Bachelorarbeit, 2018
62 Seiten, Note: 2,0
1. Prolog
2. Einleitung
3. Technische Details zu Drohnen
4. Anti-Terror-Krieg
5. Drohnenkrieg
5.1 Argumente für und wider den Drohnenkrieg; Bedenken und Kritik
6. John Rawls’ Eine Theorie der Gerechtigkeit
6.1 Der rawlssche Gerechtigkeitsbegriff
6.2 Der Urzustand - Gerechtigkeit als Fairness
7. Moral-philosophische Bewertung & Rawls’ Gerechtigkeitstheorie als Analogie - Lassen sich Drohnenopfer rechtfertigen?
7.1 Der Vorrang der Freiheit
7.2 Die Gleichheit der Menschen
7.3 Urzustand und Gesetzlichkeit auf internationaler Ebene
7.4 Die utilitaristische Perspektive
8. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die moral-philosophische Rechtfertigbarkeit des US-amerikanischen Drohnenkrieges im Kontext des globalen Krieges gegen den Terrorismus, wobei insbesondere die Gerechtigkeitstheorie von John Rawls als zentraler Analyserahmen herangezogen wird.
5.1 Argumente für und wider den Drohnenkrieg; Bedenken und Kritik
Umfragen in den USA haben wiederholt festgestellt, dass die überwältigende Mehrheit der Amerikaner den Drohnenkrieg ihrer Regierung unterstützt (vgl. Pew Research Center, 2012). Nichtsdestotrotz sind die Stimmen derer, die den militärischen Einsatz von Drohnen kritisieren und anprangern, besonders laut und vehement. Es sollen in diesem Kapitel daher die Argumentationslinien der Befürworter und der Gegner des Drohnenkrieges einander gegenübergestellt werden.
Die Vorteile und Argumente für einen militärischen Einsatz von Drohnen sind verschiedenster Natur.
So wird zunächst von Befürwortern hervorgehoben, dass aus militärischer Sicht Drohnen ein höchst effektives, präzises, reaktionsschnelles und dadurch leistungsfähiges Mittel der Kriegsführung darstellen: “Bewaffnete Drohnen, die die Fähigkeit zu Präzisionsschlägen mit genauster Aufklärung vereinen, ermöglichen eine erhebliche Kräftemultiplikation und steigern die Effektivität der eingesetzten Mittel in erheblichem Maß” (Schörnig 2012, S. 42). Diese Steigerung der Effektivität und Leistung ergibt sich unter anderem daraus, dass ein UAV sehr viel länger und darüberhinaus unauffälliger in der Luft sein kann als ein herkömmliches Kriegsflugzeug. Dadurch ist eine durchgängige Beobachtung und Überwachung eines bestimmten Gebietes möglich (vgl. Schwing 2007, S. 12).
Der humanistische Aspekt dieses Arguments konstatiert darüberhinaus, dass genau aufgrund dieser hohen Präzision in Aufklärung und Kampfführung die Anzahl ziviler Opfer auf der Gegenseite minimiert werden könne. Es gebe Anzeichen, “[...] dass das Ausmaß der Kollateralschäden in dem Maße zurückgegangen ist, wie an die Stelle von Jagdbombern, die mit den alten Eisenbomben angegriffen haben, Kampfdrohnen getreten sind, die überaus zielgenaue Raketen verschießen” (Münkler 2013, S. 11). Auch ergibt sich aus der technischen Leistungsfähigkeit moderner UAVs ein strategischer Vorteil, in dem Sinne, das ein Ziel mehr oder weniger im selben Moment, in dem es lokalisiert wird, auch unter Beschuss genommen werden kann, sich die sogenannte 'sensor-to-shooter-gap' also auf ein kleinstmögliches Minimum verringert (vgl. Schörnig 2012, S. 40).
1. Prolog: Eine fiktive Fallstudie veranschaulicht den Ablauf und die tödlichen Konsequenzen eines Drohnenangriffs.
2. Einleitung: Einführung in die Thematik des globalen Krieges gegen den Terrorismus und die zentrale Fragestellung nach der moralischen Rechtfertigung von Drohneneinsätzen.
3. Technische Details zu Drohnen: Definition und Kategorisierung militärischer unbemannter Flugsysteme (UAVs) sowie deren technologische Einsatzmöglichkeiten.
4. Anti-Terror-Krieg: Historischer Überblick über den globalen Krieg gegen den Terrorismus seit dem 11. September 2001 und die strategische Neuausrichtung der USA.
5. Drohnenkrieg: Analyse der Drohnennutzung als eigenständige Methode der Kriegsführung und die Debatte um ihre Vor- und Nachteile.
6. John Rawls’ Eine Theorie der Gerechtigkeit: Darlegung der rawlsschen Gerechtigkeitstheorie, insbesondere der Konzepte Gerechtigkeit als Fairness und Urzustand.
7. Moral-philosophische Bewertung & Rawls’ Gerechtigkeitstheorie als Analogie - Lassen sich Drohnenopfer rechtfertigen?: Systematische Anwendung der Gerechtigkeitstheorie auf den Drohnenkrieg unter Einbeziehung des Völkerrechts und des Utilitarismus.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die weitere Entwicklung der Drohnentechnologie.
Drohnenkrieg, John Rawls, Gerechtigkeit als Fairness, Krieg gegen den Terrorismus, Moralphilosophie, UAV, Kollateralschaden, Völkerrecht, Utilitarismus, Signature Strikes, Zielgerichtete Tötung, Menschenrechte, Sicherheitspolitik, Autonome Waffensysteme, Ethik.
Die Arbeit untersucht die moralische Legitimität des tödlichen Einsatzes US-amerikanischer Drohnen im Rahmen des globalen Krieges gegen den Terrorismus.
Die zentralen Themen umfassen die technologischen Aspekte von Drohnen, die Strategie der Anti-Terror-Kriegsführung der USA, ethische Bedenken und die theoretische Fundierung durch John Rawls’ Gerechtigkeitstheorie.
Die zentrale Fragestellung lautet, ob sich der tödliche Einsatz US-amerikanischer Drohnen aus einer moral-philosophischen Perspektive rechtfertigen lässt.
Der Autor nutzt die Gerechtigkeitstheorie von John Rawls als normativen Bewertungsrahmen und Analogie, um die Praxis der Drohnenkriegsführung zu beurteilen, ergänzt durch einen utilitaristischen Vergleich.
Der Hauptteil analysiert die Praxis des Drohnenkrieges, stellt Pro- und Contra-Argumente gegenüber, erläutert die rawlssche Gerechtigkeitstheorie und wendet diese kritisch auf die amerikanische Militärpraxis an.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Drohnenkrieg, Gerechtigkeit als Fairness, Utilitarismus, Kollateralschaden und Menschenrechte.
Während bei einem 'Personality Strike' ein namentlich bekanntes Individuum gezielt attackiert wird, erfolgt ein 'Signature Strike' basierend auf Verhaltensmustern oder Metadaten, ohne dass die Identität des Ziels namentlich bekannt sein muss.
Die Maximin-Regel dient dazu, im 'Urzustand' Entscheidungen so zu treffen, dass das schlechtestmögliche Ergebnis für das Individuum minimiert wird, was laut Autor gegen die Praxis der Drohnenangriffe spricht.
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