Bachelorarbeit, 2019
45 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Männliche Lehrkräfte an Grundschulen aus empirischer Perspektive
2.1 Methodisches Vorgehen
2.2 Statistische Analyse der Geschlechterstrukturen nach Schulformen
2.2.1 Verteilung der Geschlechter im Ländervergleich
2.2.2 Männliche Lehrkräfte in Deutschland nach Schulform
2.3 Bestandsaufnahme empirischer Studien
2.3.1 Persönlichkeitsmerkmale männlicher Grundschullehrkräfte im Vergleich
2.3.2 Berufsvererbung – Eine Studienübersicht im Vergleich
2.3.3 Milieuzugehörigkeit - Einfluss auf den Lehrerberuf
3. Modelle zur Gewinnung männlicher Lehrkräfte
3.1 Hamburg: „Männer und Grundschule – Erhöhung des Anteils männlicher Studierender (…)“
3.2 Bremen: „Rent a teacherman“
3.3 Niedersachsen: „Männer und Grundschullehramt“
3.4 Begründungsmuster der Initiativen
3.4.1 Begründung Initiative Hamburg: „Männer und Grundschule“
3.4.2 Begründung Initiative Bremen: „Rent a teacherman“
3.4.3 Begründung Initiative Niedersachen: „Männer und Grundschule“
3.5 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Inhalts- und Begründungsmuster
4. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erstellung einer Bestandsaufnahme zum Mangel an männlichen Lehrkräften an Grundschulen unter Analyse empirischer Studien sowie der Evaluation spezifischer staatlicher Förderinitiativen.
2.3.1 Persönlichkeitsmerkmale männlicher Grundschullehrkräfte im Vergleich
Die von Martin Rothland et al. (2014) durchgeführte explorative Studie „‵Mit männlicher Wucht′“ in das ‵weibliche Biotop ′“ versucht Männer, die das Grundschullehramt anstreben vergleichend mit Frauen zu charakterisieren. Dies soll der Frage Aufschluss bringen,
ob Männer, die Grundschullehrer werden wollen, sich aufgrund ihres Geschlechts in ihren ausbildungs- und berufsrelevanten Persönlichkeitseigenschaften, motivationalen sowie kognitiven Ausgangslagen von den angehenden Grundschullehrerinnen unterscheiden, wie es die Begründungen für die Forderung von mehr Männern für das Grundschullehramt suggerieren (Rothland et al., 2014, S. 141).
Diese Studie geht davon aus, dass männliche Studierende des Grundschullehramts besondere charakterliche Merkmale aufweisen, die sie sowohl von ihren weiblichen Kommilitoninnen als auch von anderen männlichen Mitstreitern anderer Lehrämter unterscheiden und diese in ihrer Berufswahl motivational bestärken. Klischeehaft anmutende Männlichkeitskonstruktionen werden kritisch hinterfragt. Jenseits der vielfach geführten Debatten über Geschlechterstereotype, wird empirisch der Frage nachgegangen, ob gerade solche Männer Grundschullehrer werden sollten, die sich in vielerlei Hinsicht von angehenden Grundschullehrerinnen unterscheiden (vgl.Rothland et al., 2014, S. 143). Rothland (2014) konstatiert weiter, dass das Bild eines idealtypischen Mannes vorherrscht, der jede schwierige Situation meistert und dabei männlich-markant und souverän wirkt. So sollen die Jungen ihn als Vorbild akzeptieren. Es wird deutlich, dass von männlichen Grundschullehrkräften erwartet wird, eine Form der „idealen Männlichkeit“ zu verkörpern (ebd.).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Mangels an männlichen Grundschullehrkräften ein und skizziert das methodische Vorgehen sowie die Relevanz der Untersuchung.
2. Männliche Lehrkräfte an Grundschulen aus empirischer Perspektive: Dieses Kapitel liefert eine fundierte statistische Bestandsaufnahme und analysiert empirische Studien zu Persönlichkeit und Berufswahlmotiven.
3. Modelle zur Gewinnung männlicher Lehrkräfte: Hier werden beispielhaft Initiativen aus Hamburg, Bremen und Niedersachsen vorgestellt und ihre theoretischen sowie praktischen Begründungsmuster verglichen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass keine monokausale Begründung für den Männermangel existiert, sondern ein komplexes Gefüge aus soziokulturellen Faktoren vorliegt.
Grundschule, Männermangel, Lehrkräfte, Berufswahl, Berufsvererbung, Geschlechterverteilung, Lehramt, Rollenvorbilder, empirische Forschung, Förderung, männliche Lehrkräfte, Bildungssoziologie, Studienkompass, Rent a teacherman, Persönlichkeitsmerkmale
Die Arbeit befasst sich mit dem quantitativen Mangel an männlichen Lehrkräften an deutschen Grundschulen und untersucht die Hintergründe sowie politische Gegenmaßnahmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der statistischen Geschlechterverteilung an Schulen, psychologischen Aspekten der Berufswahl und der Evaluation spezifischer Förderprojekte für männliche Studierende.
Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme, um zu ergründen, warum der Anteil männlicher Lehrkräfte an Grundschulen so gering ist und welche Strategien zur Minderung dieses Mangels existieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und einer anschließenden Bestandsaufnahme und Sekundäranalyse vorhandener empirischer Studien und statistischer Daten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Situationsanalyse, eine Untersuchung persönlicher und soziologischer Einflussfaktoren auf die Berufswahl sowie eine vergleichende Analyse von Initiativen zur Gewinnung männlicher Lehrkräfte.
Wichtige Begriffe sind Männermangel, Berufsvererbung, Persönlichkeitsfaktoren (Big Five), Milieuzugehörigkeit und gezielte Förderinitiativen für Männer im Grundschullehramt.
Im Gegensatz zu den eher informativen Ansätzen aus Hamburg und Niedersachsen zeichnet sich das Bremer Modell durch einen starken Praxisbezug aus, bei dem Studierende direkt in Grundschulen als männliche Ansprechpartner eingesetzt werden.
Die Arbeit stellt fest, dass familiäre Prägungen, insbesondere durch Geschwister und Partner im Lehrerberuf, zwar eine Einflussgröße darstellen, jedoch keine hinreichende Erklärung für den generellen Mangel männlicher Grundschullehrkräfte liefern können.
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