Bachelorarbeit, 2018
61 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Gegenstandsbereich
2.1 Bildungssysteme
2.2 PISA
2.3 PISA-Ergebnisse 2006
3. Bildungssystem Finnland
3.1 Geschichte
3.2 Finnische Bildungspolitik
3.3 Organisation und Finanzierung
3.4 Übersicht
3.4.1 Elementarbereich
3.4.2 Primarstufe und Sekundarstufe I
3.4.3 Sekundarstufe II
3.5 Unterrichtsaufbau
3.6 Lehrerprofessionalisierung
3.7 Evaluation
3.8 Fazit und Ausblick
4. Bildungssystem Deutschland
4.1 Geschichte
4.2 Deutsche Bildungspolitik
4.3 Organisation und Finanzierung
4.4 Übersicht
4.4.1 Elementarbereich
4.4.2 Primarstufe
4.4.3 Sekundarstufe I
4.4.4 Sekundarstufe II
4.5 Unterrichtsaufbau
4.6 Lehrerprofessionalisierung
4.7 Evaluation
4.8 Fazit und Ausblick
5. Vergleich und Diskussion
6. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die signifikanten Unterschiede zwischen dem finnischen und dem deutschen Bildungssystem im Kontext der PISA-Studien zu analysieren und zu erklären. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, warum Finnland trotz ähnlicher Voraussetzungen wie Deutschland in den internationalen Vergleichsstudien regelmäßig Spitzenplätze belegt, während das deutsche System lange Zeit unter einem Leistungsdefizit litt.
2.1 Bildungssysteme
Diese Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Döbert und Sroka (2004). In dieser untersuchten, systematisierten und verglichen Döbert und Sroka die Bildungssysteme sechs verschiedener Länder, die bei der PISA-Studie im Vergleich zu anderen Staaten überdurchschnittliche Leistungen aufwiesen, nach verschiedenen Kriterien und verglichen diese. Döbert und Sroka sondierten die Gemeinsamkeiten der jeweiligen Bildungssysteme und stellten zehn Hypothesen dazu auf, welche besonderen Merkmale ein erfolgreiches Bildungssystem ausmachen würden. Auf diese Hypothesen soll im Folgenden näher eingegangen werden:
(1) „School systems demonstrating high performance in PISA are characterized by continuous and target-oriented reform and innovation policies [...]” (Döbert, H. & Sroka, W. 2004, S. 151).
In den von Döbert und Sroka untersuchten Bildungssystemen wurden spätestens in den 1990er Jahren, teilweise jedoch auch wesentlich früher, mehrere Reformen zur Hebung der Bildungsqualität veranlasst. Das wesentliche Ziel dieser Reformen war es, die Flexibilität des Bildungssystems zu erhöhen, was erreicht werden sollte, indem man den Schulen ein höheres Maß an Autonomie und Entscheidungsfreiheit einräumte. Eine zunehmende Dezentralisierung der Entscheidungsprozesse muss jedoch mit regelmäßigen Evaluationen des Unterrichts einhergehen, um die Qualität des Bildungssystems weiterhin gewährleisten zu können.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Kontext des „PISA-Schocks” und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Unterschiede zwischen dem finnischen und deutschen System.
2. Gegenstandsbereich: In diesem Kapitel werden theoretische Kriterien für erfolgreiche Bildungssysteme basierend auf der Analyse von Döbert und Sroka vorgestellt und die PISA-Studie 2006 thematisiert.
3. Bildungssystem Finnland: Das Kapitel detailliert die historische Entwicklung, die bildungspolitischen Ziele, die Struktur, den Unterrichtsaufbau sowie die Lehrerprofessionalisierung und Evaluation in Finnland.
4. Bildungssystem Deutschland: Dieses Kapitel analysiert das deutsche Schulsystem, seine historische Genese, die föderalen Strukturen, die Lehrerbildung sowie die Reaktionen auf PISA durch Bildungsstandards und Evaluation.
5. Vergleich und Diskussion: Hier werden die Ergebnisse aus den vorangegangenen Kapiteln gegenübergestellt, wobei strukturelle, pädagogische und politische Gemeinsamkeiten und Differenzen diskutiert werden.
6. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Kernerkenntnisse zusammen und bewertet die künftigen Herausforderungen und Entwicklungen beider Bildungssysteme.
Bildungssystem, PISA, Finnland, Deutschland, Schulreform, Bildungsstandards, Lehrerprofessionalisierung, Chancengleichheit, Evaluation, Gesamtschule, Schulpflicht, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsaufbau, Föderalismus, Bildungsplanung.
Die Arbeit vergleicht die Bildungssysteme von Finnland und Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Ergebnisse aus den PISA-Studien.
Die Themen umfassen die strukturellen Unterschiede der Systeme, bildungspolitische Strategien, die Qualität der Lehrerbildung und die Auswirkungen von Reformen auf die Leistungsfähigkeit der Schüler.
Das Ziel ist es zu erklären, warum Finnland im Vergleich zu Deutschland in den PISA-Studien des Jahres 2006 deutlich erfolgreicher abgeschnitten hat und welche strukturellen Merkmale dafür verantwortlich sind.
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse basierend auf den Modellen von Döbert und Sroka, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bildungssysteme systematisch gegenüberzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse des finnischen und deutschen Bildungssystems, wobei jeweils Geschichte, Politik, Struktur, Lehrerbildung und Evaluation beleuchtet werden.
Wichtige Begriffe sind PISA, Bildungsstandards, Lehrerprofessionalisierung, Chancengleichheit und System-Monitoring.
Der „PISA-Schock” war ein Wendepunkt, der zu einem radikalen Umdenken und zahlreichen Reformen im deutschen Bildungswesen führte, um von einer rein input-gesteuerten zu einer output-orientierten Systemsteuerung zu gelangen.
Finnland gilt in der Arbeit als Idealtypus, da es durch hohe PISA-Leistungen, ein hohes Maß an schulinterner Autonomie und eine erfolgreiche Integration von Heterogenität überzeugt hat.
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