Masterarbeit, 2016
211 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
1.1 Der Fall Besti Flokkurinn unter Jón Gnarr
1.2 Theorie und Problemstellung
1.3 Aufbau der Arbeit
I THEORIE
2. Die politische Öffentlichkeitsarbeit und das Mediensystem
2.1 Die Bedeutung und Ziele politischer Öffentlichkeitsarbeit
2.2 Politische PR während des Wahlkampfs
2.3 Die Besonderheiten von Kommunalwahlen
2.4 Das Verhältnis zwischen dem Politik- und Mediensystem
2.5 Die Professionalisierung politischer Öffentlichkeitsarbeit
3. Kommunikationsstrategien im Wahlkampf
3.1 Voraussetzungen und Entwicklung von Kommunikationsstrategien und Kampagnen
3.2 Wahlkampfkommunikation: Medialisierung, Modernisierung und Amerikanisierung
3.3. Kommunikationsstrategien unter medienpolitischen Handlungstendenzen
3.3.1 Die Thematisierungsstrategie
3.3.1.1 Nachrichtenfaktoren im News- und Ereignismanagement
3.3.1.2 Die Personalisierungsstrategie in medialer Rahmung
3.3.2 Angriffswahlkampf - Das Negative Campaigning
3.4. Kommunikationsstrategien: Paid Media und Internet
3.4.1 Kommunikationsmethoden anhand von Paid Media
3.4.2 Parteieigene Kommunikationskanäle im Zeitalter des Internets
3.5 Komik oder Humor? Definitorische Einordnung der Begriffe und Funktionen in der politischen Kommunikation
4. Exkurs: Politische Kommunikation in der isländischen Mediengesellschaft
5. Ausdifferenzierung der Forschungsfrage
II EMPIRIE: METHODOLOGIE
6. Methodologie - Qualitative Forschung
6.1 Die Fallstudie im Rahmen qualitativer Methodik
6.2 Die Datenerhebung
6.2.1 Wahl der Datenerhebung: Leitfadengestützte Experteninterviews
6.2.2 Vorgehensweise: Datenerhebung anhand von Leitfaden-Interviews
6.3 Empirisches Vorgehen
6.3.1 Forschungsdesign - Prinzipien qualitativer Forschung
6.3.2 Die Datenauswertung anhand der Qualitativen Inhaltsanalyse
6.3.2.1 - Die Qualitative Inhaltsanalyse - Einzelne Analyseschritte
III ERGEBNISSE, SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK
7. Darstellung der Ergebnisse - Beschreibung und Zusammenfassung der Kategorien
7.1 Kategorie OK 1: Professionelle Strukturen des Wahlkampfs
7.2 Kategorie OK 2: Einflussfaktoren auf Wahlkampfkommunikation
7.2.1 Unterkategorie UK 2.1: Kommunikationsmethoden im Straßenwahlkampfs
7.3 Kategorie OK 3: Maßnahmen und Einflüsse der Medienkampagne
7.3.1 Unterkategorie UK 3.1: Personalisierung, Inszenierung, Medialisierung
7.4 Kategorie OK 4: Maßnahmen der Onlinekampagne
7.5 Kategorie OK 5: Maßnahmen der Werbekampagne
7.6 Kategorie OK 6: Politische Konkurrenz
7.7 Kategorie OK 7: Erfolgsfaktoren-Beurteilung durch die Interviewten
8. Interpretation der Ergebnisse
8.1 Die Organisation politischer Öffentlichkeitsarbeit
8.2 Strategien im Wahlkampf: Kommunikationsmethoden in der Öffentlichkeit
8.2.1 Instrumente und Kommunikationsmethoden im Rahmen der medialen Kampagne
8.2.2 Die Instrumente und Maßnahmen der Internetkampagne
8.2.3 Maßnahmen der Werbekampagne
8.2.4 Der Kommunikationsstil im Rahmen politischer Konkurrenz
8.3 Kommunikationsmethoden des Straßenwahlkampfs
8.4 Fazit
9. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Kommunikationsstrategien der "Besten Partei" (Besti Flokkurinn) bei den isländischen Kommunalwahlen 2010. Ziel der Arbeit ist es, Erfolgsfaktoren für einen humoristisch gerahmten Wahlkampf von Akteuren ohne politische Vorerfahrung zu identifizieren, wobei insbesondere die Rolle des Mediensystems und die Wirkung von Online-Kampagnen im Kontext der isländischen Finanzkrise analysiert werden.
Die politische Öffentlichkeitsarbeit und das Mediensystem
Die politische Öffentlichkeitsarbeit hat laut Pfetsch und Mayerhöffer (2006: 1) an Bedeutung gewonnen. Auf Medienebene kommt es zu einer Konzentration der elektronischen Medien durch die Rezipienten (vgl. Schulz 2008: 22). Darüber hinaus generiert das Web 2.0 als „Mitmach-Plattform“ eine „demokratische Öffentlichkeit“ (Stanoevska-Slabeva 2008, zitiert nach Sarcinelli 2011: 68). Durch die erhöhte Bindung an diese Medien, übernehmen diese als Hauptinformationsquelle wichtige Funktionen der „politischen Sozialisation“, die zuvor Parteien oblag (Swanson/Mancini 1996, zitiert nach Pfetsch/Mayerhöffer 2006: 1).
Dadurch kommt es in den genannten Medien zur inhaltlichen Ausrichtung an den Wünschen der Rezipienten, sodass Sprecher – ferner politische Akteure – über kommunikative Kompetenzen verfügen müssen, um ihre politischen Inhalte zu übermitteln (vgl. ebd.). Die politische Öffentlichkeitsarbeit erfüllt „als Teil des publizistischen Systems […] wichtige Funktionen für die Gesellschaft“ (Pfetsch/Mayerhöffer 2006: 1). Es gilt den Begriff der politischen Öffentlichkeitsarbeit, auch Public Relations und kurz PR bezeichnet (vgl. Jarren/Donges 2006: 236), im Sinne der vorliegenden Arbeit zu differenzieren.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den isländischen Kontext der Finanzkrise ein und stellt den Fall der "Besten Partei" sowie die Problemstellung der Arbeit vor.
2. Die politische Öffentlichkeitsarbeit und das Mediensystem: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der PR-Arbeit sowie das komplexe Verhältnis zwischen Politik und Medien.
3. Kommunikationsstrategien im Wahlkampf: Hier werden die Instrumente und Methoden der Wahlkampfkommunikation, wie Thematisierung und Personalisierung, detailliert dargelegt.
4. Exkurs: Politische Kommunikation in der isländischen Mediengesellschaft: Ein spezifischer Blick auf die isländische Medienlandschaft und deren strukturelle Besonderheiten.
5. Ausdifferenzierung der Forschungsfrage: Dieses Kapitel präzisiert die Forschungsfragen auf Basis der theoretischen Befunde.
6. Methodologie - Qualitative Forschung: Darstellung des qualitativen Forschungsdesigns und der methodischen Vorgehensweise anhand von Experteninterviews.
7. Darstellung der Ergebnisse - Beschreibung und Zusammenfassung der Kategorien: Präsentation der erhobenen Daten, unterteilt in verschiedene Kategorien.
8. Interpretation der Ergebnisse: Diskussion und Interpretation der Ergebnisse unter Rückbezug auf die theoretischen Annahmen.
9. Zusammenfassung und Ausblick: Abschließende Reflexion und Synthese der gewonnenen Erkenntnisse.
Politische Kommunikation, Wahlkampfstrategien, Beste Partei, Besti Flokkurinn, Jón Gnarr, Politainment, Personalisierung, Medialisierung, Negative Campaigning, Öffentlichkeitsarbeit, Online-Wahlkampf, Isländische Finanzkrise, Qualitative Inhaltsanalyse.
Die Arbeit untersucht, wie die isländische "Beste Partei" (Besti Flokkurinn) unter der Führung von Jón Gnarr im Jahr 2010 einen überraschenden Wahlerfolg erzielen konnte, indem sie humoristische Elemente strategisch im Wahlkampf einsetzte.
Zentrale Themen sind die professionelle Öffentlichkeitsarbeit von Parteien, die Auswirkungen des Mediensystems auf politische Kampagnen, die Rolle von Online-Plattformen sowie der gezielte Einsatz von Humor und Komik als politisches Instrument.
Das Ziel ist es, Erfolgsfaktoren für eine humoristisch gerahmte Kampagne zu identifizieren und zu analysieren, wie politische Akteure ohne Vorerfahrung mediale Dynamiken für sich nutzen können.
Die Arbeit verwendet eine qualitative Forschungsmethodik, konkret Experteninterviews mit dem Parteigründer Jón Gnarr und dem Chefredakteur Haukur S. Magnússon, deren Inhalte mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil analysiert theoretische Ansätze zur Wahlkampfkommunikation, stellt die spezifischen isländischen Rahmenbedingungen dar und interpretiert die Ergebnisse der Experteninterviews in Bezug auf verschiedene Kategorien wie Online-Kampagnen, Werbemaßnahmen und den Umgang mit politischer Konkurrenz.
Die Untersuchung wird durch Begriffe wie Politainment, Medialisierung, Besti Flokkurinn, Negative Campaigning, Personalisierung und strategische Kommunikation bestimmt.
Die Finanzkrise schuf eine Atmosphäre allgemeiner Unzufriedenheit und Offenheit gegenüber neuen Ideen, was es Jón Gnarr ermöglichte, mit seiner alternativen, humoristischen Strategie eine breite Wählerschaft anzusprechen und Vertrauensverluste etablierter Parteien zu nutzen.
Soziale Medien ermöglichten der Partei eine medienunabhängige Kommunikation, die das virale Potenzial durch die Weiterverbreitung von unterhaltsamen Inhalten nutzte und somit die traditionelle journalistische Selektion weitgehend umging.
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