Masterarbeit, 2015
110 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Gang der Untersuchung
2. Bilanzielle Behandlung von Profifußballspielern
2.1. Abgrenzung des Bilanzierungssubjekts
2.2. Die Bilanzierung von Profifußballspielern als immaterieller Vermögensgegenstand
2.2.1. Historische Entwicklung
2.2.2. Bilanzansatz von Spielerwerten dem Grunde nach
2.2.3. Bilanzansatz von Spielerwerten der Höhe nach
2.2.4. Praxisbeispiel: Bilanzierung von Spielerwerten im Jahresabschluss der FC Bayern München AG
3. Bewertungsanlässe im Lizenzfußball
4. Überblick über die Bewertungsverfahren hinsichtlich einer monetären Spielerbewertung im Profifußball
4.1. Grundlegende Ausführungen
4.2. Kapitalwertorientierte Verfahren
4.3. Kostenorientierte Verfahren
4.4. Marktpreisorientierte Verfahren
5. Kritische Würdigung des Prozesses einer individuellen marktpreisorientierten finanziellen Spielerbewertung
5.1. Identifikation einer repräsentativen Grundgesamtheit
5.2. Entwicklung eines Scoring-Modells für Spielertransfers
5.3. Operationalisierung der Leistungskriterien im Scoring-Modell
5.3.1. Spielstärke
5.3.2. Spielposition
5.3.3. Einsatzzeit
5.3.4. Länderspiele
5.3.5. Alter
5.4. Anpassung der historischen Transferpreise an die Marktentwicklungen bis zum Bewertungsstichtag
5.5. Ableitung der Marktwertkurve
5.6. Anwendung des Scoring-Modells auf den zu bewertenden Spieler
5.7. Kritische Würdigung des vorgestellten Scoring-Modells
6. Schlussbetrachtung
Ziel der Arbeit ist es, die bestehenden Verfahren zur monetären Bewertung von Profifußballspielern kritisch zu würdigen und eine methodische Vorgehensweise zur Ermittlung eines objektivierten Marktwerts zu entwickeln, um die Unsicherheiten für Abschlussadressaten und Interessenten zu minimieren.
2.2.1. Historische Entwicklung
Erste einheitliche Regelungen im Profifußball stammen aus dem häufig auch als Mutterland des Fußballs bezeichneten England und gehen auf die Gründung der Football Association (FA) im Jahre 1863 zurück. Entsprechend hat der Spielertransfer im Berufsfußball eine über 150-jährige Geschichte. Da im deutschen Bundesligafußballgeschäft bis zum Anfang der 1970er Jahre kein verbindlicher rechtlicher Rahmen zur Bilanzierung von Spielervermögen – weder in Form von Verwaltungsanweisungen noch von Gerichtsentscheidungen – existierte, differierten die Bilanzierungspraktiken für die Profifußballspieler in den Bundesligavereinen erheblich. Weitgehend wurden die Transferentschädigungen als gewinnmindernder Aufwand erfasst. Mitunter wurden die Ablösezahlungen im Umlaufvermögen bilanziert oder es wurden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, wobei die Bilanzierung als Rechnungsabgrenzungsposten sicherlich unzutreffend ist, denn die Ablöse soll nur die Freigabe des Spielers durch eine zeitpunktbezogene Zahlung ermöglichen und nicht über die Vertragslaufzeit wirken.
Im Jahre 1974 wurde erstmals im Rahmen einer Verwaltungsanweisung des Finanzministeriums Nordrhein-Westfalen zur Frage der bilanziellen Behandlung von Transferzahlungen Stellung genommen und gleichzeitig Rechtssicherheit geschaffen. Der Rechtsauffassung des Finanzministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen folgend wurde die Transferentschädigung als Gegenleistung für den Erwerb des Rechts, einen Spieler einzusetzen, angesehen. Infolgedessen wurde die Transferentschädigung faktisch zum Kaufpreis und im Einkommensteuerrecht als Anschaffungskosten für ein abnutzbares immaterielles Wirtschaftsgut des Anlagevermögens qualifiziert. Zur Ermittlung der Abschreibung nach § 7 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ist grundsätzlich die Laufzeit des Vertrags maßgeblich.
1. Einleitung: Erläutert die wachsende wirtschaftliche Bedeutung des Profifußballs und begründet die Notwendigkeit einer objektivierten Bewertung von Spielervermögen.
2. Bilanzielle Behandlung von Profifußballspielern: Untersucht die bilanzielle Erfassung von Spielern als immaterielle Vermögensgegenstände nach HGB und IFRS sowie die historische Entwicklung dieser Praxis.
3. Bewertungsanlässe im Lizenzfußball: Differenziert zwischen profifußball-unspezifischen und -spezifischen Bewertungsanlässen, etwa im Rahmen von Lizenzierungsverfahren oder Finanzierungsfragen.
4. Überblick über die Bewertungsverfahren hinsichtlich einer monetären Spielerbewertung im Profifußball: Analysiert kapitalwert-, kosten- und marktpreisorientierte Verfahren und bewertet deren Eignung für die Spielerbewertung.
5. Kritische Würdigung des Prozesses einer individuellen marktpreisorientierten finanziellen Spielerbewertung: Detaillierte Darstellung des Scoring-Modells inklusive Operationalisierung der Kriterien, Marktwertkurven und Anwendung am Fallbeispiel Bastian Schweinsteiger.
6. Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert konzeptionelle Schwächen und gibt einen Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen der Bewertungsmethodik.
Profifußball, Spielervermögen, Spielerbewertung, Scoring-Modell, Transferentschädigung, Marktwert, Bilanzierung, Immaterielle Vermögensgegenstände, Marktwertkurve, Humankapital, IFRS, HGB, Transfermarkt, Spielstärke, Leistungsbewertung.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse und der Entwicklung von Verfahren zur monetären Bewertung von Profifußballspielern im Rahmen der bilanziellen und wirtschaftlichen Anforderungen.
Zentral sind die bilanzielle Behandlung von Spielern, die Eignung verschiedener Bewertungsansätze sowie die praktische Anwendung eines Scoring-Modells zur Bestimmung von Marktwerten.
Das Ziel ist es, bestehende Verfahren zur Spielerbewertung kritisch zu würdigen und eine möglichst objektivierte Vorgehensweise zur Bestimmung von Spielerwerten in der Praxis zu gewährleisten.
Es wird eine marktpreisorientierte Analogiemethode in Form eines Scoring-Modells entwickelt, die auf historischen Transferdaten basiert und durch eine Regressionsanalyse zur Erstellung von Marktwertkurven ergänzt wird.
Der Hauptteil umfasst die rechtlichen Grundlagen der Bilanzierung, einen Überblick über Bewertungsverfahren und die detaillierte Konstruktion sowie Anwendung des Scoring-Modells zur Ermittlung des Marktwerts von Profifußballern.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Profifußball, Spielerbewertung, Spielervermögen, Marktwert und Scoring-Modell geprägt.
Die Spielstärke wird primär durch die vom kicker-Sportmagazin vergebenen Jahresdurchschnittsnoten der letzten zwei Spielzeiten operationalisiert, ergänzt durch positionsspezifische Kriterien.
Das Modell ist abhängig von der Qualität und Quantität der Vergleichstransaktionen, lässt schwer messbare Faktoren wie psychische Verfassung außer Acht und erfordert subjektive Annahmen bei der Gewichtung der Kriterien.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

