Bachelorarbeit, 2018
58 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Leerverkäufe an den Finanzmärkten
2.1 Definition des Leerverkaufs
2.2 Die Funktionsweise von Leerverkäufen an den Finanzmärkten
2.3. Die Anwendung von Leerverkäufen an den Finanzmärkten
2.4. Die Hebelwirkung bei Leerverkäufen am Beispiel der Aurelius-Aktie
2.5. Gedeckte und ungedeckte Leerverkäufe
2.5.1 Gedeckte Leerverkäufe
2.5.2 Ungedeckte Leerverkäufe
3 Analyse des Einflusses von Short-Sales und Gerüchten auf den Aktienmarkt, als Grundlage aktivistischer Leerverkäufe
3.1 Kurz- und langfristige Effekte von Short-Sales auf die Börsenmärkte
3.1.1 Vermutete negative Auswirkungen von Short-Sales bei Finanzkrisen
3.1.2 Wirkung von Leerverkäufen auf Aktienkurse
3.1.3 Die Problematik der Nutzung von Short-Sales zur Kursmanipulation
3.1.4 Im Zuge von Leerverkäufen auftretende Verlustrisiken
3.1.5 Der positive Einfluss von Leerverkäufen auf die Markteffizienz
3.1.5.1 Short-Sales und deren Wirkung auf die Liquidität des Marktes
3.1.5.2 Der Effekt von Short-Sales für die bessere Bewertung der Börse
3.2 Wirkung von Gerüchten auf Aktienkurse und das Anlegerverhalten
3.2.1 Die Verbreitung von Börsengerüchten
3.2.1.1 Der Faktor Zufall bei der Streuung von Gerüchten an der Börse
3.2.1.2 Gründe für die absichtliche Verbreitung von Börsengerüchten
3.2.1.3 Die erfolgreiche Verbreitung von Börsengerüchten
3.2.2 Das Dilemma der von Gerüchten betroffenen Händlern an der Börse
3.2.3 Anforderungen für eine hohe Wirksamkeit von Börsengerüchten
3.2.4 Der Einfluss von Gerüchten auf den Aktienkurs und dessen anschließende Entwicklung
3.2.5 Gegen- und Präventionsmaßnahmen in Bezug auf negative Gerüchte
3.2.5.1 Gegenmaßnahmen im Falle falscher negativer Gerüchte
3.2.5.2 Gegenreaktionen auf nicht unmittelbar widerlegbare Gerüche
3.2.5.3 Verringerung der Anfälligkeit für negative Gerüchte
4 Auswahlkriterien der aktivistischen Short-Seller
4.1 Vorstellung von Muddy Waters-, Gotham City- und Zatarra Research
4.1.1 Die drei aktivistischen Leerverkäufer im Kurzportrait
4.1.2 Die Glaubwürdigkeit der drei aktivistischen Short-Seller
4.2 Gründe für die Auswahl von Aurelius, Ströer und Wirecard als Ziel der aktivistischen Leerverkäufer
4.2.1 Hohe Komplexität und mangelnde Transparenz der Geschäftsmodelle
4.2.1.1 Steigende Komplexität aufgrund einer Vielzahl von Zukäufen
4.2.1.2 Bilanzierungsmängel aufgrund wachsender Komplexität
4.2.2 Aktuelle und historische Verfehlungen des Managements
4.2.2.1 Missmanagement als Ursache für die Leerverkaufs-Attacken
4.2.2.2 Frühere Negativ-Schlagzeilen zur Schaffung von Angriffsfläche
4.3 Die detaillierte Bewertung des Aktienkurses, anhand der wichtigsten operativen Kennzahlen, der drei attackierten Unternehmen
4.3.1 Operatives Wachstum und die Entwicklung des Aktienkurses
4.3.2 Die Bewertung von Wirecard anhand der wichtigsten Kennzahlen
4.3.3 Die Bewertung der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co KGaA
4.3.4 Die Bewertung der Ströer SE
5 Ablauf und Wirkung der drei auf falschen Vorwürfen basierenden Short-Attacken auf den Aktienkurs
5.1 Analyse der Durchführung der drei aktivistischen Short-Attacken
5.1.1 Ablauf der aktivistischen Short-Attacken am Beispiel Aurelius
5.1.2 Der Inhalt der ersten aktivistischen Studie am Beispiel Aurelius
5.1.3 Das weitere Vorgehen nach der Verbreitung des ersten Reports
5.2 Die Wirkung der auf falschen Vorwürfen basierenden Short-Angriffen auf den Aktienkurs der drei betroffenen Unternehmen
5.2.1 Reaktion des Aktienkurs von Aurelius auf die Short-Attacken
5.2.2 Reaktion des Aktienkurs von Wirecard auf die Short-Attacken
5.2.3 Reaktion des Aktienkurs von Ströer auf die Short-Attacken
6 Anschließende Kurspflege- und Vertrauensbildungsmaßnahmen und die Analyse der weiteren Entwicklung des Aktienkurses
6.1 Abwehrreaktionen der Unternehmen Ströer, Wirecard und Aurelius
6.1.1 Entkräftung der Gerüchte und Vorbereitung von Abwehrmaßnahmen
6.1.2 Wiederherstellung von verlorenem Vertrauen durch intensive Unternehmenskommunikation
6.1.3 Kurspflegemaßnahmen infolge der aktivistischen Short-Attacken
6.2 Umfassende Analyse der weiteren Kursentwicklung von Aurelius, Wirecard und Ströer, infolge der Entkräftung der falschen Vorwürfe
6.2.1 Die weitere Kursentwicklung der Aurelius-Aktie
6.2.2 Die weitere Kursentwicklung der Wirecard-Aktie
6.2.3 Die weitere Kursentwicklung der Ströer-Aktie
7 Allgemeine Analyse aktivistischer Short-Attacken und deren Folgen, rechtliche Aspekte und Indizien für unwahre Studien
7.1 Allgemeine Daten und Fakten zu aktivistischen Short-Angriffen
7.1.1 Der Einfluss aktivistischer Short-Attacken auf den Börsenwert
7.1.2 Strategien aktivistischer Short-Seller und dabei auftretende Probleme
7.1.3 Die Analyse der Erfolgsquoten aktivistischer Leerverkäufer
7.1.4 Die Entwicklung aktivistischer Short-Attacken und deren Rendite
7.2 Die Bewertung der Auswirkungen von aktivistischen Leerverkäufen
7.2.1 Korrekte aktivistische Short-Attacken als Bereicherung für die Börse
7.2.2 Allgemein vorteilhafte Effekte aktivistischer Short-Angriffe
7.2.3 Allgemein negative Aspekte korrekter aktivistischer Short-Attacken
7.2.4 Unwahre Analysen der Short-Seller als Problem für den Aktienmarkt
7.3 Zu beachtende rechtliche Aspekte bei aktivistischen Leerverkäufen
7.3.1 Die drei rechtlichen Hauptregelungen für aktivistische Leerverkäufer
7.3.2 Weitere in Betracht zu ziehende gesetzliche Vorschriften
7.3.3 Mögliches juristisches Vorgehen der Betroffenen und für auf falschen Vorwürfen basierende Short-Attacken in Betracht zu ziehende Strafen
7.3.4 Absicherungsstrategien der Short-Seller gegen rechtliche Belangbarkeit und die Erfolgsaussichten auf Schadenersatz
7.3.5 Aktueller juristischer Stand in Causa der drei Short-Attacken
7.3.5.1 Untersuchungen und Verfehlungen im Fall Muddy Waters Research
7.3.5.2 Untersuchungen und Verfehlungen im Fall Gotham City Research
7.3.5.3 Untersuchungen und Verfehlungen im Fall Zatarra Research
7.4 Indizien für auf falschen Vorwürfen basierende Short-Attacken
7.4.1 Hinweise im Verhalten der Short-Seller auf eine falsche Short-Attacke
7.4.2 Hinweise in der Firmenreaktion auf eine falsche Short-Attacke
8 Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert aktivistische Short-Attacken auf die deutschen Börsenunternehmen Aurelius, Ströer und Wirecard. Ziel ist es, die Gründe für diese Angriffe zu identifizieren, die Vorgehensweise der Leerverkäufer zu beleuchten und die Auswirkungen dieser – teilweise auf unwahren Behauptungen basierenden – Attacken auf die Aktienkurse sowie die langfristige Kursentwicklung zu untersuchen.
3.1.3 Die Problematik der Nutzung von Short-Sales zur Kursmanipulation
Insgesamt werden die Möglichkeiten und die Häufigkeit von Kursmanipulationen nach unten durch den unreglementierten Einsatz von Leerverkäufen deutlich erhöht. So verdienen Leerverkäufer oftmals einen einstelligen Millionenbetrag, während gleichzeitig eine Marktkapitalisierung in Milliardenhöhe vernichtet werden kann. Das gravierendste Beispiel für eine solche Short-Attacke ist das gescheiterte Bombenattentat auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund, bei dem ein Spieler verletzt wurde. Zuvor hatte der Attentäter in großem Umfang auf sinkende Kurse spekuliert und plante durch den angerichteten Schaden einen Profit von etwa 500000 Euro zu erzielen.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Leerverkäufe und Abgrenzung der Forschungsfrage hinsichtlich der spezifischen Fälle Aurelius, Ströer und Wirecard.
2 Leerverkäufe an den Finanzmärkten: Grundlagen und Definition von Leerverkäufen sowie Erläuterung der technischen Funktionsweise und der damit verbundenen Risiken wie der Hebelwirkung.
3 Analyse des Einflusses von Short-Sales und Gerüchten auf den Aktienmarkt, als Grundlage aktivistischer Leerverkäufe: Theoretische Untersuchung der Markteffekte von Leerverkäufen und der psychologischen Wirkungsweise von Börsengerüchten auf Anleger.
4 Auswahlkriterien der aktivistischen Short-Seller: Vorstellung der agierenden Research-Dienste und Analyse der spezifischen Gründe, warum Aurelius, Ströer und Wirecard als Angriffsziele gewählt wurden.
5 Ablauf und Wirkung der drei auf falschen Vorwürfen basierenden Short-Attacken auf den Aktienkurs: Detaillierte Fallanalyse der durchgeführten Attacken und deren unmittelbarer Einfluss auf die Aktienkurse der drei Unternehmen.
6 Anschließende Kurspflege- und Vertrauensbildungsmaßnahmen und die Analyse der weiteren Entwicklung des Aktienkurses: Untersuchung der Unternehmensreaktionen, ihrer Wirksamkeit und der langfristigen Kursentwicklung nach Entkräftung der Vorwürfe.
7 Allgemeine Analyse aktivistischer Short-Attacken und deren Folgen, rechtliche Aspekte und Indizien für unwahre Studien: Umfassende Datenanalyse zu Short-Angriffen, rechtliche Einordnung der Aktivitäten und Ableitung von Indizien für Manipulationsversuche.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Kernergebnisse, Bestätigung der These zur langfristigen Outperformance nach überstandenen Attacken und Ausblick auf zukünftige Marktentwicklungen.
Leerverkäufe, Short-Attacke, Short-Seller, Aurelius, Ströer, Wirecard, Aktienkurs, Börsengerüchte, Marktmanipulation, Due Diligence, Kursmanipulation, Finanzmärkte, Insiderkäufe, BaFin, Corporate Governance.
Die Arbeit untersucht das Phänomen aktivistischer Short-Attacken auf deutsche Börsenunternehmen, wobei der Fokus auf den Fällen Aurelius, Ströer und Wirecard liegt.
Die zentralen Themen sind die Mechanik von Leerverkäufen, die Rolle von Gerüchten bei der Kursbeeinflussung, die Auswahlkriterien der Angreifer sowie die rechtlichen und strategischen Abwehrmöglichkeiten der betroffenen Firmen.
Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie sich die Aktienkurse der Unternehmen langfristig entwickeln, nachdem sie erfolgreich eine auf falschen Vorwürfen basierende Short-Attacke überstanden haben.
Es wird ein deskriptiv-analytischer Ansatz gewählt, der theoretische Grundlagen mit einer detaillierten Fallanalyse (Case Study) der drei spezifischen Unternehmen kombiniert, gestützt auf Kennzahlenanalysen und Marktbeobachtungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung zu Leerverkäufen, eine Analyse der Motive und Zielauswahl der Short-Seller, eine detaillierte Rekonstruktion des Angriffsverlaufs und eine anschließende Erfolgskontrolle der Unternehmensreaktionen anhand der Aktienkursentwicklung.
Die wichtigsten Begriffe sind Leerverkäufe, Short-Attacke, Marktmanipulation, Due Diligence, Aktienkursanalyse, Unternehmenskommunikation und regulatorische Maßnahmen.
Diese drei Unternehmen wiesen Gemeinsamkeiten in ihrer komplexen Geschäftsstruktur und Intransparenz auf, was sie für aktivistische Short-Seller als attraktive Angriffsfläche prädestinierte.
Die Arbeit zeigt auf, dass der Rechtsrahmen zwar existiert, eine juristische Verfolgung der Short-Seller jedoch aufgrund ihrer internationalen Standorte und der hohen prozessualen Hürden für Aktionäre oft schwierig und wenig aussichtsreich ist.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es für langfristige Investoren rentabel sein kann, nach einer entkräfteten Short-Attacke zu investieren, da die Kurse nach einer initialen Überreaktion häufig eine Outperformance gegenüber dem Markt erzielen.
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