Bachelorarbeit, 2019
78 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Vermögen privater Haushalte und dessen Entwicklung in Europa
2.1 Begriffsbestimmung Vermögen
2.2 Vermögensbildung
2.3 Vermögensklassen
2.3.1 Immobilienvermögen
2.3.2 Versicherungen und Pensionskassen
2.3.3 Finanzvermögen
2.4 Vermögensstruktur
2.5 Vermögensverteilung
2.5.1 Vermögensverteilung in Deutschland
2.5.2 Gini-Koeffizient
2.6 Vermögensentwicklung
2.6.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
2.6.2 Relevanten Vermögensklassen
3 Aktienmarktpartizipation
3.1 Begriffsbestimmung Aktienmarkt
3.2 Marktteilnehmer
3.2.1 Privatinvestoren
3.2.2 Institutionelle Investoren
3.3 Form der Partizipation
3.3.1 Direkte Aktienmarktpartizipation
3.3.2 Indirekte Aktienmarktpartizipation
3.4 Historische Entwicklung der Partizipation
3.5 Aktien- und Kapitalmarktentwicklung
3.6 Volksaktie Telekom
3.7 Vorurteile gegenüber der Aktie
3.7.1 Rendite, Volatilität und Haltedauer
3.7.2 Wirtschaftliche Kenntnisse und Krisen
4 Determinanten der Investitionsentscheidung
4.1 Investitionsziele
4.2 Persönliche Einflussfaktoren
4.2.1 Sinn des Investierens
4.2.2 Risikoaversion
4.2.3 Verlustvermeidung
4.3 Persönliche Situation
4.3.1 Soziodemografische Faktoren
4.3.1.1 Alter
4.3.1.2 Geschlecht
4.3.1.3 Vermögen und Einkommen
4.3.1.4 Bildungsstand
4.3.1.5 Kognitive Fähigkeiten
4.3.2 Informationsbeschaffung
4.3.3 Bewusstsein und Vertrauen der Aktienmärkte
4.4 Hindernisse und Hürden der Aktienmarktpartizipation
4.5 Handlungsempfehlungen
4.5.1 Politische Maßnahmen
4.5.2 Schweden-Modell
4.5.3 Dänemark-Modell
5 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Gründe für die geringe Aktienmarktpartizipation privater Haushalte in Deutschland zu identifizieren und zu analysieren. Dabei wird untersucht, welche sozioökonomischen Faktoren sowie individuellen Risiko- und Renditeeinstellungen die Bürger von einer stärkeren Investition in Aktien abhalten.
3.6 Volksaktie Telekom
Im folgenden Abschnitt wird anhand des Beispiels der Entwicklung der Telekom Aktie gezeigt, wie einzelne Aktienentwicklungen stellvertretend die gesamte Aktienmarktpartizipation beeinflussen können. Denn ein bis heute andauernder Grund für die mangelnde Investitionsbereitschaft ist möglicherweise die damals stark umworbene Telekom Aktie und deren späterer Wertverfall. Im Jahre 1996 war die Deutsche Telekom Aktie für Investoren die „Einstiegsdroge“ zur Börsensucht. So verbinden einige Anleger viele negative Emotionen und Erfahrungen mit der einstigen Volksaktie.
Die Anleger blicken nach wie vor auf den Börsengang am 18.11.1996 zurück. Jede Bank, die eine Zuteilung aus der Emission erhalten hatte, versuchte, die vorab herrschende Euphorie zu unterstützen, um ihre Kunden zu einer Zeichnung der Aktie zu bewegen. Ziel der Bank war es, die Telekom Aktie in großen Stückzahlen an Privatpersonen zu verkaufen. Eines der bekanntesten Werbe-Gesichter der damaligen Zeit war unter anderem Manfred Krug. Dieser wurde als prominente Werbefigur von der Telekom verpflichtet. Er war Schauspieler, aber auch Werbeperson für zahlreiche Firmen wie Jacobs-Kaffee, Aquavit und Waschmittel bekannt geworden. Krugs Botschaft: „Das ist der Helle Wahnsinn, was die Telekom alles drauf hat.“
Aber nicht nur Herr Krug, sondern auch einer der bekanntesten Investoren und Spekulanten André Kostolany beteiligte sich beim Börsengang und sagte damals in die Fernsehkameras: „Natürlich habe ich T-Aktien gezeichnet. Gleich in drei Ländern sogar.“
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der geringen Aktienmarktpartizipation in Deutschland ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach den Determinanten für dieses Investitionsverhalten.
2 Vermögen privater Haushalte und dessen Entwicklung in Europa: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe der Vermögensbildung und -struktur definiert sowie die aktuelle Vermögenssituation und -verteilung in Deutschland im europäischen Vergleich beleuchtet.
3 Aktienmarktpartizipation: Dieser Teil befasst sich mit den Grundlagen des Aktienmarktes, den Marktteilnehmern sowie den Formen der Partizipation und analysiert historische Entwicklungen sowie bestehende Vorurteile gegenüber der Aktie.
4 Determinanten der Investitionsentscheidung: Hier werden die Einflussfaktoren auf Investitionsentscheidungen untersucht, wobei sowohl persönliche Anlageziele und Situationen als auch Hindernisse sowie mögliche Handlungsempfehlungen für die Politik thematisiert werden.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen hinsichtlich der Partizipationsraten privater Haushalte.
Aktienmarktpartizipation, Privathaushalte, Vermögensbildung, Risikoeinstellung, Finanzvermögen, Anlageverhalten, Altersvorsorge, Rendite, Volatilität, Verlustvermeidung, Kapitalmarkt, Börsengang, Anlagestrategien, Finanzwissen, MiFID II
Die Arbeit untersucht das Phänomen, warum private Haushalte in Deutschland trotz nachgewiesener Chancen am Kapitalmarkt nur in geringem Maße in Aktien investieren.
Zentrale Themen sind die Vermögensstruktur deutscher Haushalte, die historische Entwicklung der Aktienkultur, psychologische Faktoren wie Risikoaversion sowie die regulatorischen Hürden.
Ziel ist es, das „Rätsel“ der geringen Partizipation zu lösen, indem die Barrieren identifiziert und Lösungsansätze für eine erhöhte Aktienbeteiligung aufgezeigt werden.
Der Autor nutzt eine fundierte Literaturrecherche sowie die Analyse statistischer Daten aus Datenbanken der Zentral- und Bundesbank sowie des Statistischen Bundesamtes.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Vermögenssituation, eine detaillierte Betrachtung des Aktienmarktes und die Untersuchung spezifischer Determinanten der Investitionsentscheidung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Aktienmarktpartizipation, Risikoeinstellung, Altersvorsorge, Vermögensstruktur und Finanzwissen beschreiben.
Die Telekom-Aktie dient als Fallbeispiel für eine „Einstiegsdroge“, deren späterer Wertverfall das Vertrauen vieler deutscher Anleger in Aktien nachhaltig beschädigt hat.
Der Autor schlägt politische Maßnahmen vor, wie sie beispielsweise in Schweden oder Dänemark praktiziert werden, um durch aktienbasierte Vorsorgemodelle das Vertrauen und die Renditechancen der Privatanleger zu erhöhen.
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