Bachelorarbeit, 2019
65 Seiten, Note: 1,3
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der rechtlichen Behandlung des digitalen Nachlasses. Ziel ist es, die Herausforderungen und Möglichkeiten im Spannungsfeld zwischen Erbrecht und Datenschutz aufzuzeigen.
Die Arbeit untersucht zunächst den Begriff des digitalen Nachlasses und definiert den Fokus der Arbeit. Anschließend wird die erbrechtliche Behandlung des digitalen Nachlasses analysiert, wobei die Herausforderungen der Vererbung digitaler Vermögenswerte im Kontext der Universalsukzession des § 1922 Abs. 1 BGB beleuchtet werden.
Das Kapitel über datenschutzrechtliche Grenzen beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Telekommunikationsgesetzes und der Datenschutz-Grundverordnung auf die Erbfolge. Die Arbeit analysiert die verschiedenen datenschutzrechtlichen Regelungen und prüft, wie sich diese auf die Vererbung digitaler Inhalte auswirken.
Im Kapitel über AGB-rechtliche Regelungen werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Vererblichkeit von Accounts, Downloads und digitalen Inhalten im Kontext der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) untersucht.
Die Arbeit betrachtet auch die Gestaltungsmöglichkeiten des Erblassers, um die Übertragung seines digitalen Nachlasses zu regeln. Dabei werden sowohl vertragliche Vereinbarungen als auch letztwillige Verfügungen sowie die Möglichkeiten der digitalen Vermögensaufstellung inklusive Zugangsdaten analysiert.
Die Arbeit befasst sich mit wichtigen Themen wie digitaler Nachlass, Erbrecht, Datenschutz, Telekommunikationsgesetz, Datenschutz-Grundverordnung, AGB-Recht, Vererbung digitaler Inhalte, Gestaltungsmöglichkeiten des Erblassers.
Dazu gehören E-Mail-Accounts, Profile in sozialen Netzwerken, Cloud-Daten, Kryptowährungen sowie Verträge mit Online-Diensten (z.B. eBay, Streaming-Dienste).
Ja, laut der Grundsatzentscheidung des BGH unterliegt der digitale Nachlass der Universalsukzession (§ 1922 BGB), womit Erben grundsätzlich Zugang zum Account erhalten.
Das Fernmeldegeheimnis (§ 88 TKG) und die DSGVO können dem Zugriff entgegenstehen, wenn personenbezogene Daten Dritter (der Kommunikationspartner) betroffen sind.
Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit solcher Klauseln nach § 307 BGB und kommt zu dem Schluss, dass ein pauschaler Ausschluss oft unwirksam ist.
Empfohlen werden letztwillige Verfügungen, eine digitale Vermögensaufstellung inklusive Zugangsdaten sowie vertragliche Vereinbarungen mit Vertrauenspersonen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

