Bachelorarbeit, 2019
45 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Definitionen, politikwissenschaftliche Relevanz und Prominenz systemischer Risiken
2.1 Definitionsversuche
2.2 Risiko und Politik
2.3 Die Prominenz systemischer Risiken
3 Systemwissen: Auf dem Weg zu einer Theorie systemischer Risiken?
3.1 Systemisch über die Art des Schadens
3.2 Systemisch über die Ursache des Risikos
3.2.1 Handlungstheoretische Erklärungen systemischer Risiken
3.2.2 Strukturalistische Erklärungen systemischer Risiken
3.2.3 Bewältigungshindernisse und Steuerungsdefizite als Erklärungen systemischer Risiken
3.3 Systemisch über die Dynamik des Zusammenbruchs
3.3.1 Systemische Risiken als theoretisches und methodologisches Projekt
3.3.2 Systemische Risiken und die Theorie kritischer Transitionen nach Scheffer
3.4 Synthese, Rahmenwerk und Grenzen
3.4.1 Ein erstes Rahmenwerk zur Analyse systemischer Risiken
3.4.2 Möglichkeiten und Grenzen des Ansatzes
4 Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das interdisziplinäre Forschungsfeld der systemischen Risiken systematisch zu ordnen, begriffliche Klarheit zu schaffen und ein konzeptuelles Rahmenwerk für deren Analyse zu entwickeln. Dabei steht die Frage im Zentrum, mit welchen theoretischen und methodologischen Werkzeugen Systemwissen über komplexe, vernetzte Probleme generiert werden kann, um eine integrative politische Bewältigung zu ermöglichen.
Systemisch über die Ursache des Risikos
Ein Risiko kann allerdings ebenfalls über dessen Ursache als systemisch begriffen werden. Das ist der Fall, wenn die Ursache nicht bei einzelnen angebbaren AkteurInnen und deren Handlungen oder einzelnen Ereignissen gesehen wird, sondern in deren Interdependenzen oder marginalen Beiträgen, also gewissermaßen im System selbst (Goldin & Mariathasan, 2014; Lucas, Renn & Jaeger, 2018). Hier erscheint es sinnvoll, zwischen (a) einer handlungstheoretischen Perspektive, (b) einer strukturalistischen Perspektive und (c) einer Perspektive, die Bewältigungshindernisse und Steuerungsdefizite betont, zu unterscheiden. Je nach Gegenstand können diese Ansätze mehr oder weniger angemessene Erklärungen liefern. Außerdem kann zwischen zwei Betrachtungsweisen differenziert werden. Es kann die Resilienz eines Systems betrachtet werden oder die Wahrscheinlichkeit und Stärke von auslösenden Störungen (Perturbationen). Solche Störungen können entweder innerhalb eines bedrohten Systems auftreten oder systemextern in einem benachbarten oder umfassenden System.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz systemischer Risiken ein, benennt die Forschungsfragen der Arbeit und skizziert die qualitative Literaturstudie als methodisches Vorgehen.
2 Definitionen, politikwissenschaftliche Relevanz und Prominenz systemischer Risiken: Dieses Kapitel erörtert verschiedene Definitionsansätze für systemische Risiken, beleuchtet ihre Bedeutung für Politik und Wissenschaft und erklärt die Faktoren, die zu ihrer öffentlichen Prominenz führen.
3 Systemwissen: Auf dem Weg zu einer Theorie systemischer Risiken?: Das Hauptkapitel strukturiert das Forschungsfeld, indem es Risiken über die Art des Schadens, die Ursache und die Dynamik des Zusammenbruchs differenziert und theoretische Konzepte wie Kipppunkte und Resilienz integriert.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit einer integrativen politischen Bewältigung und verweist auf den zukünftigen Bedarf, theoretische Konzepte an der Realität zu testen.
Systemische Risiken, Systemwissen, Politische Bewältigung, Theorie kritischer Transitionen, Resilienz, Stabilitätslandschaften, Vernetzung, Kipppunkte, Komplexität, Kausalität, Risikowahrnehmung, Governance, Rückkopplungsprozesse, Risikoabschätzung, Systemdynamik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Systematisierung und Konzeptualisierung des interdisziplinären Forschungsfeldes systemischer Risiken, um ein besseres Verständnis für komplexe, vernetzte Probleme zu erlangen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen zur Entstehung systemischer Risiken, die Dynamik von Systemzusammenbrüchen sowie die Herausforderungen bei der politischen Steuerung und Risikokommunikation.
Das Ziel ist es, begriffliche Klarheit zu schaffen und ein konzeptuelles Rahmenwerk zu entwickeln, das eine systematische Analyse systemischer Risiken ermöglicht.
Der Autor führt eine qualitative Literaturstudie durch, in der Fachzeitschriften, Monographien und theoretische Grundlagen des Forschungsfeldes systematisch analysiert und in Beziehung gesetzt werden.
Der Hauptteil gliedert das Systemwissen in drei Kategorien: Die Art des Schadens, die Ursache des Risikos (inkl. handlungs- und strukturalistischer sowie steuerungstheoretischer Perspektiven) und die Dynamik des Zusammenbruchs mittels der Theorie kritischer Transitionen.
Begriffe wie systemische Risiken, Systemwissen, kritische Transitionen, Resilienz, Stabilitätslandschaften und Vernetzung sind für das Verständnis der Arbeit zentral.
Der Autor argumentiert, dass dieser Zusammenhang komplex ist und maßgeblich von der spezifischen Netzwerkstruktur abhängt; eine rein generalisierte Annahme, dass Vernetzung zwangsläufig das Risiko erhöht, wird kritisch hinterfragt.
Psychologische Faktoren wie Verlustaversion, Verfügbarkeitsbias und soziale Verstärkungsmechanismen erklären, warum bestimmte Risiken stärker wahrgenommen und politisiert werden als andere.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

