Bachelorarbeit, 2018
39 Seiten, Note: 2.0
1. Einleitung
2. Einführung in die Materie
2.1 Technischer Hintergrund, Anwendungsbereiche und Handel
2.2. Erwerbsformen
2.2.1 Entgeltlicher Erwerb
2.2.2 Unentgeltlicher Erwerb
2.3 Unternehmerischer Bereich
2.4 Privater Bereich
3. Klassifizierung von Kryptowährungen
4. Besteuerung im privaten Bereich
4.1 Einkommenssteuer
4.2. Erbschafts- und Schenkungssteuer
4.3. Dokumentation der Handelsaktivitäten
5. Besteuerung im unternehmerischen Bereich
5.1 Einkommensteuer
5.2 Körperschaftssteuer
5.3. Gewerbesteuer
5.4. Erbschafts- und Schenkungssteuer
5.5. Dokumentation der Handelsaktivitäten
6. Umsatzsteuerliche Behandlung
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen wie Bitcoin und IOTA, sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen, um eine rechtssichere Einordnung von Gewinnen und Verlusten unter den geltenden deutschen Steuergesetzen zu ermöglichen.
2.1 Technischer Hintergrund, Anwendungsbereiche und Handel
Aus technischer Sicht sind die beiden Kryptowährungen Bitcoin und IOTA sehr unterschiedlich. Allgemein sind Kryptowährungen in sogenannte Coins und Token zu unterteilen. Während es sich beim Bitcoin um einen Coin handelt, welcher auf der Blockchain-Technologie aufbaut, ist IOTA ein Token, welcher auf dem sog. „Tangle“ basiert.
Die Blockchain-Technologie kann als dezentralisierte, kryptographische Datenbank beschrieben werden, in welcher Datensätze, sog. „Blocks“, verschlüsselt werden und untrennbar aneinander gekettet („chain“) werden. Die Dezentralisierung ergibt sich daraus, dass Regulierungsbehörden wie Staaten oder auch Zentralbanken selbst überwachend keinen Einfluss auf den Handel, die Herstellung oder die Ausgabe von Bitcoins haben. Jeder abgeschlossene Block erhält eine Prüfsumme, welche im neuen Datensatz fortgeschrieben wird. Durch die Prüfsumme und der Tatsache, dass die Blöcke zwar zusammengehören, aber auf vielen Servern verteilt gespeichert werden, wird Manipulationssicherheit gewährleistet. Die Blockchain ermöglicht außerdem einen transparenten Zugang für alle Beteiligten. Der Name des Währungssystems Bitcoin, welches auf diesem System basiert, setzt sich aus den englischen Begriffen Bit, als kleinste Dateneinheit, und dem Wort Coin, übersetzt Münze, zusammen.
Die Gesamtsumme aller Bitcoins ist auf 21 Millionen Bitcoins festgeschrieben, wobei hier eine Skalierung 1:1.000.000 möglich ist. Die kleineren Einheiten werden, in Anlehnung an den Erfinder, „Satoshis“ genannt. Bitcoins können nicht nur gekauft oder als Zahlungsmittel verwendet, sondern auch berechnet werden. Dieser komplizierte Prozess, welcher meist aufwändiges und hochwertiges Equipment voraussetzt, wird als „Mining“ bezeichnet. Die Teilnehmer des Netzwerks, welche Mining betreiben werden „Miner“ genannt. Bei der Generierung oder Berechnung mathematischer Aufgaben eines neuen Blocks entstehen neue Bitcoins. Ebenso wird die Fertigstellung eines Blocks durch einen Anwender mit einer gewissen Anzahl von Bitcoins belohnt. Aktuell erhält ein Miner 12,5 Bitcoins pro fertiggestellten Block. Das Netzwerk wächst zum aktuellen Zeitpunkt alle 10 Minuten um einen weiteren Block und somit wird der Bestand aller bisherigen Bitcoins alle 10 Minuten um 12,5 Bitcoins erhöht.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung von Bitcoin vor dem Hintergrund der Finanzkrise 2008 und thematisiert die wachsende Herausforderung der steuerlichen Erfassung von Kryptowährungen in Deutschland.
2. Einführung in die Materie: Dieses Kapitel erläutert die technischen Grundlagen von Bitcoin und IOTA sowie die Abgrenzung zwischen unternehmerischem und privatem Bereich für steuerliche Zwecke.
3. Klassifizierung von Kryptowährungen: Es wird untersucht, wie Kryptowährungen rechtlich einzuordnen sind, wobei eine Qualifizierung als E-Geld meist entfällt und sie eher als Finanzinstrumente oder immaterielle Wirtschaftsgüter betrachtet werden.
4. Besteuerung im privaten Bereich: Das Kapitel behandelt die einkommen- und erbschaftsteuerlichen Folgen für Privatpersonen sowie die Notwendigkeit einer lückenlosen Dokumentation der Handelsaktivitäten.
5. Besteuerung im unternehmerischen Bereich: Hier werden die steuerlichen Pflichten für Unternehmen, einschließlich Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer, sowie die Besonderheiten bei der Dokumentation detailliert dargestellt.
6. Umsatzsteuerliche Behandlung: Die umsatzsteuerlichen Konsequenzen von Kryptotransaktionen werden analysiert, wobei zwischen der steuerbefreiten Devisenähnlichkeit und der steuerbaren sonstigen Leistung unterschieden wird.
7. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert, dass die deutsche Gesetzgebung in Bezug auf Kryptowährungen noch Unklarheiten aufweist und fordert eine einheitliche Regulierung sowie Klarheit bei der steuerlichen Behandlung.
Kryptowährungen, Bitcoin, IOTA, Blockchain, Tangle, Einkommensteuer, Gewerbebetrieb, Mining, Erbschaftssteuer, Schenkungssteuer, Handelsaktivitäten, Umsatzsteuer, Steuererklärung, Margin Lending, FiFo-Methode
Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Einordnung und Handhabung von Gewinnen und Verlusten aus dem Handel mit den Kryptowährungen Bitcoin und IOTA in Deutschland.
Zentrale Themen sind die technische Differenzierung der Währungen, die Abgrenzung zwischen privatem und unternehmerischem Vermögen sowie die Anwendung relevanter Steuergesetze wie EStG, KStG und UStG.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kryptowährungen steuerlich zu qualifizieren sind und wie sich daraus resultierende Gewinne oder Verluste in privaten und unternehmerischen Steuererklärungen korrekt erfassen lassen.
Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche Analyse, basierend auf geltenden Gesetzen, finanzgerichtlichen Rechtsprechungen, BMF-Schreiben sowie Fachliteratur und Zeitungsartikeln.
Der Hauptteil behandelt die Klassifizierung von Kryptowährungen, die steuerliche Behandlung im Privat- und Unternehmensbereich, die Dokumentationspflichten sowie umsatzsteuerliche Aspekte.
Wesentliche Begriffe sind Kryptowährungen, Bitcoin, IOTA, Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Mining, private Veräußerungsgeschäfte und Umsatzsteuer.
Da Bitcoin auf der Blockchain basiert und Mining ermöglicht, während IOTA auf dem Tangle basiert und kein Mining zulässt, ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an die steuerliche Erfassung der Zugänge.
Im privaten Bereich ist die Haltedauer entscheidend, da Veräußerungsgewinne nach einer Haltedauer von einem Jahr steuerfrei sein können, sofern die Kryptowährungen nicht für Zinserträge aus Margin Lending genutzt wurden.
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