Bachelorarbeit, 2017
71 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Der Familienbegriff
3. Unterschiedliche Familienformen, ihre Definition und Entwicklung
3.1. Kinderlose Lebensweise
3.1.1. Alleinlebende und Alleinstehende
3.1.2. Nichteheliche Partnerschaft/ Lebensgemeinschaft
3.1.3. Ehepartnerschaft
3.2. Zwei-Eltern Familie
3.2.1. Kernfamilie
3.2.2. Mehrgenerationenfamilie
3.2.3. Pflege-/ Adoptivfamilie
3.2.4. Regenbogenfamilie
3.2.5. Stieffamilie
3.3. Ein-Eltern Familie / Alleinerziehende
4. Befragung Heranwachsender und relevante statistische Werte
4.1. Ergebnisse der Befragung
4.1.1. Ländliche Hauptschule
4.1.2. Städtische Hauptschule
4.1.3. Städtische Realschule
4.2. Statistische Werte in Deutschland
4.2.1. Geburtenentwicklung
4.2.2. Anzahl der Eheschließungen
4.2.3. Ehescheidungen
4.3. Übereinstimmungen und Unterschiede zwischen der aktuellen Statistik und Befragungsergebnissen bei Achtklässlern und Achtklässlerinnen
5. Erklärungsansätze ausgewählter Ergebnisse der Statistik und Befragung Heranwachsender
5.1. Deinstitutionalisierung
5.2. Individualisierung und Entstandardisierung von Lebensläufen
5.3. Wertewandel und Emotionalisierung
6. Fazit
Die Arbeit untersucht den Wandel von Familienformen in Deutschland, indem sie theoretische Definitionen mit statistischen Daten und den Zukunftsvorstellungen von Heranwachsenden abgleicht. Ziel ist es, den Stellenwert von Ehe und Familie in der heutigen Gesellschaft kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob sich junge Menschen tatsächlich von traditionellen Familienbildern entfernen.
3.1.2. Nichteheliche Partnerschaft/ Lebensgemeinschaft
Als nichteheliche Partnerschaft bzw. Lebensgemeinschaft (NEL) wird das Zusammensein und Zusammenleben von einem unverheirateten Paar (vgl. Peuckert 2012: 77) bezeichnet. Da die Paare, die in einer „Living-Apart-Together“ (LAT) Beziehung leben, keine Haushaltgemeinschaft bilden, zählen sie streng genommen nicht zu den nichtehelichen Lebensgemeinschaften (Peuckert 2012: 98). Nichteheliche Partnerschaften gelten häufig als Vorläufer für eine Ehe und Nachwuchs. Aber auch nach einer Scheidung, Trennung oder Verwitwung ist diese Lebensform eine zahlreich gewählte Option (vgl. Peuckert 2012: 102). Des Weiteren gibt es Paare, die bewusst auf eine Eheschließung verzichten, weil diese in ihren Augen „[…] an zwingender Notwendigkeit zur Erfüllung bestimmter elementarer Bedürfnisse oder als materielle Versorgungsinstitution […] an Bedeutung verloren […]“ hat (Peuckert 2012: 2; 19f).
Von 1996 bis 2012 ist die Anzahl der nichtehelichen Lebensgemeinschaften in Deutschland um 45% gestiegen (vgl. Nave-Herz 2015: 18 zit. nach BIB 2014). 1996 lebten ca. 1,8 Millionen gleich- und getrenntgeschlechtliche Paare in Deutschland, 2015 bereits eine Millionen mehr (vgl. Stat. Bundesamt 2017o). Zwar ist die nichteheliche Partnerschaft hier unter dem Hauptpunkt „Kinderlose Lebensweise“ zu finden, dennoch sind Kinder auch bei dieser Lebensform durchaus üblich. Der Anteil der Kinder in nichtehelichen Lebensgemeinschaften ist sogar gestiegen. Waren es 1996 noch 28%, lebten 2015 schon 33% der NEL mit Kindern in einem Haushalt (vgl. Stat. Bundesamt 2017o). Im früheren Bundesgebiet leben deutlich mehr NEL, als in den neuen Bundesländern, wobei der Anteil der NEL mit Kindern im Osten prozentual höher ist (vgl. Peuckert 2012: 101 vgl. Stat. Bundesamt 2010). 2002 lebten im Westen beispielweise ca. 1,7 Millionen NEL, davon 25% mit Kindern, im Osten nur 552.000 NEL, dafür aber die Hälfte mit Kindern (vgl. Abb. 4). Parallel zur Steigerung der nichtehelichen Lebensgemeinschaften in Deutschland allgemein, steigt also auch der Anteil derer, die in dieser Lebensform Kinder haben.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Untersuchung sowie die Auswahl der Stichprobe von Achtklässlern.
2. Der Familienbegriff: Dieses Kapitel definiert Familie anhand soziologischer Kriterien wie der biologisch-sozialen Doppelnatur, Generationsdifferenzierung und Solidarität.
3. Unterschiedliche Familienformen, ihre Definition und Entwicklung: Es werden verschiedene Lebensformen, von kinderlosen Lebensweisen über die Kernfamilie bis hin zu Stieffamilien und Regenbogenfamilien, theoretisch definiert und ihre historische Entwicklung dargelegt.
4. Befragung Heranwachsender und relevante statistische Werte: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der quantitativen Schülerbefragung im Vergleich zu offiziellen statistischen Daten des Bundesamtes zu Geburten, Heiraten und Scheidungen.
5. Erklärungsansätze ausgewählter Ergebnisse der Statistik und Befragung Heranwachsender: Hier werden die Ergebnisse theoretisch durch Konzepte wie Deinstitutionalisierung, Individualisierung und Wertewandel begründet.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass trotz struktureller Veränderungen die Familie als Institution und Zielvorstellung bei Jugendlichen weiterhin einen hohen Stellenwert genießt.
Familienformen, Normalfamilie, Deinstitutionalisierung, Eheschließung, Scheidungsrate, Individualisierung, Wertewandel, Solidargemeinschaft, Heranwachsende, Geburtenentwicklung, Lebenslauf, Kernfamilie, Partnerschaft, Alleinerziehende, Statistik
Die Arbeit untersucht den Wandel von Familienformen in Deutschland, indem sie offizielle Statistiken den persönlichen Zukunftsvorstellungen von Jugendlichen gegenüberstellt.
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung von Familienmodellen, die Bedeutung von Ehe und Kinderwunsch sowie der Einfluss von gesellschaftlichen Veränderungen auf die Lebensplanung junger Menschen.
Ziel ist es zu klären, welchen Stellenwert Familie, Ehe und Kinder für heutige Heranwachsende haben und ob sich diese von der klassischen "Normalfamilie" entfernen.
Es wurde eine quantitative Methode in Form einer schriftlichen Befragung von 121 Achtklässlern an drei verschiedenen Schulen (Haupt- und Realschule) angewandt.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Definitionen zu Familienformen diskutiert als auch die empirischen Ergebnisse der Befragung zu Heiratsabsichten, Kinderwunsch und Lebensglück analysiert.
Wichtige Begriffe sind Deinstitutionalisierung, Normalfamilie, Wertewandel, Familienformen, Eheschließung und Solidargemeinschaft.
Die Untersuchung zeigt, dass der Wohnort nur minimale Unterschiede in der Einstellung zur Heirat bedingt, wobei Jugendliche in städtischen Gebieten teils einen höheren Kinderwunsch äußern, was auch kulturell begründet sein könnte.
Ja, Jugendliche aus intakten Familien bewerten ihre Kindheit häufiger als glücklich, während Jugendliche aus nichtintakten Familien ihre Kindheit teils unglücklicher einschätzen, was die Wahrnehmung der Ehe als erstrebenswertes Ziel beeinflusst.
Nein, die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Kernfamilie auch für die nächste Generation weiterhin das angestrebte Idealbild bleibt, wenngleich sich die Akzeptanz für alternative Lebensformen erhöht hat.
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