Bachelorarbeit, 2019
90 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHES FRAMEWORK
2.1 SELBSTGESTEUERTES LERNEN IN DER BERUFLICHEN BILDUNG
2.2 KOMPONENTEN DES SELBSTGESTEUERTEN LERNENS
2.2.1 MOTIVATIONALE KOMPONENTEN
2.2.2 KOGNITIVE KOMPONENTEN
2.2.3 METAKOGNITIVE KOMPONENTEN
3. SELBSTGESTEUERTES LERNEN MIT DIGITALEN MEDIEN
3.1 BEGRIFFSDEFINITION ‚DIGITALE MEDIEN‘
3.2 MERKMALE DIGITALER MEDIEN
3.2.1 SELBSTAKTIVITÄT
3.2.2 INTERAKTIVITÄT
3.2.3 RÄUMLICHE UND ZEITLICHE UNGEBUNDENHEIT
3.2.4 VERNETZUNG
3.2.5 MULTIMEDIALITÄT
4. METHODISCHES VORGEHEN
4.1 STRATEGIE DER DATENERHEBUNG
4.2 ANALYSE DES DATENMATERIALS
4.3 GEPLANTE ERGEBNISVERWERTUNG
4.4 VORLÄUFIGE LIMITATIONSANNAHMEN
5. DESKRIPTIVE ERGEBNISDARSTELLUNG
5.1 VORSTELLUNG DER STICHPROBE
5.2 ERGEBNISSE DER QUALITATIVEN INHALTSANALYSE
6. DISKUSSION UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
7. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht das Potenzial digitaler Medien zur Unterstützung selbstgesteuerter Lernprozesse in der kaufmännischen Berufsbildung. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, inwiefern motivationale, kognitive und metakognitive Komponenten durch spezifische Merkmale digitaler Medien gefördert werden können.
3.2.1 Selbstaktivität
Traditionelle Medien zählen zu den passiven Informationsträgern. Zeitschriften, Bücher und CDs können Informationen zwar speichern, diese jedoch nicht nutzen oder eigenständig mit anderen Medien in Verbindung treten. „Ihre Funktion besteht [somit] allein in der Speicherung von Informationen über die Zeit“ (Stähler, 2002, S. 108). Digitale Medien hingegen sind selbst aktiv, also nicht nur Träger von Informationen, sondern auch fähig, diese an ihre Umwelt wiederzugeben und sie anzuwenden. So ist das Internet heute bspw. in der Lage, anhand von Suchanfragen eigenständige Vorschläge an den Benutzer zu übermitteln oder intuitiv wiederkehrende Suchmuster zu erkennen und zu speichern. Zudem sind digitale Endgeräte und Computer fähig automatisch Software Updates zu erstellen, den Standort zu bestimmen oder sich eigenständig mit dem mobilen Internet zu verbinden.
Allgemein wird die Selbstaktivität durch den Menschen verkörpert, denn nur er ist aktiver Wissensträger und in der Lage, aufgenommene Informationen zu verarbeiten, zu verknüpfen und daraus neues Wissen zu entwickeln. Jedoch können auch digitale Medien in einem gewissen Umfang, als eine ‚künstliche‘ Version aktiver Informationsträger, Teile dieser menschlichen Aktivitäten übernehmen. Computer und mobile Endgeräte sind so konzipiert, dass sie die Handlungsfähigkeit und das Kommunikationsvermögen eines Menschen imitieren, mit ihrer Umwelt interagieren und in einen aktiven Dialog treten können. Dies wird besonders durch Sprachassistenzprogramme auf dem Tablet oder dem Smartphone deutlich, denn sie ermöglichen das Schreiben von Nachrichten oder das Tätigen von Anrufen ohne manuelle Eingabe nur mit Hilfe der Selbstaktivität des digitalen Mediums. Allerdings ist es nicht die eigenständige Handlungsfähigkeit an sich, die ein digitales Medium zum aktiven Informationsträger macht. Erst die Reaktion auf äußere Reize – die Interaktion mit seiner Umwelt – zeichnet die Selbstaktivität der digitalen Medien aus (ebd., S. 108 f.).
1. EINLEITUNG: Die Arbeit kontextualisiert die steigende Bedeutung von selbstgesteuertem Lernen und digitalen Medien in der modernen kaufmännischen Berufsbildung und leitet daraus die Forschungsfragen ab.
2. THEORETISCHES FRAMEWORK: Dieses Kapitel erläutert die lerntheoretischen Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens und unterteilt den Prozess anhand des Drei-Schichten-Modells in motivationale, kognitive und metakognitive Komponenten.
3. SELBSTGESTEUERTES LERNEN MIT DIGITALEN MEDIEN: Es erfolgt die Definition digitaler Medien sowie eine detaillierte Analyse ihrer spezifischen Merkmale wie Interaktivität, Vernetzung und Multimedialität im Kontext schulischer Lernprozesse.
4. METHODISCHES VORGEHEN: Beschreibung des Forschungsdesigns, das auf einer systematischen Literaturanalyse und einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert.
5. DESKRIPTIVE ERGEBNISDARSTELLUNG: Darstellung der aus 14 Studien gewonnenen Ergebnisse, strukturiert nach den drei Lernkomponenten Motivation, Kognition und Metakognition.
6. DISKUSSION UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund des theoretischen Rahmens und Einordnung in den berufspädagogischen Kontext.
7. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse sowie Reflexion der Limitationen und Aufzeigen von Potenzialen für zukünftige Forschungsarbeiten.
selbstgesteuertes Lernen, digitale Medien, kaufmännische Berufsbildung, Motivationsförderung, kognitive Kompetenzen, Metakognition, qualitative Inhaltsanalyse, Medienkompetenz, Interaktivität, Multimedialität, Lernstrategien, E-Learning, Berufsschule, digitale Bildung, Wissenskonstruktion
Die Arbeit untersucht, wie digitale Medien das selbstgesteuerte Lernen von Auszubildenden in der kaufmännischen Bildung unterstützen können.
Die zentralen Felder sind die psychologischen Komponenten des selbstgesteuerten Lernens (Motivation, Kognition, Metakognition) und die technischen Merkmale digitaler Medien.
Das Ziel ist es, auf Basis einer Literaturanalyse zu klären, welche Potenziale digitale Medien bei der Unterstützung der verschiedenen Lernkomponenten in der beruflichen Bildung entfalten können.
Die Autorin nutzt ein Literaturreview nach Webster & Watson sowie eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, um 14 ausgewählte Studien zu untersuchen.
Im Hauptteil werden zunächst das theoretische Fundament und die Begrifflichkeiten geklärt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Ergebnisse aus der untersuchten Literatur zu den drei Lernkomponenten.
Wesentliche Begriffe sind selbstgesteuertes Lernen, digitale Medien, kaufmännische Berufsbildung, Motivationsförderung und kognitive Lernstrategien.
Die Analyse zeigt, dass der Großteil der untersuchten Quellen (35 von 63) einen direkten Zusammenhang zwischen digitalen Medien und der Steigerung von Motivation, Interesse oder Spaß am Lernen sieht.
Die Autorin stellt fest, dass metakognitive Aspekte in der Literatur schwerer zu fassen sind und die aktuelle Datenlage für einen eindeutigen Zusammenhang zwischen digitalen Medien und metakognitiver Förderung bisher nicht ausreicht.
Digitale Medien bieten großes Potenzial für individuelles, selbstgesteuertes Lernen, setzen aber eine didaktisch sinnvolle Einbettung voraus, um Überforderungen bei Lernenden zu vermeiden.
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