Diplomarbeit, 2001
101 Seiten, Note: 2.0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Strukturierung
2 Bestandteile der elektronischen Beschaffung
2.1 Grundlagen elektronischer Beschaffung
2.1.1 Schwachstellen klassischer Beschaffungsprozesse
2.1.2 ERP-Systeme im eBusiness
2.1.3 Supply Chain Management
2.1.4 Elektronische Beschaffungsunterstützung durch EDI
2.1.5 Charakteristika des eBusiness
2.2 Die ABC-Analyse zur Materialklassifizierung in Beschaffungsprozessen
2.2.1 Bedeutung der ABC-Analyse
2.2.2 Probleme der Beschaffung von C-Artikeln
2.2.3 Die Entstehung von Prozesskosten durch C-Artikelbeschaffung
2.2.4 A- und B-Artikelbeschaffung
2.3 Anwendungen von eProcurement
2.3.1 Überblick über die technische Varianten des eProcurement
2.3.2 ePurchasing: Prozessorientierte Werkzeuge
2.3.2.1 Desktop-Purchasing-Systeme
2.3.2.1.1 Funktionsweise von Desktop-Purchasing-Systemen
2.3.2.1.2 Procurement Based Lösungen
2.3.2.1.3 ERP basierte Lösungen
2.3.2.1.4 Kataloganbieter
2.3.2.1.5 Einkaufs- und Beschaffungsdienstleister
2.3.2.1.6 Sell Side Lösungen
2.3.2.2 Supply-Chain-Integration Software
2.3.2.3 Purchasing Cards
2.3.3 ePurchasing: Marktorientierte Werkzeuge
2.3.3.1 Echtzeitausschreibungen (Reverse-Auctions)
2.3.3.2 Auktionen und Börsen
2.3.3.3 Online Konsortien
2.3.4 Möglichkeiten des eSourcing
2.3.5 Funktion von B2B Marktplätzen
3 Chancen und Risiken von eProcurement
3.1 Betrachtungsweise
3.2 Kostenperspektive
3.2.1 Prozesskostenbetrachtung
3.2.2 Preisreduktionsbetrachtung
3.2.3 Bestandskostenbetrachtung
3.2.4 Einsparungspotentiale durch eProcurement
3.2.5 Kosteneinsparungen als Faktor der Investitionsentscheidung
3.3 Organisationsperspektive
3.3.1 Ablauf- und Aufbauorganisation
3.3.1.1 Änderung von Geschäftsprozessen
3.3.1.2 Freisetzen von Kapazitätsressourcen
3.3.1.3 Veränderung der Lagerhaltung
3.3.1.4 Änderung des Informationsflusses
3.3.1.5 Umstellung auf Direktbestellungen
3.3.2 Implementierungsvoraussetzungen
3.3.2.1 Arbeit des Projektteams
3.3.2.2 Unternehmensausrichtung
3.4 Perspektive des Lieferantenmanagements
3.4.1 Veränderung der Lieferantenbeziehungen
3.4.2 Aspekte der Lieferantenintegration
3.4.3 Markttransparenz in der Beschaffung
3.5 Perspektive der System- und Technologieauswahl
3.5.1 Möglichkeiten der Katalogdatenverwaltung
3.5.2 Standardisierungsaspekte
3.5.2.1 Katalogstandard
3.5.2.2 Materialklassifikation
3.5.2.3 EDV-Schnittstellen
3.5.3 Auswahl einer eProcurement Lösung
3.6 Sicherheitsperspektive
3.6.1 Rechtliche Unsicherheiten
3.6.1.1 Vertragsrecht
3.6.1.2 Kartellrecht
3.6.2 Vertraulichkeits- und Sicherheitsmängel
3.7 Chancen-Risiko-Analyse
4 CaContent: Fallstudie zur elektronischen C-Artikel-Beschaffung
4.1 Informationen zu CaContent
4.1.1 Unternehmensbeschreibung
4.1.2 Geschäftstätigkeit des eProcurement Anbieters
4.1.3 Lieferantenbeispiel
4.1.4 Kundenbeispiel
4.2 Chancen und Risiken für beschaffende Unternehmen
5 Resümee und Ausblick
Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse und Bewertung der Chancen und Risiken von eProcurement-Lösungen, insbesondere für Industrieunternehmen. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen für Unternehmen zu identifizieren und die verschiedenen technischen sowie organisatorischen Herausforderungen bei der Implementierung aufzuzeigen.
2.2.3 Die Entstehung von Prozesskosten durch C-Artikelbeschaffung
Wesentlicher Ansatzpunkt der Kritik an der bisherigen Beschaffung von C-Artikeln ist ein Verweis auf die zu durchlaufenden Beschaffungsprozesse und den resultierenden Kosten. Aus mehreren Untersuchungen geht hervor, dass die Prozesskosten von Bestellungen aus dem C-Artikelbereich in einem krassen Missverhältnis zu dem Materialwert der gehandelten Güter stehen. So kostet ein Beschaffungsvorgang 150 DM bis 800 DM, unabhängig davon, ob es sich um ein teures Ersatzteil oder einen Bleistift handelt. Die Unternehmensberatung KPMG errechnete in ihrer Studie zum Beschaffungsprozess einen Durchschnittswert von 176 DM pro Bestellvorgang. Die Kosten der Einzelaktivitäten lagen bei 9,74 DM für die Bedarfsermittlung und Bedarfserfassung und bei 39,79 DM für die Rechnungsprüfung und Rechnungsbuchung. Möhrstädt und Konhäuser gehen in ihren neueren Untersuchungen von durchschnittlich ca. 270 DM pro Bestellung aus.
Ausgangspunkt für diese enormen Kosten sind die zu durchlaufenden Geschäftsprozesse bei der Beschaffung. Die Einzelbestellung eines C-Artikels, wie z.B. eines Schreibblockes, kann in großen Unternehmen nicht selten Tage oder Wochen dauern. Grund dafür sind eine Vielzahl von Prozessschritten. Diese reichen von der Bedarfsaufgabe über die Auslieferung durch den innerbetrieblichen Transport mit anschließender Rechnungsprüfung und -buchung bis hin zur Zahlungsabwicklung. Kontroll- und Genehmigungsinstanzen verlangsamen durch Liege-, Bearbeitungs- und Transportzeiten den Beschaffungsprozess erheblich. Die Kennzahlen zeigen eine durchschnittliche Arbeitszeit von 150 Minuten für einen Bestellvorgang. Dieser große Zeitaufwand trägt maßgeblich zu den hohen Prozesskosten bei.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des elektronischen Einkaufs ein und definiert das Ziel sowie die methodische Struktur der vorliegenden Arbeit.
2 Bestandteile der elektronischen Beschaffung: Dieses Kapitel erläutert klassische Beschaffungskonzepte und bietet einen systematischen Überblick über verschiedene technische eProcurement-Varianten.
3 Chancen und Risiken von eProcurement: Im Hauptteil werden Chancen und Risiken der digitalen Beschaffung aus verschiedenen Perspektiven wie Kosten, Organisation, Lieferantenmanagement und Technologie beleuchtet.
4 CaContent: Fallstudie zur elektronischen C-Artikel-Beschaffung: Anhand einer Fallstudie wird verdeutlicht, wie Unternehmen die C-Artikelbeschaffung elektronisch unterstützen können und welche Ergebnisse dabei erzielt werden.
5 Resümee und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der elektronischen Beschaffung.
eProcurement, eBusiness, C-Artikel, Prozesskosten, Beschaffungsprozess, Lieferantenmanagement, SCM, Supply Chain Management, B2B Marktplätze, EDI, Kostenoptimierung, Materialklassifikation, BMEcat, Investitionsentscheidung.
Die Arbeit untersucht, wie Industrieunternehmen durch den Einsatz von eProcurement-Lösungen ihre Beschaffungsprozesse optimieren können und welche Chancen und Risiken dies mit sich bringt.
Die Arbeit deckt die Grundlagen elektronischer Beschaffung, die Kosten- und Organisationsperspektive, Lieferantenbeziehungen sowie System- und Sicherheitsaspekte ab.
Das Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, verschiedene eProcurement-Werkzeuge zu differenzieren und den spezifischen Nutzen für die eigene Organisation durch eine fundierte Chancen-Risiko-Analyse zu erkennen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer Prozesskostenbetrachtung und einer Fallstudie, um die Auswirkungen von eProcurement-Systemen auf die Praxis zu validieren.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Kostenperspektive, die organisatorischen Auswirkungen, das Lieferantenmanagement sowie die Anforderungen an die Systemauswahl.
Wichtige Begriffe sind eProcurement, Prozesskostenoptimierung, C-Artikel-Beschaffung, Supply Chain Management und B2B-Marktplätze.
CaContent positioniert sich als Full-Service-Dienstleister, der nicht nur Kataloge bereitstellt, sondern auch als Intermediär und Einkaufsdienstleister auftritt, um Prozesse für Kunden zu vereinfachen.
C-Artikel verursachen aufgrund ihrer hohen Bestellfrequenz bei geringem Einzelwert unverhältnismäßig hohe Prozesskosten, die den eigentlichen Materialwert oft übersteigen, weshalb hier das größte Optimierungspotenzial liegt.
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