Fachbuch, 2020
72 Seiten
1 Einleitung
2 Mobbing an Schulen
2.1 Kennzeichen von Mobbing
2.2 Mobbingrollen im Gruppenprozess
2.3 Folgen von Mobbinghandlungen
2.4 Verbreitung von Mobbing an Schulen
3 Entstehungskontexte von Mobbing
3.1 Schule als Organisation und Lebenswelt
3.2 Familie zwischen Beziehung und Erzeihung
3.3 Identitätsentwicklung und Anerkennung in den Peers
4 Schulsozialarbeit
4.1 Rahmenbedingungen der Schulsozialarbeit
4.2 Zielgruppe und Aufgaben
5 Mediation an Schulen
5.1 Was ist Mediation?
5.2 Voraussetzungen für eine gelingende Mediation
5.3 Phasen der Mediation
5.4 Möglichkeiten und Grenzen von Schulmediation
6 Peer-Mediation an Schulen
6.1 Merkmale der Peer-Mediation
6.2 Voraussetzungen der Peer-Mediation
6.3 Möglichkeiten und Grenzen von Peer-Mediation
7 Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen von Mediation und Peer-Mediation als Präventions- und Interventionsmethoden bei Mobbing unter Schülerinnen und Schülern im schulischen Kontext. Dabei wird analysiert, wie schulsozialarbeiterische Ansätze zur Konfliktlösung beitragen können.
5.1 Was ist Mediation?
Mediation ist ein lösungsorientiertes und freiwilliges Vermittlungsverfahren zur friedvollen Konfliktregelung, welches durch eine dritte unparteiische Person geleitet wird. Der*die Mediator*in ist darin speziell geschult, wobei entscheidende Punkte zur Professionalisierung der Mediation auf das amerikanische Havardkonzept zurückzuführen sind (vgl. Kolodej 2016, S.157). Sie lässt sich als einen Prozess des Mitteilens, des Erkennens, der Bearbeitung und schließlich der Lösungsfindung beschreiben. Eine Steigerung der Sozialkompetenz, gegenseitigem Respekt, einem friedlichen Miteinander und langfristig funktionierenden Vereinbarungen sind positive Auswirkungen auf die Beteiligten. Schulmediation ist ein strafloses Verfahren, bei dem beide Seiten Anteile am Konflikt tragen, aber keine Schuld haben (vgl. Herzog 2007, S.18- 19).
Als Hauptziel verfolgt die Mediation eine Übereinkunft zwischen den beteiligten Personen für die Zukunft zu erarbeiten, welche alle Parteien akzeptieren und die Lösung gegeben falls vervollständigen. Ein weiteres Ziel ist das Bewusstmachen der Folgen der von den Beteiligten formulierten Vereinbarungen und das Einhalten dieser Absprachen. Drittens wird der Abbau beziehungsweise die Minderung der durch den Konflikt aufgetretenen Ängste, sowie negativer Nebeneffekte beschrieben (vgl. Wolkewitz 2000, S.15).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Mobbing an Schulen ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit sowie den Aufbau der einzelnen Kapitel.
2 Mobbing an Schulen: Dieses Kapitel definiert Mobbing, erläutert die verschiedenen Rollen im Gruppenprozess, die Folgen für die Beteiligten und gibt einen Überblick über die Verbreitung an Schulen.
3 Entstehungskontexte von Mobbing: Der Abschnitt analysiert soziologische Ursachen von Mobbing unter Einbeziehung der Lebenswelten Schule, Familie und Peergroup.
4 Schulsozialarbeit: Hier werden die Rahmenbedingungen, Aufgaben und Zielgruppen der Schulsozialarbeit als Unterstützungssystem für Kinder und Jugendliche beschrieben.
5 Mediation an Schulen: Dieses Kapitel widmet sich dem Verfahren der Mediation, dessen Voraussetzungen, Phasen sowie den Chancen und Grenzen bei Mobbingfällen.
6 Peer-Mediation an Schulen: Es wird die spezifische Form der Schülermediation vorgestellt, deren Merkmale, Voraussetzungen sowie die Möglichkeiten und Grenzen dieser Methode.
7 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die Rolle von Mediation als Präventions- und Interventionsinstrument.
Mobbing, Schulsozialarbeit, Mediation, Peer-Mediation, Konfliktlösung, Gewaltprävention, Gruppendynamik, Schülerinnen und Schüler, Schule, Erziehung, Soziale Kompetenz, Gewalt, Adoleszenz, Konflikt, Interventionsmethode
Die Arbeit befasst sich mit Mobbing an Schulen und untersucht, inwieweit Mediation und Peer-Mediation als Verfahren der Schulsozialarbeit zur Konfliktlösung beitragen können.
Zentrale Felder sind die Phänomenologie von Mobbing, die Entstehungskontexte in Familie und Schule, die Aufgaben der Schulsozialarbeit sowie die Ausgestaltung von Mediationsverfahren.
Die Arbeit fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen, die Mediation bei Mobbing unter Schülerinnen und Schülern bietet.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert, um den aktuellen Stand zu Mobbing und Mediation im schulischen Kontext abzubilden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Mobbingmerkmalen, die soziologische Betrachtung der Entstehungsursachen, die Rolle der Schulsozialarbeit sowie die detaillierte Darstellung von klassischer Mediation und Peer-Mediation.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mobbing, Schulsozialarbeit, Mediation, Gewaltprävention und Konfliktlösung charakterisiert.
Mediation ist laut Arbeit nicht bei schweren Regelverstößen wie Erpressung, Diebstahl oder schwerer Körperverletzung geeignet, da hier ein Eingreifen der Schulleitung zwingend erforderlich ist.
Peers fungieren als neutrale Mediatoren, die aufgrund ihrer gemeinsamen Lebensphase oft einen besseren Zugang zu den Beteiligten finden und eine vorurteilsfreie Kommunikation ermöglichen.
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