Bachelorarbeit, 2019
49 Seiten, Note: gut
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Herleitung der Forschungsfrage
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Die Transaktionskostentheorie
2.1.1 Transaktionen und Transaktionskosten
2.1.2 Theorie der Transaktionskosten
2.2 Principal Agent Theorie
2.2.1 Annahmen der Theorie
2.2.2 Asymmetrische Informationen
2.2.3 Abbau asymmetrischer Informationen durch Planungs-, Kontroll- und Informationssysteme
3 Unternehmensfinanzierung über internationale Investoren
3.1 Abgrenzung des Begriffs „internationaler Investor“
3.2 Finanzierung von jungen Wachstumsunternehmen
3.3 Informationsasymmetrien für internationale Investoren bei der Finanzierung
3.3.1 Analyse des Business Plans
3.3.2 Analyse der finanziellen Situation
3.3.3 Durchführung einer Risikoprüfung
3.3.4 Bewertung des Managements
3.4 Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse
4 Einführung in die Internationale Rechnungslegung
4.1 International Financial Reporting Standards – IFRS
4.2 Zielsetzung der IFRS Standards
4.3 Das IFRS Rahmenkonzeptes
4.3.1 Aufbaue des IFRS Rahmenkonzeptes
4.3.2 Qualitative Anforderungen des Rahmenwerkes
5 Beitrag von IFRS zur Reduktion von Transaktionskosten
5.1 Gegenstand und Gang der Analyse
5.2 Reduktion der Transaktionskosten bei der Analyse des Business Plans sowie des Managements durch IFRS
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung der Erkenntnisse
6.2 Ausblick in die Zukunft
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) dazu beitragen kann, Informationsasymmetrien abzubauen und damit Transaktionskosten für internationale Investoren bei der Beteiligung an jungen Wachstumsunternehmen zu reduzieren. Im Zentrum steht die Analyse des Analyseaufwands bei der Bewertung von Geschäftsplänen und Managementleistungen unter Berücksichtigung von Unsicherheit und Spezifität.
3.3.1 Analyse des Business Plans
Die grundsätzliche Herausforderung bei Vertragsbeziehungen zwischen jungen Wachstumsunternehmen mit einer kurzen Firmenhistorie und wenig öffentlich zugänglichen Informationen auf der einen Seite und Kapitalgebern in Form von internationalen Investoren auf der anderen Seite besteht in den Informationsasymmetrien zu Lasten der Investoren.56
Diese Informationsasymmetrie kann damit begründet werden, dass das Management sehr viel besser über das Geschäftsmodell und das Marktpotenzial sowie die aktuelle Entwicklung des Unternehmens informiert ist als die Investoren. Darüber hinaus hat das Management den Anreiz diesen Informationsvorsprung zu eigenen Gunsten zu nutzen, um die Finanzierung durch den Investor sicherzustellen. Ferner muss das Management jedoch darauf achten, dass der Informationsvorsprung nicht soweit ausgenutzt wird, dass die Transaktionskosten für dessen Reduzierung durch den Investor so hoch für selbigen werden, dass er die Finanzierung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr leisten kann.57 Folglich hat auch das Wachstumsunternehmen ein Interesse daran, dass die Informationsasymmetrien für den Investor zu reduzieren, um das Zustandekommen des Vertrages und damit die Finanzierung sicherzustellen, welche letztendlich das Überleben des Unternehmens sicherstellt. Vor diesem Hintergrund bereiten junge Wachstumsunternehmen verschiedene Informationen auf, um aktiv die Informationsasymmetrie gegenüber dem Investor zu reduzieren, wobei jedoch die Frage beantwortet werden muss, ob die aufbereiteten Informationen korrekt sind und ob das gleiche Verständnis zwischen Investor und Wachstumsunternehmen hinsichtlich der Interpretation der aufbereiteten Informationen besteht.
1 Einführung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Informationsasymmetrie bei Börsengängen und Unternehmensbeteiligungen ein und leitet die Forschungsfrage bezüglich der IFRS-induzierten Transaktionskostensenkung ab.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert die Transaktionskostentheorie sowie die Principal-Agent-Theorie als wissenschaftliches Fundament für die Analyse von Informationsproblemen.
3 Unternehmensfinanzierung über internationale Investoren: Hier werden die spezifischen Finanzierungsherausforderungen junger Wachstumsunternehmen sowie die Rolle der Due Diligence und des Business Plans für Investoren untersucht.
4 Einführung in die Internationale Rechnungslegung: Dieses Kapitel beschreibt das IFRS-System, dessen Zielsetzungen sowie die drei Säulen des Regelwerks (Rahmenkonzept, Standards, Interpretationen).
5 Beitrag von IFRS zur Reduktion von Transaktionskosten: Die Analyse untersucht qualitativ, wie IFRS-Anforderungen die Dimensionen Spezifität, Unsicherheit und Häufigkeit in der Vertragsbeziehung beeinflussen und Kosten mindern.
6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass die qualitative Aufbereitung nach IFRS den Analyseaufwand für Investoren effektiv senken kann.
International Financial Reporting Standards, IFRS, Transaktionskosten, Informationsasymmetrie, Wachstumsunternehmen, Principal-Agent-Theorie, Risikokapital, Due Diligence, Business Plan, Investoren, Rechnungslegung, Rahmenkonzept, Unsicherheit, Finanzierung, Unternehmensmanagement.
Die Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, ob einheitliche internationale Rechnungslegungsstandards (IFRS) dazu beitragen können, Informationsnachteile zwischen Unternehmen und Investoren abzubauen und somit Transaktionskosten zu senken.
Die zentralen Themenfelder sind die Transaktionskostentheorie, die Principal-Agent-Beziehung, das Finanzierungsumfeld junger Wachstumsunternehmen und das IFRS-Regelwerk.
Die primäre Forschungsfrage lautet: Haben die IFRS zur Reduktion von Transaktionskosten bei der Beteiligung internationaler Investoren an Wachstumsunternehmen beigetragen?
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte, qualitative Analyse, die ökonomische Theorien auf die Anforderungen der IFRS-Rechnungslegung anwendet.
Der Hauptteil analysiert die Informationsasymmetrien bei der Finanzierung, die Bedeutung von Jahresabschlüssen als Monitoring-Instrument und die Eignung der IFRS-Anforderungen zur Effizienzsteigerung im Analyseprozess.
Wesentliche Begriffe sind IFRS, Transaktionskosten, Informationsasymmetrie, Wachstumsunternehmen, Investoren und Due Diligence.
Da diese Unternehmen oft keine lange Historie haben, sind sie stärker von Finanzierungen abhängig und weisen eine höhere Informationsasymmetrie auf, was die Problematik verdeutlicht.
Durch qualitative Anforderungen wie Vergleichbarkeit, Relevanz und Verlässlichkeit wird die Informationsbasis für Investoren verbessert, was den Aufwand für die Risikoprüfung (Due Diligence) reduziert.
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