Anforderungen kollidieren können.
Diskutiert werden eine bessere Sprachförderung, interkulturelle Qualifikation des Personals, die Nutzung von Religion als Brücke und Alternativen zum mehrgliedrigen Schulsystem.
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