Fachbuch, 2020
121 Seiten
Vorwort
1 Einleitung und Problemstellung
1.1 Forschungstand
1.2 Forschungsmethode
1.3 Forschungsziel
2 Die Macht der Gefühle
2.1 Aufbau von Emotionen durch Konditionierung und Verstärkung
2.2 Emotionale Grundlagen der Erziehung
2.3 Die emotionale Sprache
2.4 Zusammenfassung
3 Die Macht des Wortes
3.1 Die Beziehungsebene der Kommunikation
3.2 Der Zweck der Beziehung
3.3 Der Weg zur Beziehung
3.4 Die Beziehung im Unterricht
3.5 Die vier Dimensionen nach Tausch und Tausch
3.6 Zusammenfassung
4 Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg
4.1 Leben und Wirken des Marshall B. Rosenberg
4.2 Die zwei Symbole der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg
4.3 Die Bedürfnisse nach der Gewaltfreien Kommunikation
4.4 Die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation
4.5 Die Praxis des Prozesses der Giraffen- und Wolfssprache
4.6 Zusammenfassung
5 Aufschlüsseln der koranischen Suren 1-4 Mithilfe der Gewaltfreien Kommunikation
5.1 al-Fatiha (Die Eröffnung)
5.2 al-Baqara (Die Kuh)
5.3 Āl ’Imran (Das Haus von ’Imran)
5.4 an-Nisä’ (Frauen)
5.5 Zusammenfassung
6 Kompetenzerwerb im IRU nach der Methode der Gewaltfreien Kommunikation
6.1 Sozial - Kommunikative Kompetenz
6.2 Emotionale Kompetenz
6.3 Religiöse Kompetenz
6.4 Handlungs -und Deutungskompetenz
6.5 Zusammenfassung
7 Schlusswort
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein theoretisches Unterrichtskonzept für den Islamischen Religionsunterricht zu erstellen, das auf der Methode der Gewaltfreien Kommunikation basiert. Es soll untersucht werden, wie Lehrpersonen durch die Analyse koranischer Texte nach dieser Methode eine lebendige und persönliche Gott-Mensch-Beziehung bei Schülerinnen und Schülern anregen und deren emotionale sowie kommunikative Kompetenzen fördern können.
3.1 Die Beziehungsebene der Kommunikation
Die Sachbotschaft richtet sich an den Intellekt des Menschen, während die Beziehungsbotschaften die Gefühle eines Menschen aktivieren oder ansprechen sollen. Dabei hat die Beziehungsbotschaft zwei grundlegende Botschaften:
• Du-Botschaft: Was ich von dir halte
• Wir-Botschaft: Wie wir zueinander stehen
Auf der Beziehungsebene wird herausgefiltert, wie der Sender der Nachricht zum Empfänger steht. Die Art der Formulierung der Nachricht hat einen großen Einfluss darauf, ob sich der Empfänger respektiert oder vielleicht verachtet fühlt.
Du/Sie Botschaften wirken nachhaltig und sprechen umfassend die Emotionen beim Empfänger an. Auf der anderen Seite wirken sie auch verhaltensändernd, da der Empfänger auf diese Weise erfährt, wie er gesehen wird und er womöglich dadurch auch sein Verhalten verändert. Der Empfänger kann die Botschaft akzeptieren, durchgehen lassen, zurückweisen oder ignorieren.
„Das Bild, das sich der Empfänger vom Sender macht und umgekehrt, ist für die Ver beziehungsweise Entschlüsselung von großer Bedeutung. Je besser wir jemanden kennen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir richtig ver.- bzw. entschlüsseln.“
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Fragestellung ein, wie durch die Gewaltfreie Kommunikation eine lebendige Gott-Mensch-Beziehung im Religionsunterricht angeregt werden kann und welche Kompetenzziele dabei verfolgt werden.
2 Die Macht der Gefühle: Hier wird der Einfluss von Emotionen auf Lernprozesse beleuchtet und die Bedeutung einer bewussten emotionalen Auseinandersetzung im Unterricht hervorgehoben.
3 Die Macht des Wortes: Dieses Kapitel widmet sich der Bedeutung der Sprache und der Kommunikationsebene im Unterricht sowie der Rolle der Lehrperson bei der Beziehungsgestaltung.
4 Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg: Es werden die Grundlagen der GFK, ihre Symbole, Bedürfnisse und die vier Schritte sowie deren Praxisanwendung detailliert erläutert.
5 Aufschlüsseln der koranischen Suren 1-4 Mithilfe der Gewaltfreien Kommunikation: Dies ist der praktische Kern der Arbeit, in dem die ersten vier Suren anhand der GFK-Methodik bedürfnisorientiert analysiert werden.
6 Kompetenzerwerb im IRU nach der Methode der Gewaltfreien Kommunikation: Das Kapitel beschreibt, welche sozialen, emotionalen und religiösen Kompetenzen Schülerinnen und Schüler durch diesen methodischen Ansatz erwerben können.
7 Schlusswort: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und reflektiert den Prozess der Aufschlüsselung sowie die Bedeutung der Haltung der Lehrperson.
Gewaltfreie Kommunikation, GFK, Islamischer Religionsunterricht, Koran, Koranhermeneutik, Emotionen, Bedürfnisse, Gott-Mensch-Beziehung, pädagogische Kompetenz, Giraffensprache, Wolfssprache, Unterrichtskonzept, al-Fatiha, al-Baqara, Marshall B. Rosenberg.
Die Arbeit untersucht, wie die Methode der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) dazu beitragen kann, den Islamischen Religionsunterricht zu bereichern, indem sie eine lebendige und persönliche Beziehung zwischen dem Menschen und Gott fördert.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen pädagogischer Beziehungsgestaltung, der Macht der Sprache und Gefühle sowie der bedürfnisorientierten Analyse koranischer Suren.
Die zentrale Forschungsfrage lautet, welche Impulse sich aus der Analyse ausgewählter koranischer Verse nach der Methode der GFK ergeben, um eine persönliche und lebendige Gott-Mensch-Beziehung anzuregen.
Die Autorin nutzt die hermeneutische Textanalyse als Forschungsdesign, kombiniert mit den vier Schritten der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Emotionen und Kommunikation sowie einen umfangreichen Praxisteil, in dem die Suren 1-4 des Korans systematisch analysiert und in Tabellenform aufgeschlüsselt werden.
Die wichtigsten Begriffe sind Gewaltfreie Kommunikation, Koranhermeneutik, Bedürfnisse, Emotionen und Gott-Mensch-Beziehung.
Die Autorin wählte diese Suren, da sie viele ethische Werte und gesellschaftliche Phänomene ansprechen und durch ihre zentrale Bedeutung im täglichen Leben und im Religionsunterricht einen direkten Anknüpfungspunkt für die Schülerinnen und Schüler bieten.
Laut dem Koran und der Interpretation der Autorin ist das "Herz" die Quelle des menschlichen Verstehens, welche die spirituelle Kapazität besitzt, die göttlichen Verse nicht nur intellektuell, sondern emotional zu begreifen.
Die Lehrperson fungiert als unterstützende Brücke, die durch eine wertschätzende, authentische und einfühlsame Haltung (Achtung, Empathie, Aufrichtigkeit) den emotionalen Raum für die Schülerinnen und Schüler öffnet, damit diese ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle im Kontext der Texte entdecken können.
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