Bachelorarbeit, 2010
65 Seiten, Note: 1,0
0 ZIEL UND VORGEHENSWEISE DER ARBEIT
1 ERSTE THEMATISCHE ANNÄHERUNG
1.1 Klärung der zentralen Begrifflichkeiten
1.2 Grenzen, Risiken und Chancen IT-gestützter Instrumente
1.3 Allgemeine Anforderungskriterien an ein Instrument
2 RECHTLICHE, THEORETISCHE UND METHODISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Rechtlicher Rahmen
2.2 Theoretischer Rahmen
2.2.1 Erklärungsmodell der Sucht
2.2.2 Lebens- und Problemlagen der Zielgruppe
2.3 Zielformulierungen der ambulanten Suchthilfe
2.4 Methodischer Rahmen
2.4.1 Assessment
2.4.2 Planung und Evaluation
3 KONZEPTION DES ASSESSMENT- UND HILFEPLANINSTRUMENTS
3.1 Kriterien und Klassifikation der Problembereiche
3.2 Kriterien und Klassifikation der Änderungsmotivation
4 IMPLEMENTIERUNG UND ANWENDUNG
4.1 Kurzbeschreibung des Programms Horizont 4.0
4.2 Übertragung der Konzeption in die Programmstruktur
4.3 Exemplarische Anwendung des Instruments
5 FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein IT-gestütztes Assessment- und Hilfeplaninstrumentarium für die ambulante Suchthilfe zu konzipieren und in ein bestehendes Fachsoftware-System zu implementieren, um die fachliche Qualität und methodische Fundierung der IT-Unterstützung im Hilfeprozess zu verbessern.
Die ambulante Suchthilfe
stellt eine bestimmte Maßnahmen- und Einrichtungsform, in dem, aus verschiedenen Beratungs- Behandlungs- und Betreuungsangeboten bestehenden Hilfesystem für Menschen mit Suchtproblemen, dar.
Im ambulanten Bereich finden sich wie auch im stationären Bereich „teamförmige Kooperationsstrukturen [...] aus den humanwissenschaftlichen Disziplinen der Sozialpädagogik/Sozialarbeit, der Klinischen- und Sozial- Psychologie sowie der Inneren Medizin und Psychiatrie.“
Allerdings weisen sich ambulante Einrichtungen und Dienste insbesondere dadurch aus, dass sich die „spezifisch professionelle Interaktion und Kommunikation im Sinne einer Beeinflussung von Klienten bzw. Patienten [...] auf nur wenige Stunden pro Woche beschränkt, und die Patienten überwiegend in ihrem sozialen Milieu verbleiben.“
Zur ambulanten Suchthilfe zählen die Suchtberatung, die Psychosoziale Betreuung, die ambulante und teilstationäre Behandlung bzw. Rehabilitation und eine Reihe von Integrationshilfen, wie bspw. adaptive oder nachsorgende Maßnahmen und betreute Wohnformen.
0 ZIEL UND VORGEHENSWEISE DER ARBEIT: Einführung in die Thematik der IT-gestützten Dokumentation und Darstellung des Ziels, ein praxisorientiertes Instrument für die ambulante Suchthilfe zu entwickeln.
1 ERSTE THEMATISCHE ANNÄHERUNG: Klärung grundlegender Begriffe sowie kritische Betrachtung der Chancen und Risiken von IT-Systemen in der Sozialen Arbeit.
2 RECHTLICHE, THEORETISCHE UND METHODISCHE GRUNDLAGEN: Darstellung des rechtlichen Rahmens, suchtmedizinischer Erklärungsmodelle und methodischer Anforderungen an Diagnose und Hilfeplanung.
3 KONZEPTION DES ASSESSMENT- UND HILFEPLANINSTRUMENTS: Definition von Kriterien und Klassifikationen für Problembereiche sowie die Änderungsmotivation als Grundlage für die Software-Implementierung.
4 IMPLEMENTIERUNG UND ANWENDUNG: Übertragung des entwickelten Konzepts in die Fachsoftware Horizont 4.0 und exemplarische Demonstration der Anwendung.
5 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über die Bedeutung einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Fachwissenschaft, Praxis und Softwareentwicklung.
Soziale Arbeit, ambulante Suchthilfe, Fachsoftware, Assessment, Hilfeplanung, IT-gestützte Dokumentation, Lebenslagenkonzept, Änderungsmotivation, Bedarfserhebung, ICF, Klientendokumentation, Prozessqualität, Case Management, Suchttherapie, Horizont 4.0
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und Implementierung eines fachlich fundierten Instrumentariums zur Bedarfsermittlung und Hilfeplanung in der ambulanten Suchthilfe innerhalb bestehender Fachsoftware.
Die zentralen Felder sind die Informatik in der Sozialen Arbeit, die suchttherapeutische Diagnostik, die Gestaltung von Hilfeprozessen und die Qualitätssicherung durch IT-Systeme.
Das Ziel ist die Schaffung eines Instruments, das sich sowohl an fachlichen Standards orientiert als auch die praktischen Anforderungen von Fachkräften in der Suchthilfe IT-technisch abbildet.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch das Lebenslagenkonzept, das bio-psycho-soziale Modell der ICF und das transtheoretische Stadienmodell der Änderungsmotivation.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Instrumente, deren konzeptionelle Definition für verschiedene Lebensbereiche und die praktische Übertragung in die Programmstruktur einer Dokumentationssoftware.
Wichtige Begriffe sind Soziale Arbeit, Suchthilfe, Software-Implementierung, Assessment, Hilfeplanung und Prozessqualität.
Horizont 4.0 dient als konkretes Anwendungsbeispiel, in das die theoretisch erarbeitete Konzeption für ein Assessment- und Hilfeplaninstrument integriert wird, um die Anwendbarkeit in der Praxis zu demonstrieren.
Das Modell ist relevant, um die Änderungsmotivation der Klienten systematisch zu erfassen, da der Erfolg von Interventionen maßgeblich von der Bereitschaft der Betroffenen zur Verhaltensänderung abhängt.
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