Bachelorarbeit, 2017
63 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Begriffliche Grundlagen der Bankentypen
2.1 Filialbank
2.2 Direktbank
3. Aufgabe der Filialbank in Deutschland und ihre Marktanpassungen
3.1 Ursprüngliche Aufgabe und Zielsetzung einer Filialbank
3.2 Veränderung der Filialbank durch den Einfluss der Europäischen Zentralbank
3.2.1 Ziele der Europäischen Zentralbank
3.2.2 Maßnahmen der Europäischen Zentralbank
3.2.3 Auswirkungen auf die Filialbank
3.3 Wandel im Kundenverhalten
3.4 Gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen einer Filialbank
4. Lösungsansätze für eine zukunftsorientierte Filialbank
4.1 Gestaltung und räumliche Innovation einer Filialbank
4.2 Veränderung der Zielgruppenausrichtung
4.3 Modifikation des Produktportfolios
4.4 Vorsorge als erfolgsversprechender Produktansatz
4.4.1 Definition und Zielsetzung im Filialgeschäft
4.4.2 Hauptzielgruppen für diesen Lösungsansatz
5. Fazit und Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten, wie Bankfilialen durch eine prosperierende Strukturveränderung ihre Zukunftsfähigkeit in einem sich wandelnden Marktumfeld sichern können. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, durch welche konkreten Anpassungsmaßnahmen in den Bereichen Personal, Produktportfolio, Multi-Kanal-Strategie und räumlicher Gestaltung Ertragssteigerungen erzielt werden können, um dem Trend der Filialschließungen entgegenzuwirken.
3.3 Wandel im Kundenverhalten
Die deutsche Filialbank steht in einem strukturellen Umbruch und verändert sich. Dieser Prozess wird sich in den nächsten Jahren weiter fortsetzen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich das Kundenverhalten gravierend verändert. Die Internetaffinität, die Akzeptanz von Social Media und die fortschreitende Digitalisierung stellen die maßgebenden Einflussfaktoren für den zukünftigen Vertrieb der Filialbank dar. Die Kunden sind heutzutage im Bereich von Geldanlagen und Kreditgeschäften zunehmend gut informiert. Dieses hat zur Folge, dass ihre Erwartungshaltungen gegenüber der Filialbank gestiegen sind.
Ursprünglich wurde die Filialbank gegründet, um für die Kunden das Transaktionsbanking sicherzustellen. Sie war grundsätzlich die Anlaufstation des Kunden für seine Bankgeschäfte jeglicher Art. Im Laufe der Jahre hat sich das Kundenanforderungsprofil aber bedeutend verändert. Viele Aufgaben, die eine Filialbank für Kunden persönlich vorgenommen hat, d.h. durch Bankmitarbeiter, werden heute durch Terminals (Kontoauszüge, Ein- und Auszahlungen, Überweisungen) durchgeführt. Das aktive Eingreifen des Bankmitarbeiters ist in der Regel dazu nicht erforderlich. Mit der Einführung des Online – Banking ergaben sich weitere Möglichkeiten die Standardbankaktivitäten aus der Filialbank mit persönlicher Betreuung durch den Bankmitarbeiter herauszulösen.
1. Einleitung: Beschreibt die aktuelle Problematik des Zweigstellenabbaus deutscher Banken aufgrund rückläufiger Erträge und veränderten Kundenverhaltens und definiert das Ziel der Untersuchung.
2. Begriffliche Grundlagen der Bankentypen: Definiert die Filialbank und die Direktbank als wesentliche Banktypen im deutschen Bankenmarkt und grenzt diese voneinander ab.
3. Aufgabe der Filialbank in Deutschland und ihre Marktanpassungen: Analysiert die historische Entwicklung, den Einfluss der EZB-Politik sowie den Wandel im Kundenverhalten und identifiziert zentrale Herausforderungen.
4. Lösungsansätze für eine zukunftsorientierte Filialbank: Erarbeitet konkrete strategische Lösungsansätze, darunter innovative Raumgestaltung, Zielgruppensegmentierung und die Neuausrichtung des Produktportfolios im Bereich Vorsorge.
5. Fazit und Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse der Untersuchung zusammen und betont die Notwendigkeit einer ganzheitlichen, kombinierten Strukturveränderung zur Sicherung der Zukunftsperspektiven.
Filialbank, Direktbank, Strukturveränderung, Kundenverhalten, Online-Banking, Europäische Zentralbank, EZB, Zielgruppen, Vorsorge, Beratungsqualität, Personalkosten, Ertragssteigerung, Multi-Kanal-Banking, Digitalisierung, Finanzberatung
Die Arbeit analysiert die gegenwärtigen Schwierigkeiten von Filialbanken in Deutschland und entwickelt strategische Ansätze für eine erfolgreiche Strukturveränderung, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Die zentralen Felder umfassen die Auswirkungen der Digitalisierung, das veränderte Kundenverhalten, die Rolle der Geldpolitik der EZB und die Entwicklung neuer, kundenorientierter Vertriebsmodelle.
Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Filialbanken durch prosperierende Strukturveränderungen und eine Steigerung der Ertragssituation dem Trend der Filialschließungen entgegenwirken können.
Der Autor nutzt primär eine theoretische Analyse der Marktsituation sowie ergänzend das Instrument der SWOT-Analyse, um Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Filialbank systematisch darzustellen.
Im Hauptteil werden innovative Filialkonzepte, eine zielgruppengenaue Kundenansprache und die Modifikation des Produktportfolios, insbesondere im Bereich der privaten Vorsorge, intensiv diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Filialbank, Strukturveränderung, Kundenverhalten, Digitalisierung, Multi-Kanal-Banking, Zielgruppen, Vorsorge und Ertragssteigerung.
Diese Generation wird als Master Consumer identifiziert, die über eine hohe Kaufkraft verfügt und bei der die persönliche, vertrauensbasierte Beratung durch einen altersähnlichen Berater besonders erfolgsversprechend ist.
Das Produkt "Vorsorge" soll ganzheitlich als lebensbegleitender Beratungsansatz implementiert werden, um durch eine hohe Servicequalität und individuelle Planung die Kundenbindung langfristig zu erhöhen.
Es dient als strategische Antwort auf die Digitalisierung, bei der die Filialbank Online-Services und physische Präsenz effizient kombiniert, um sowohl Kosten zu senken als auch die Servicequalität hochzuhalten.
Sie ermöglicht eine strukturierte Gegenüberstellung der internen Stärken (z.B. Kundenbetreuung) und Schwächen sowie der externen Herausforderungen (z.B. Zinspolitik), woraus konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.
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