Masterarbeit, 2019
110 Seiten, Note: 1,3
1. EINFÜHRUNG
2. WIRTSCHAFTSSELITEN: EIN HISTORISCHER ÜBERBLICK
2.1 WIRTSCHAFTLICHE ELITEN IN DEUTSCHLAND
2.2 WIRTSCHAFTLICHE ELITEN IN DER TÜRKEI
3. KARRIERE- UND BILDUNGSWEGE VON TOPMANAGERN ZWISCHEN KONTINUITÄT UND WANDEL
3.1 NATIONALE KARRIEREMODELLE VON TOPMANAGERN
3.1.2 Topmanagerkarrieren in Deutschland
3.1.3 Topmanagerkarrieren in der Schweiz
3.1.4 Topmanagerkarrieren in Frankreich
3.1.5 Topmanagerkarrieren in Großbritannien
3.1.6 Topmanagerkarrieren in Japan
3.2 KARRIERE- UND BILDUNGSHINTERGRÜNDE TÜRKISCHER TOPMANAGER
3.3 ANNÄHERUNG NATIONALER KARRIEREMODELLE
4. THEORETISCHER RAHMEN
4.1 LEGITIMATION VON ELITEN: SOZIALE HERKUNFT, HABITUS UND LEISTUNG
4.2 ELITEBEGRIFF NACH DREITZEL
4.3 BILDUNGSINSTITUTIONEN ALS FILTER FÜR HUMANKAPITAL
5. DIE ROLLE VON BILDUNGSINSTITUTIONEN IN DER KOMMUNIKATION VON TALENTSIGNALEN
5.1 TÜRKEI: STARKER WETTBEWERB UND PRESTIGEUNIVERSITÄTEN
5.2 DEUTSCHLAND: EGALITÄRE BILDUNGSLANDSCHAFT UND STELLENWERT DES DOKTORTITELS
6. UNTERNEHMENSFÜHRUNG
6.1 DIE MONISTISCHE UNTERNEHMENSFÜHRUNG IN TÜRKISCHEN AKTIENGESELLSCHAFTEN
6.2 DEUTSCHLAND: DUALISTISCHES SYSTEM AUS VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
7. METHODE
7.1 METHODISCHE ANSÄTZE IN DER ERFORSCHUNG VON MANAGERPROFILEN
7.2 SAMPLING
7.3 DATENERHEBUNG
7.4 DATENAUSWERTUNG
7.5 LIMITATIONEN
8. ERGEBNISSE UND DISKUSSION
8.1 BILDUNGSHINTERGRÜNDE DEUTSCHER TOPMANAGER
8.1.1 Bildungsabschlüsse
8.1.2 Studienfächer
8.1.3 Universitäten
8.1.4 Bildungserfahrung im Ausland
8.1.5 MBA
8.2 BILDUNGSHINTERGRÜNDE TÜRKISCHER TOPMANAGER
8.2.1 Bildungsabschlüsse
8.2.2 Studienfächer
8.2.3 Universitäten
8.2.4 Bildungserfahrung im Ausland
8.2.5 MBA
8.3 KARRIEREMUSTER DEUTSCHER TOPMANAGER
8.3.1 Vertikale und horizontale Mobilität
8.3.2 Berufserfahrung im öffentlichen Dienst
8.3.3 Berufserfahrung in internationalen Wirtschaftsprüfungs- oder Beratungsgesellschaften
8.3.4 Berufserfahrung im Ausland
8.4 KARRIEREMUSTER TÜRKISCHER TOPMANAGER
8.4.1 Vertikale und horizontale Mobilität
8.4.2 Berufserfahrung im öffentlichen Dienst
8.4.3 Berufserfahrung in internationalen Wirtschaftsprüfungs- oder Beratungsgesellschaften
8.4.4 Berufserfahrung im Ausland
8.5 SOZIODEMOGRAPHISCHE MERKMALE DEUTSCHER TOPMANAGER
8.5.1 Geschlechterverteilung
8.5.2 Alter
8.5.3 Nationale Herkunft
8.6 SOZIODEMOGRAFISCHE MERKMALE TÜRKISCHER TOPMANAGER
8.6.1 Geschlechterverteilung
8.6.2 Alter
8.6.3 Nationale Herkunft
9. KONTINUITÄT DES DEUTSCHEN MODELLS
10. EMERGENZ EINES TÜRKISCHEN MODELLS
11. FAZIT
Diese Masterarbeit analysiert die Karriere- und Bildungsbiografien von Vorstandsmitgliedern in deutschen DAX-Unternehmen und türkischen BIST-gelisteten Unternehmen, um landestypische Rekrutierungsmuster im Kontext einer zunehmend globalisierten Wirtschaft zu identifizieren und die Stabilität nationaler Karrieremodelle zu untersuchen.
3.1.2 Topmanagerkarrieren in Deutschland
In Deutschland steigen junge Absolventen nach einer Ausbildung oder einem Universitätsstudium auf einer unteren Ebene im Unternehmen ein und lernen im Rahmen einer mehrjährigen Jobrotation, die von regelmäßigen Schulungen begleitet wird, das Unternehmen, verschiedene Funktionsbereiche und die Branche kennen. In einer zweiten Phase konzentrieren sich die Mitarbeiter auf einen Funktionsbereich, in dem sie funktions- und firmenbezogene Expertise entwickeln, und setzen ihre Karriere innerhalb dieser Abteilung fort. Dieser funktionsspezifische Aufstieg wird als Kaminkarriere bezeichnet (Davoine und Ravasi 2013; Evans et al. 1989). Fachwissen, vor allem technische Expertise, ist in Deutschland eine wichtige Voraussetzung für die Anerkennung von Führungsautorität und einer der wichtigsten Beförderungsgründe (Glunk et al. 1997). Deutsche Topmanager sind Spezialisten, die sich nach ihrer Identifizierung als High Potential durch Schulungen und Erfahrung Führungskompetenzen aneignen (Petit und Scholz 2002).
Neben der fachlichen Expertise sind firmenbezogene Erfahrung und Kompetenz wichtige Faktoren zur Legitimation einer hohen Führungsposition im deutschen Modell. Topmanager blicken oft auf eine lange Karriere innerhalb des gleichen Unternehmens zurück. Es mag im Interesse der Unternehmensführungen liegen, künftige Führungsgenerationen im eigenen Haus zu entwickeln, jedoch bleibt diese Praxis nicht ohne Kritik. Klarsfeld und Mabey (2004) sehen darin die Gefahr, dass deutsche Manager nicht die nötige Flexibilität und innovativen Perspektiven entwickeln, die in sich rasch entwickelnden Industrien und Märkten erforderlich sind.
Ein weiteres Merkmal deutscher Topmanager ist der hohe Anteil an Promovierten. Franck und Opitz (2004) konzentrieren sich in ihrer Forschung auf die Bedeutung von Hochschulen in der Identifikation von High Potentials.
1. EINFÜHRUNG: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Wirtschaftseliten als Entscheidungsträger und führt in die interkulturelle Managementforschung hinsichtlich Karriere- und Bildungsbiografien ein.
2. WIRTSCHAFTSSELITEN: EIN HISTORISCHER ÜBERBLICK: Dieses Kapitel vergleicht die historische Entwicklung und Machtstellung der Wirtschaftseliten in Deutschland und der Türkei.
3. KARRIERE- UND BILDUNGSWEGE VON TOPMANAGERN ZWISCHEN KONTINUITÄT UND WANDEL: Es werden nationale Karrieremodelle vorgestellt und der Forschungsstand zur Stabilität dieser Muster angesichts der Globalisierung diskutiert.
4. THEORETISCHER RAHMEN: Hier werden soziologische Elitetheorien und die Filtertheorie zur Einordnung von Bildungsabschlüssen bei der Rekrutierung von Führungskräften dargelegt.
5. DIE ROLLE VON BILDUNGSINSTITUTIONEN IN DER KOMMUNIKATION VON TALENTSIGNALEN: Das Kapitel beschreibt die Hochschulsysteme beider Länder und deren spezifische Filterfunktion für den Zugang zur Wirtschaftselite.
6. UNTERNEHMENSFÜHRUNG: Es werden die monistischen Führungsstrukturen türkischer Aktiengesellschaften den dualistischen Systemen deutscher AGs gegenübergestellt.
7. METHODE: Die empirische Vorgehensweise, das Sampling und die Kategorisierung der Daten für die quantitative Analyse der Vorstandsmitglieder werden erläutert.
8. ERGEBNISSE UND DISKUSSION: Die gesammelten Daten zu Bildungshintergründen, Karrieremustern und soziodemografischen Merkmalen werden detailliert präsentiert und im Kontext der Elitentheorie analysiert.
9. KONTINUITÄT DES DEUTSCHEN MODELLS: Zusammenfassende Bewertung der Stabilität deutscher Rekrutierungsmuster mit Fokus auf der Bedeutung der Promotion.
10. EMERGENZ EINES TÜRKISCHEN MODELLS: Diskussion der Spezifika türkischer Karrieremuster und der signifikanten Rolle führender Universitäten.
11. FAZIT: Abschließende Synthese der Ergebnisse, die die nationale Prägung trotz internationaler Einflüsse hervorhebt.
Topmanager, Wirtschaftseliten, Vorstand, Verwaltungsrat, Karrierewege, Bildungsabschluss, Promotion, nationale Karrieremodelle, Elitenrekrutierung, Deutschland, Türkei, Humankapital, Filtertheorie, soziale Herkunft, Unternehmensführung.
Die Arbeit untersucht, wie deutsche und türkische Topmanager in ihrer Karriere legitimiert werden und welche Rolle Bildungsbiografien dabei spielen.
Die Untersuchung deckt die Bereiche Elitenforschung, interkulturelle Managementlehre, Bildungssysteme als Filtermechanismen und die Analyse von Karrieremustern ab.
Ziel ist es, die Stabilität nationaler Karrieremodelle in einer globalisierten Weltwirtschaft zu prüfen und zu zeigen, wie Leistung durch institutionelle Filter legitimiert wird.
Es handelt sich um eine quantitative Untersuchung, bei der Datensätze zu Karriere- und Bildungswegen der Vorstandsmitglieder der jeweils 30 größten börsennotierten Unternehmen (DAX und BIST) analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, einen Vergleich der Unternehmensführungsstrukturen und eine detaillierte Auswertung der empirischen Ergebnisse zu Bildung, Karriere und soziodemografischen Daten.
Die wichtigsten Begriffe sind Wirtschaftseliten, Karrierewege, Bildungshintergrund, Elitenrekrutierung, Deutschland und Türkei.
In Deutschland fungiert die Promotion als entscheidende "Filteranlage" für Humankapital und ist ein hoch angesehenes Talentsignal für eine Vorstandskarriere.
Der hoch kompetitive Zugang zu diesen Institutionen signalisiert Unternehmen die Qualität der Absolventen, was sie für Führungspositionen besonders attraktiv macht.
Nein, sowohl in Deutschland als auch in der Türkei sind die Führungsebenen männlich dominiert, wobei die Frauenanteile weit unter den Zielvorgaben der jeweiligen Regulierungsbehörden liegen.
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