Bachelorarbeit, 2019
51 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlage
2.1 Neoliberalismus als akteurszentrierte Theorie der Internationalen Politischen Ökonomie
2.2.1 Begriffsklärung
2.1.2 Ursprünge und Kernelemente des Neoliberalismus
2.1.3 Zusammenfassung
2.2 Klärung des Akteursbegriffs
2.3 (Neo)Gramscianismus
3. Wirtschafts- und polithistorischer Abriss Südamerikas und des Washington Consensus
4. Wirtschaftliche Wende in den Industriestaaten
5. Charakter der Policy
5.1.1 IMF:
5.1.2 World Bank:
5.1.3 US-amerikanische Akteure
5.1.4 Pariser und Londoner Club
5.1.5 Zusammenfassung:
5.2 Zusammenfassung der Agenda des Washington Consensus und abschließende Beurteilung:
6. Realisierung und Auswirkung der Policy in Peru
7. Fazit
Die Arbeit untersucht den Charakter der Reformagenda des Washington Consensus, analysiert die Rolle der beteiligten Akteure bei deren Durchsetzung und prüft die Auswirkungen dieser neoliberalen Policy anhand einer Fallstudie zu Peru.
1. Einleitung
„I labeled this reform agenda the ‘Washington Consensus’, never dreaming that I was coining a term that would become a war cry in ideological debates for more than a decade” (Williamson 2003: 1)”
30 Jahre sind mittlerweile vergangen, nachdem der Washington Consensus Anfang der 1980er Jahre in Südamerika angelaufen war– zur „Blüte“ gelangte er allerdings erst in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts. Somit handelt es sich beim Washington Consensus um einen Prozess, der mit der Zeit immer mehr ausgearbeitet und verfeinert wurde. Der US-Wirtschaftswissenschaftler John Williamson fasste nach einer Konferenz diejenigen Reformvorschläge in einem 10-Punkte-Plan zusammen, von denen er dachte, dass sie einen Konsens der vorherrschenden Akteure - des International Monetary Fund (IMF), der World Bank, des US Treasury Departments und einigen nordamerikanischen Denkfabriken - darstellen sollten (Williamson 2003: 1). Der Clou an der Sache war, dass die Gelder aus den Krediten nur bewilligt werden würden, wenn die Länder Südamerikas sich diesen Reformvorschlägen beugten (vgl. Kellermann 2006: 94f).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Washington Consensus, Darlegung der Forschungsfragen und Hypothesen sowie Vorstellung des methodischen Analyserahmens.
2. Theoretische Grundlage: Erläuterung des Neoliberalismus als akteurszentrierte Theorie, Klärung des Akteursbegriffs und Vorstellung des neogramscianischen Hegemoniekonzepts.
3. Wirtschafts- und polithistorischer Abriss Südamerikas und des Washington Consensus: Historische Nachzeichnung des ökonomischen Weges Südamerikas bis hin zur Schuldenkrise der 1980er Jahre.
4. Wirtschaftliche Wende in den Industriestaaten: Analyse der Abkehr vom Keynesianismus in den westlichen Industriestaaten und der Etablierung neoliberaler Politikmuster.
5. Charakter der Policy: Detaillierte Untersuchung der beteiligten Akteure, ihrer Interessen und der spezifischen Agenda des Washington Consensus sowie deren Beurteilung.
6. Realisierung und Auswirkung der Policy in Peru: Fallstudie zur Implementierung der Reformen unter dem Regime Fujimoris und deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.
7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Überprüfung der aufgestellten Hypothesen sowie Ausblick auf weiterführende Forschungsthemen.
Washington Consensus, Neoliberalismus, Internationale Politische Ökonomie, IMF, World Bank, Südamerika, Peru, Strukturanpassungsprogramme, Hegemonie, Schuldenkrise, Chicago School, Marktliberalisierung, Entwicklungspolitik, Globalisierung, Kapitalismus
Die Arbeit analysiert den Washington Consensus als neoliberales Reforminstrument in Südamerika und untersucht dessen theoretische Herkunft sowie praktische Implementierung.
Zentrale Themen sind die Rolle internationaler Finanzorganisationen, die Verbreitung neoliberaler Ideologien und die politischen Folgen von Strukturanpassungsprogrammen.
Das Ziel ist es, den Charakter der Policy zu bestimmen und durch eine Fallstudie zu Peru aufzuzeigen, wie Reformen hegemonial durchgesetzt wurden.
Es wird ein politikwissenschaftlicher Analyserahmen der Internationalen Politischen Ökonomie genutzt, ergänzt durch das neogramscianische Hegemoniekonzept.
Der Hauptteil befasst sich mit der Historie des Neoliberalismus, den Akteuren des Washington Consensus und einer detaillierten Untersuchung der Auswirkungen in Peru.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Washington Consensus, Neoliberalismus, IMF, Weltbank, Strukturanpassung, Hegemonie und Peru.
Peru dient als exemplarisches Beispiel für die drastische Implementierung der Reformen unter autoritären Bedingungen und zur Verdeutlichung der sozialen Auswirkungen.
US-amerikanische Akteure, insbesondere die Regierung und die Finanzwelt, übten einen entscheidenden Einfluss auf die Architektur und Durchsetzung der Agenda aus.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

