Magisterarbeit, 2005
95 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit analysiert die Repräsentation der bürgerlichen Familie im deutschen Drama des 18. und 19. Jahrhunderts und beleuchtet die Interaktion von Vater, Mutter, Tochter und Liebhaber. Ziel ist es, die Geschlechterrollen, Autoritätsstrukturen, Wertkomplexe und das individuelle Familienbewusstsein in den ausgewählten Werken von Lessing, Schiller und Hebbel zu untersuchen. Die Arbeit stellt die These auf, dass die Familie im bürgerlichen Trauerspiel nicht als ideales Modell menschlichen Zusammenlebens, sondern als Abbild des repressiven Staatssystems dargestellt wird.
Die Arbeit beginnt mit einer Einordnung der bürgerlichen Familie in den historischen Kontext des 18. und 19. Jahrhunderts und beleuchtet die Entstehung der emotionalisierten Kleinfamilie. Im zweiten Kapitel wird die Gattung des bürgerlichen Trauerspiels definiert und vom heroischen Drama abgegrenzt. Die folgenden Kapitel analysieren jeweils ein Trauerspiel:
Das letzte Kapitel vergleicht die Ergebnisse der Einzelanalysen und untersucht Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Familienstrukturen der ausgewählten Werke.
Die Arbeit befasst sich mit zentralen Themen wie der bürgerlichen Familie, dem bürgerlichen Trauerspiel, der Vater-Tochter-Beziehung, Geschlechterrollen, Autoritätsstrukturen, Familienkonvention und individueller Autonomie. Sie beleuchtet die Repräsentation dieser Themen in den Werken von Lessing, Schiller und Hebbel und stellt die These auf, dass die Familie in diesen Werken als ein repressives System dargestellt wird, das die Selbstbestimmung des Einzelnen behindert.
Es stellt nicht mehr Könige, sondern Bürgerliche in den Mittelpunkt. Zentrale Themen sind familiäre Konflikte, Moral und der Gegensatz zwischen bürgerlicher Tugend und adliger Willkür.
Dies beschreibt die enge und oft problematische Beziehung zwischen Vater und Tochter in Dramen wie „Emilia Galotti“ oder „Kabale und Liebe“, die oft im Zentrum der tragischen Katastrophe steht.
Mütter sind in diesen Werken oft abwesend, verstorben oder spielen eine untergeordnete Rolle, was die autoritäre Stellung des Vaters innerhalb der Familie betont.
Die Familie spiegelt oft die autoritären Strukturen des Staates wider. Die Forderung nach absoluter Tugend und Gehorsam behindert die individuelle Autonomie der Kinder, besonders der Töchter.
Analysiert werden „Miss Sara Sampson“ und „Emilia Galotti“ von Lessing, „Kabale und Liebe“ von Schiller sowie „Maria Magdalene“ von Friedrich Hebbel.
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