Masterarbeit, 2019
122 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Personalentwicklung
2.1 Definition der Personalentwicklung
2.2 Aufgabe und Ziele der Personalentwicklung
2.3 Instrumente der Personalentwicklung
2.4 Personalentwicklung heute
3 Einflüsse auf die Personalentwicklung der Zukunft
3.1 Der digitale Wandel
3.1.1 Willkommen in der VUKA-Welt
3.1.2. Flexibilisierung
3.1.3 Vernetzung & Kollaboration
3.1.4 Neue und sich verändernde Tätigkeiten und Aufgaben
3.1.5 Zusammenfassung
3.2 Kompetenz statt Vorratswissen
3.2.1 Kompetenz - das zukünftige Lernziel
3.2.2 Kompetenz lernen
3.2.3 Kompetenzen der Zukunft
3.2.4 Zusammenfassung
3.3 Lernen und Lerntheorien
3.3.1 Fremdgesteuertes, selbstgesteuertes und selbstorganisiertes Lernen
3.3.2 Die Lerntheorien
3.3.2.1 Konstruktivismus
3.3.2.2 Konnektivismus
3.3.3 Zusammenfassung
3.4 Neue Lernformen
3.4.1 Informelles Lernen
3.4.2 Digitales Lernen
3.4.3 Lernen in sozialen Netzwerken / Netzwerken lernen
3.4.4 Zusammenfassung
4 Personalentwicklung der Zukunft
4.1 Zukünftige Aufgabe und Rolle der Personalentwicklung
4.2 Anforderungen an ein Instrument der Personalentwicklung der Zukunft
5 Working Out Loud - Ein Instrument für Personalentwicklung der Zukunft?
5.1 Die Untersuchungshypothese
5.2 Der Untersuchungsgegenstand Working Out Loud
5.2.1 Die Grundidee von Working Out Loud
5.2.2 Der Aufbau und Ablauf von Working Out Loud
5.3 Konzeption der Hypothesenprüfung
5.3.1 Methodenwahl
5.3.2 Konstruktion des Fragebogens
5.3.2.1 Allgemeine Gestaltung
5.3.2.2 Wahl der Fragetypen und Skalierung
5.3.2.3 Inhaltliche Gestaltung
5.4 Durchführung der Befragung
5.4.1 Pretest
5.3.3.2 Grundgesamtheit und Stichprobenauswahl
5.5 Befragungsergebnisse und Hypothesenprüfung
5.5.1 Anzahl und Rücklaufquote
5.5.2 Merkmale der Befragungsteilnehmer
5.5.2.1 Demografische Merkmale
5.5.2.2 Beruflicher Hintergrund
5.5.2.3 Häufigkeit der Teilnahme an Working Out Loud
5.5.3 Hypothesenprüfung
5.5.3.1 Ermöglicht Working Out Loud im Sinne der konstruktivistischen Lerntheorie selbstorganisiertes bzw. selbstgesteuertes Lernen?
5.5.3.2 Bietet Working Out Loud im Sinne des Konnektivismus dem Lerner die Möglichkeiten selbst organisiert ein bedarfsgerechtes Wissens- und Lernnetzwerk zu schaffen, das ihn einerseits mit relevantem Wissen und Informationen versorgt und in dem er andererseits auch selbst sein Wissen teilt?
5.5.3.3 Unterstützt bzw. ermöglicht Working Out Loud als Vorrausetzung für einen erfolgreichen Lernprozess in einem sozialen (Lern-)Netzwerk eine (hierarchie)freie, informellen und selbstbestimmten Kommunikation, den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zwischen den Mitgliedern, einen offenen und unterstützender Austausch, eine Kultur der Offenheit für alternative Lösungsansätze und „Querdenken“, gemeinsame Lernziele bzw. eine konsequente gemeinsame Arbeit an den Lösungen der Problemstellungen der Teilnehmer sowie eine regelmäßige gemeinsame Reflektion?
5.5.3.4 Unterstützt Working Out Loud die Kompetenzentwicklung der Mitarbeitenden, in dem erstens der Lerner ein reales individuelles Lernziel bzw. eine Frage/Problemstellung einbringen kann, und zweitens die Kommunikation und Diskussion in einem Lernnetzwerk zum systematischen Austausch von Erfahrungswissen und Lösungsansätzen ermöglicht wird?
5.5.3.5 Ermöglicht Working Out Loud die Entwicklung der herausgearbeiteten Kompetenzen für die Zukunft, allen voran die digitalen Kompetenzen sowie die Kompetenzen für Vernetzung und (virtuelle) Kollaboration sowie die Selbstorganisationsfähigkeit?
5.5.3.6 Verknüpft Working Out Loud die verschiedenen Lernformen sinnvoll miteinander und berücksichtigt dabei selbstgesteuertes informelles sowie digitales Lernen und das Lernen in Netzwerken?
5.6 Zusammenfassung der Hypothesenprüfung
6 Einsatzmöglichkeiten von Working Out Loud im Bereich der Personalentwicklung
7 Aufgabe und Rolle der Personalentwicklung beim Einsatz von Working Out Loud
8 Working Out Loud als Unterstützer der digitalen Transformation von Unternehmen
9 Abschließende Zusammenfassung und Ausblick
9.1.Zusammenfassung und Fazit
9.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob die netzwerkbasierte Methode „Working Out Loud“ (WOL) als zukunftsfähiges Instrument der Personalentwicklung fungieren kann, um Mitarbeitende in einer VUKA-Welt bei der Kompetenzentwicklung zu unterstützen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob WOL die theoretisch hergeleiteten Anforderungen an moderne Lerninstrumente erfüllt.
3.1.1 Willkommen in der VUKA-Welt
Laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) kommt es allgemein zu einer zunehmenden Flexibilisierung, Vernetzung und Digitalisierung in der Arbeitswelt (vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales 2015: 35). Auch die Arbeits- und Produktionsprozesse werden anspruchsvoller, vernetzter und komplexer (vgl. Ittermann, Niehaus, Hirsch-Kreinsen 2015: 46). Damit verbunden steigert sich die Komplexität der wirtschaftlichen Systeme und Prozesse und auch die Umgebungskomplexität täglich (vgl. Gräßler 2015: 636). Gleichzeitig steigt auch die Unsicherheit, da die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung rapide zunimmt (vgl. Kuhlmann, Sauter 2008: 2). „Die Rahmenbedingungen verändern sich in Richtung einer VUKA-Welt“ (Werther, Bruckner 2018: 16). Der Begriff VUKA, der vom US-Militär geprägt wurde, beschreibt die zunehmend vorherrschenden Rahmenbedingungen für Unternehmen und Mitarbeitende durch die folgenden Begriffe und Ausprägungen (vgl. Graf, Gramß, Edelkraut 2017: 16):
V-Volatilität oder Flüchtigkeit: keine Beständigkeit mehr. Geschwindigkeit, Umfang und Dynamik von Veränderungen werden größer und die Schwankungsbreite steigt.
U-Unsicherheit: Vorhersehbarkeit und Vorhersagbarkeit von Themen und Ereignissen werden geringer. Neues entsteht aus dem Nichts und kausale Zusammenhänge werden unklarer. Konsequenzen von Handlungen können kaum vorhergesagt werden.
K-Komplexität: Komplexe Problemsituationen. Die Anzahl von Handlungsmöglichkeiten steigt, allerdings nehmen auch widersprüchliche Interessen und Dilemmata zu.
A-Ambiguität und Mehrdeutigkeit: Widersprüchlichkeit, die eine Ambivalenz hervorruft. Die Welt wird "unscharf", d.h. Rahmenbedingungen, Voraussetzungen etc. werden schwerer greifbar und Informationen sind auf mehrere Wege interpretierbar.
Laut Werther/Bruckner lässt sich daraus vor allem ableiten, dass Unternehmen und Mitarbeitende sich „auf zunehmende Herausforderungen einstellen müssen, die selten planbar und antizipierbar sind und die somit die Anforderungen an zukünftige Arbeitswelten ganz neu ordnen" (Werther, Bruckner 2018: 16).
1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft durch Digitalisierung und VUKA-Welt sowie die daraus resultierende Notwendigkeit, Personalentwicklungsinstrumente anzupassen.
2 Personalentwicklung: Dieses Kapitel definiert Personalentwicklung, deren Aufgaben und Ziele sowie klassische Instrumente, und verdeutlicht die Notwendigkeit einer Neuausrichtung in Richtung Kompetenzentwicklung.
3 Einflüsse auf die Personalentwicklung der Zukunft: Es werden die zentralen Umwelteinflüsse (VUKA, digitaler Wandel) sowie aktuelle Lerntheorien und Lernformen analysiert, um Anforderungen an moderne Instrumente abzuleiten.
4 Personalentwicklung der Zukunft: Hier wird die zukünftige Rolle der Personalentwicklung als strategischer Partner und Lern-Ermöglicher definiert und ein Anforderungsprofil für neue Instrumente erstellt.
5 Working Out Loud - Ein Instrument für Personalentwicklung der Zukunft?: Dieser Hauptteil prüft die Methode Working Out Loud anhand der zuvor definierten Anforderungen durch eine fundierte theoretische Analyse und eine empirische Teilnehmerbefragung.
6 Einsatzmöglichkeiten von Working Out Loud im Bereich der Personalentwicklung: Es werden konkrete Anwendungsgebiete für WOL innerhalb der Personalentwicklung, etwa im Onboarding oder bei der Teamentwicklung, aufgezeigt.
7 Aufgabe und Rolle der Personalentwicklung beim Einsatz von Working Out Loud: Dieses Kapitel beleuchtet, wie die Personalentwicklung als Lern-Ermöglicher und Berater die Implementierung und den langfristigen Erfolg von WOL begleiten kann.
8 Working Out Loud als Unterstützer der digitalen Transformation von Unternehmen: Das Kapitel erläutert, wie WOL durch die Förderung von Vernetzung und neuem Mindset die digitale Transformation von Organisationen unterstützen kann.
9 Abschließende Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Bedeutung der Methode.
Personalentwicklung, Working Out Loud, VUKA, Kompetenzentwicklung, Digitalisierung, Vernetzung, Informelles Lernen, Selbstorganisiertes Lernen, Digitale Transformation, Wissensmanagement, Lernkultur, Kollaboration, Methoden der Personalentwicklung, Netzwerkorientierung, Agilität
Die Arbeit untersucht, ob und wie die netzwerkbasierte Methode „Working Out Loud“ (WOL) als Instrument der Personalentwicklung genutzt werden kann, um Mitarbeitende auf die Anforderungen der digitalen Arbeitswelt vorzubereiten.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen des digitalen Wandels und der VUKA-Welt auf die Arbeitswelt, moderne Konzepte der Kompetenzentwicklung sowie die Bedeutung von informellem Lernen und Vernetzung.
Das primäre Ziel ist es, Anforderungen an moderne Personalentwicklungsinstrumente zu definieren und empirisch zu prüfen, ob die Methode WOL diese Anforderungen erfüllt und somit für die Personalentwicklung der Zukunft geeignet ist.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse zu Einflüssen auf die Personalentwicklung und Lerntheorien mit einer standardisierten Online-Befragung von Teilnehmenden bisheriger Working Out Loud Circles.
Der Hauptteil analysiert, ob WOL Anforderungen wie selbstgesteuertes Lernen, den Aufbau von Wissensnetzwerken, die Förderung digitaler Kompetenzen und eine offene Lernkultur unterstützt, gestützt durch sowohl allgemeine Informationen als auch konkrete Umfrageergebnisse.
Wichtige Schlagworte sind Personalentwicklung, Working Out Loud, Kompetenzentwicklung, VUKA-Welt, digitale Transformation, informelles Lernen, Vernetzung und Wissensmanagement.
WOL fördert aktiv die Vernetzung, das Teilen von Wissen und eine Haltung, die offen für Veränderungen ist – Fähigkeiten, die entscheidend sind, um das Mindset, Skillset und Toolset für eine digitale Arbeitswelt erfolgreich anzupassen.
Die Personalentwicklung agiert hier als Lern-Ermöglicher und Berater, der Infrastruktur bereitstellt, über Möglichkeiten informiert und einen geschützten Rahmen für den netzwerkbasierten Austausch schafft, ohne dabei den Prozess durch top-down Vorgaben zu ersticken.
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