Fachbuch, 2020
69 Seiten
1 Einleitung
2 Familie und Familienrecht im Wandel der Zeit
2.1 Die Entwicklung der Vaterrolle innerhalb der Familie seit Ende des 18. Jahrhunderts
2.2 Die Entwicklung des Familienrechts für den Bereich der Familie
3 Die ,neuen modernenʽ Väter im 21. Jahrhundert
4 Die Vielfältigkeit der Vaterrolle – Typisierungsansätze in der Familienforschung
4.1 Die Rolle des Vaters in der Familie nach Fthenakis/Minsel (2002)
4.2 MannsBilder – Ein Jahrzehnt Männerentwicklung nach Zulehner (2003)
4.3 Vaterschaft aus der Sicht von Vätern – Subjektive Vaterschaftskonzepte nach Matzner (2004)
4.4 Neue Väter – andere Kinder? Vaterschaft, familiale Triade und Sozialisation nach Bambey/Gumbinger (2006)
4.5 Zusammenfassung
5 Hindernisse und Schwierigkeiten für eine engagierte Vaterschaft
5.1 Familieneinkommen
5.2 Mütter
5.3 Arbeitswelt und Erwartungen
5.4 Die Unsicherheit von Vätern
6 Väterarbeit in der Sozialen Arbeit
6.1 Professionalität in der Väterarbeit
6.2 Ansätze von Väterarbeit in der Sozialen Arbeit
7 Väter in der Familienpolitik
8 Fazit und Ausblick
Die Bachelorarbeit untersucht den Wandel der Vaterrolle in der modernen Gesellschaft und analysiert, wie sich das Verständnis von Vaterschaft über die Zeit verändert hat. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation unterschiedlicher Vatertypen und den Herausforderungen, mit denen Väter bei der Umsetzung einer engagierten, aktiven Vaterschaft im Spannungsfeld von Erwerbsarbeit und Familie konfrontiert sind.
Die Rolle des Vaters in der Familie nach Fthenakis/Minsel (2002)
Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderte Studie Die Rolle des Vaters in der Familie hatte als Ziel, die Vaterrolle im Familienentwicklungsprozess sowohl aus der Sicht der Väter als auch aus der Sicht der Partnerinnen und Kinder zu untersuchen (vgl. Fthenakis/Minsel 2002a, S. 34). Diese repräsentative Studie wurde innerhalb von drei Jahren anhand von Befragungen mithilfe eines Fragebogens durchgeführt (vgl. Fthenakis/Minsel 2002b, S. 1). Dabei wurden Männer und Väter in verschiedenen Lebensabschnitten (wie z.B. kinderlos oder werdende Väter) zum Teil mehrfach während der familiären Veränderung (z.B. Befragung vor und nach der Geburt des Kindes) befragt (vgl. ebd.).
Fthenakis und Minsel gingen bei ihrer Studie von der Annahme aus, dass sich die Vorstellung über die Vaterrolle bereits lange vor der Vaterschaft entwickelt hat (vgl. Fthenakis/Minsel 2002a, S. 92ff). Auf dieser individuellen Ebene kam der Einstellung, die Väter zu ihrer Vaterschaft haben, eine wesentlich steuernde Funktion zu (vgl. Werneck/Rollett/ Pucher/Schmitt/Nold 2012, S. 327). „Einstellungen sind wichtige verhaltenssteuernde Dimensionen, die durch Lernprozesse erworben werden und deshalb auch veränderbar sind“ (ebd., S. 328). Jedoch hängt die Möglichkeit einer Änderbarkeit auch von der verfestigten Stärke dieser Einstellung ab (vgl. ebd., S. 328).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Wandels der Vaterrolle ein und beschreibt das Ziel, die Entwicklung hin zum „neuen Vater“ zu untersuchen.
2 Familie und Familienrecht im Wandel der Zeit: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung der Vaterrolle und die begleitenden Veränderungen im Familienrecht seit dem 18. Jahrhundert.
3 Die ,neuen modernenʽ Väter im 21. Jahrhundert: Es werden die gesellschaftlichen Modernisierungsprozesse beleuchtet, die zu neuen Anforderungen und Leitbildern an moderne Väter geführt haben.
4 Die Vielfältigkeit der Vaterrolle – Typisierungsansätze in der Familienforschung: Dieses Kapitel stellt verschiedene wissenschaftliche Studien und Typologien vor, die die Heterogenität heutiger Vaterschaftskonzepte analysieren.
5 Hindernisse und Schwierigkeiten für eine engagierte Vaterschaft: Hier werden Barrieren wie das Familieneinkommen, das Verhalten der Mütter (Gatekeeping) sowie die Erwartungshaltungen der Arbeitswelt thematisiert.
6 Väterarbeit in der Sozialen Arbeit: Dieser Abschnitt erörtert, wie professionelle Väterarbeit als Unterstützungsangebot in der Sozialen Arbeit gestaltet werden kann und welche Ansätze dabei verfolgt werden.
7 Väter in der Familienpolitik: Das Kapitel betrachtet, wie familienpolitische Maßnahmen und Regelungen zur Integration der Väter in die Sorgearbeit beitragen.
8 Fazit und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt und ein Ausblick auf zukünftige Anforderungen an Väterrollen sowie politische und soziale Handlungsfelder gegeben.
Vaterrolle, Vaterschaft, Familienrecht, neue Väter, Familienforschung, Typisierungsansätze, engagierte Vaterschaft, Soziale Arbeit, Familienpolitik, Elternzeit, Erwerbsarbeit, Geschlechterrollen, moderne Familie, Vereinbarkeit, Gatekeeping
Die Arbeit untersucht den gesellschaftlichen und rechtlichen Wandel der Vaterrolle in Deutschland und die damit verbundenen Herausforderungen für Männer, die sich aktiv in die Kindererziehung einbringen wollen.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Vaterbildes, wissenschaftliche Typisierungsansätze für Väter, Barrieren bei der Umsetzung von Gleichberechtigung in der Familie sowie die Bedeutung der Väterarbeit in der Sozialen Arbeit.
Ziel ist es, ein Verständnis für die moderne, engagierte Vaterrolle zu schaffen und aufzuzeigen, warum dieses Idealbild trotz gesellschaftlicher Fortschritte oft schwer in der Realität umzusetzen ist.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die Auswertung bestehender sozialwissenschaftlicher Studien und Forschungsprojekte zum Thema Vaterschaft und Familienforschung.
Der Hauptteil behandelt die Typisierung der Vaterrollen durch bekannte Studien, die Analyse von Hindernissen wie das „mütterliche Gatekeeping“ oder ökonomische Rahmenbedingungen sowie die Praxis der Väterarbeit.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Vaterschaft, neue Vaterrolle, Familienforschung, Engagierte Vaterschaft und Soziale Arbeit charakterisiert.
Unter „Gatekeeping“ versteht man Prozesse, bei denen Mütter durch ihr Verhalten oder ihre Erwartungen die Beteiligung von Vätern an der Familienarbeit erschweren, oft bewusst oder unbewusst, um traditionelle Einflusszonen in der Kindererziehung zu wahren.
Da in vielen Familien der Mann das Haupteinkommen erzielt, entsteht oft eine ökonomische Irrationalität, wenn der Vater seine Arbeitszeit reduziert, was dazu führt, dass traditionelle Rollenmodelle aus finanzieller Vorsorge beibehalten werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

