Bachelorarbeit, 2016
47 Seiten, Note: 1,7
2. Einleitung
3. Straftaten gegen das Leben
3.1 Der Torschlag gemäß §212 StGB
3.2 Der Mord gemäß §211 StGB
3.2.1 Mordmerkmale der Ersten Gruppe
3.2.2 Mordmerkmale der Zweiten Gruppe
3.2.3 Mordmerkmale der Dritten Gruppe
4. Die Kriminologie – Eine Wissenschaft der Kriminalität
4.1 Die Kriminalpsychologie – Eine Teilwissenschaft
4.2 Die Täterprofil-Forschung
4.3 „Profiling“ – Die Operative Fallanalyse
5. Persönlichkeitsstörungen
5.1 Die dissoziale Persönlichkeitsstörung
5.2 Die narzisstische Persönlichkeitsstörung
5.3 Die emotional instabile Persönlichkeitsstörung
5.4 Die paranoide Persönlichkeitsstörung
5.5 Die schizoide Persönlichkeitsstörung
5.6 Die histrionische Persönlichkeitsstörung
6. Die Täter – Vom Menschen zum Monster
6.1 Die Ursachen – Warum morden Menschen?
6.2 Serientäter – Wenn das Morden zur Routine wird
6.2.1 Das Serienmörder-Prinzip
6.2.2 Hannibal Lecter – Die fiktive Figur
6.2.3 Ted Bundy – Das reale Paradebeispiel
7. Kann jeder Mensch zum Mörder werden?
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen spezifischen Persönlichkeitsfaktoren und der Begehung von Tötungsdelikten, um zu klären, ob bei Mördern grundsätzlich eine instabile Psyche oder pathologische Störungen vorliegen.
6.2.1 Das Serienmörder-Prinzip
Der Kriminalhauptkommissar Stephan Harbort (geboren 1964) hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, dem Phänomen Serienmord auf den Grund zu gehen. Um einen genauen Einblick in die Persönlichkeit, die Beweggründe und den sozialen Hintergrund der Täter zu erlangen, führte er mehr als fünfzig Interviews mit verurteilten Mehrfachmördern, die sich ihrer Vergangenheit stellen wollten.
Er wertete die Antworten aus und entwickelte daran ein Konzept, in dem er die Persönlichkeitsentwicklung eines Serienmörders in sieben Phasen darstellt, das „Serienmörder-Prinzip“.
Harbort benennt Phase 1 als „Genese“. In diesem Abschnitt wird der spätere Täter mit einem Schlüsselerlebnis, meist in seiner Kindes- oder Jugendzeit, konfrontiert, dass für ihn entweder als emotional belebend oder seelisch belastend empfunden wird. Er entwickelt ein normabweichendes Gefühls und Gemütsleben, begünstigt durch erzieherisches Fehlverhalten. Die Persönlichkeitsstörung beginnt sich zu entwickeln.
Phase 2 wird als „Identifikation“ benannt. Der Täter beginnt seine abnormen Bedürfnisse und Vorstellungen zu akzeptieren und zu idealisieren. Er hat mit seiner Vorstellungswelt einen Rückzugsort gefunden, den er nutzen kann, um seine gesellschaftlich aberkannten Bedürfnisse auszuleben.
2. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Persönlichkeit ein und beleuchtet den rechtlichen Rahmen sowie das staatliche Interesse am Schutz des menschlichen Lebens.
3. Straftaten gegen das Leben: Hier werden die gesetzlichen Tatbestände des Totschlags und des Mordes gemäß StGB definiert und deren Abgrenzung sowie die Mordmerkmale erläutert.
4. Die Kriminologie – Eine Wissenschaft der Kriminalität: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Kriminologie als Wissenschaft und stellt Ansätze der Täterprofil-Forschung und das „Profiling“ vor.
5. Persönlichkeitsstörungen: Hier werden pathologische Störungen der Persönlichkeit analysiert, die häufig mit kriminellem Verhalten in Zusammenhang stehen.
6. Die Täter – Vom Menschen zum Monster: Dieses Kapitel befasst sich mit den Hintergründen der Täterwerdung, der Psychologie von Serientätern sowie prominenten Fallbeispielen.
7. Kann jeder Mensch zum Mörder werden?: Die Arbeit diskutiert hier kritisch die Frage nach dem Potenzial jedes Menschen zum Bösen anhand psychologischer Experimente.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Persönlichkeitsstörungen bei Tötungsdelikten eine zentrale Rolle spielen.
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Die Arbeit untersucht die psychologischen Voraussetzungen und Persönlichkeitsfaktoren, die Menschen dazu bewegen können, Straftaten gegen das Leben zu begehen.
Die zentralen Themen umfassen die strafrechtliche Einordnung von Tötungsdelikten, die kriminologische Profilerstellung und die psychologische Analyse verschiedener Persönlichkeitsstörungen bei Straftätern.
Das primäre Ziel ist es, den Fragen auf den Grund zu gehen, ob es tatsächlich Persönlichkeitsfaktoren gibt, die mit Tötungsdelikten im Zusammenhang stehen.
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse bestehender kriminologischer und psychologischer Studien sowie die Einordnung durch strafrechtliche Normen und Fallbeispiele.
Der Hauptteil behandelt die rechtliche Abgrenzung von Mord und Totschlag, die Historie der Tätertypologie, die verschiedenen Formen von Persönlichkeitsstörungen und die Phasenentwicklung bei Serienmördern.
Wichtige Schlüsselwörter sind unter anderem Mord, Totschlag, Persönlichkeitsstörungen, Kriminologie, Profiling und Serienmörder.
Das Konzept dient als theoretisches Modell, um die sieben Phasen der Persönlichkeitsentwicklung eines Serienmörders vom initialen Schlüsselerlebnis bis zur Serialität zu erklären.
Experimente wie das Stanford-Gefängnis-Experiment von Zimbardo und das Milgram-Experiment dienen dazu, die These zu stützen, dass jeder Mensch unter bestimmten Umständen (wie Machtausübung und Gehorsam) zu grausamem Verhalten fähig sein kann.
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