Bachelorarbeit, 2012
108 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
2. Personalisierung: Der Kandidat im Fokus der Berichterstattung
2.1 Das Konzept der Personalisierung
2.1.1 Definition und Einordnung
2.1.2 Die Dimensionen der Personalisierung
2.1.3 Politiker in den Medien
2.2 Personalisierung der Berichterstattung: Der Stand der Forschung
2.2.1 Die USA als Vorreiter
2.2.2 Die Forschung in Deutschland
2.2.3 Befunde, Schwächen und Perspektiven der Forschung
3. Das Framing-Konzept
3.1 Begriffsbestimmung und Ursprung
3.2 Der Framing-Ansatz in der Kommunikationswissenschaft
3.2.1 Die vier Stränge der Framing-Forschung
3.2.2 Frames in Medientexten
3.3 Die Analyse medialer Frames
3.3.1 Methodische Zugänge der Framing-Analyse
3.2.2 Das Framing von Personen
4. Der Kandidat und die Partei
4.1 Die Entwicklung der FDP seit der Bundestagswahl 2009
4.2 Der Spitzenkandidat Christian Lindner
4.3 Partei und Kandidat, Partei vs. Kandidat
5. Die FDP und Christian Lindner im Spiegel der Medien
5.1 Quantitative Inhaltsanalyse – Methodik und Anlage der Untersuchung
5.1.1 Die Methode der Inhaltsanalyse
5.1.2 Untersuchungszeitraum, Auswahl der Stichprobe und Kategorien
5.1.3 Zentrale Ergebnisse
5.2 Framing-Analyse – Methodik und Anlage der Untersuchung
5.2.1 Das interpretativ-quantifizierende Verfahren
5.2.2 Methodische Überlegungen, Frame-Identifikation und Inhaltsanalyse
5.2.3 Zentrale Ergebnisse
6. Fazit und Diskussion: Personalisierung – ja oder nein?
Die Arbeit untersucht die mediale Darstellung der FDP und ihres Spitzenkandidaten Christian Lindner im Kontext der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, um zu prüfen, ob und in welcher Form eine Personalisierung der Berichterstattung vorliegt und wie das Verhältnis zwischen Partei und Kandidat in den Medien gerahmt wird.
Die Darstellung der Person Christian Lindner
Nachdem bisher ein Vergleich zwischen Partei und Kandidat angestellt wurde, soll nun die Berichterstattung über Christian Lindner näher beleuchtet werden. Von Interesse ist hierbei vor allem die Frage, welche Eigenschaftsdimensionen Lindners in den Medien zur Sprache kommen. Denn neben der zunehmenden Präsenz eines Kandidaten gegenüber der Partei zeigt sich eine Personalisierung auch daran, dass besonders unpolitische Merkmale – d. h. Merkmale, die nicht im Zusammenhang mit der Ausübung der politischen Tätigkeit stehen – häufiger thematisiert werden (vgl. Brettschneider 2009: 512).
Abbildung 7 zeigt die verschiedenen Eigenschaftsdimensionen, die im Zusammenhang mit Christian Lindner genannt werden. Am häufigsten werden dabei dessen Leadership-Qualitäten und insbesondere sein politischer Einfluss sowie seine Führungsstärke thematisiert. Dabei handelt es sich um Eigenschaftsdimensionen, die zwar nicht in direktem Zusammenhang mit politischen Sachthemen stehen, aber dennoch für die allgemeine politische Kompetenz von Bedeutung sind. Am zweithäufigsten – und noch vor der „politiknahen“ Dimension der Problemlösungskompetenz – werden allerdings Lindners unpolitische Eigenschaften zum Thema gemacht. Besonders intensiv wird hierbei über dessen allgemeines Auftreten, seine Ausstrahlung und Eloquenz berichtet, aber auch biographische Informationen finden häufig Eingang in die Berichterstattung. Kaum Beachtung finden hingegen Lindners Privatleben und sein Aussehen.
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet das Phänomen der zunehmenden Personalisierung in der politischen Berichterstattung und leitet die Forschungsfragen der Arbeit her.
2. Personalisierung: Der Kandidat im Fokus der Berichterstattung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Personalisierung und gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand, insbesondere im Vergleich zwischen den USA und Deutschland.
3. Das Framing-Konzept: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Framings dargelegt, inklusive methodischer Zugänge zur Analyse medialer Frames.
4. Der Kandidat und die Partei: Das Kapitel zeichnet die politische Entwicklung der FDP sowie den Werdegang von Christian Lindner nach, um den Kontext der Untersuchung zu etablieren.
5. Die FDP und Christian Lindner im Spiegel der Medien: Dieser Hauptteil präsentiert die Methodik und die zentralen empirischen Ergebnisse der quantitativen Inhaltsanalyse sowie der Framing-Analyse.
6. Fazit und Diskussion: Personalisierung – ja oder nein?: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Frage, inwieweit die Berichterstattung über FDP und Lindner als personalisiert bezeichnet werden kann.
Personalisierung, Framing-Analyse, Quantitative Inhaltsanalyse, Christian Lindner, FDP, Landtagswahl NRW, Medienberichterstattung, Politikerimage, politische Kommunikation, Parteien, Wahlkampf, Medienlogik, Leadership, Problemlösungskompetenz, Deutungsmuster.
Die Arbeit analysiert die mediale Berichterstattung über die FDP und ihren Spitzenkandidaten Christian Lindner im Kontext der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, um das Ausmaß der Personalisierung zu untersuchen.
Die zentralen Themen sind Personalisierung von Politik, mediale Framing-Prozesse, die Entwicklung der FDP in einer Krisenphase sowie die öffentliche Wahrnehmung von Christian Lindner.
Das Hauptziel ist es, zu klären, wie Partei und Kandidat in den Medien dargestellt werden und ob das Verhältnis zwischen beiden durch personalisierte Muster oder Framing-Strategien geprägt ist.
Die Untersuchung kombiniert eine quantitative Inhaltsanalyse mit einer qualitativen Framing-Analyse, um sowohl die Präsenz als auch die Deutungsmuster der Akteure zu erfassen.
Im Hauptteil werden methodische Anlagen vorgestellt und die Ergebnisse hinsichtlich der Präsenz der Akteure, der Tendenzen in der Berichterstattung sowie der identifizierten Frames analysiert.
Wichtige Begriffe sind Personalisierung, Framing-Analyse, politische Kommunikation, Medienberichterstattung, FDP und Christian Lindner.
Lindner wird in der medialen Berichterstattung häufig durch einen spezifischen "Retter-Frame" gerahmt, der ihn positiv von der kriselnden FDP abgrenzt.
Es werden zwei Rücktritts-Frames identifiziert: Einer bewertet den Rücktritt als Scheitern oder Wortbruch, während der andere der FDP die Schuld zuschreibt und Lindner in dieser Situation eher positiv oder heroisiert darstellt.
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