Masterarbeit, 2018
164 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Relevanz des Themas für die Wirtschaftskommunikation
1.2 Ziel der Arbeit und Leitfrage
1.3 Methodik und Aufbau der Arbeit
2 Kommunikation im OTC-Sektor
2.1 Definition von OTC-Produkten und Selbstmedikation
2.2 Der OTC-Markt in Deutschland
2.3 Bedeutung von OTC-Produkten für zentrale Akteure im Selbstmedikationsmarkt
2.4 Derzeitige Gestaltung der OTC-Kommunikation
2.4.1 OTC-Marketing und Kategorisierung der Kommunikationsmaßnahmen
2.4.2 Rechtliche Rahmenbedingungen zur Einschränkung der konsumentengerichteten Werbung
2.4.3 Derzeitige Maßnahmen der OTC-Kommunikation
3 Kaufentscheidungen im OTC-Sektor
3.1 Definition Kaufentscheidung
3.2 Ansätze zur Erklärung von Kaufentscheidungen
3.3 Die Consumer Decision Journey als geeignetes Modell zur Abbildung der Kaufentscheidungsprozesse im OTC-Sektor
3.3.1 Erklärung des Modells
3.3.2 Charakteristiken der Kaufentscheidungsprozesse im OTC-Sektor
3.3.2.1 Vielzahl an Informationsquellen
3.3.2.2 Einfluss verschiedener Touchpoints
3.3.2.3 Weichensteller Markenloyalität
3.4 Käufertypologie
3.5 Zwischenfazit und Forschungsbedarf
4 Methodische Vorgehensweise
4.1 Auswahl und Begründung des Forschungsdesigns
4.2 Gütekriterien qualitativer Forschung
4.3 Leitfadengestützte Interviews
4.3.1 Auswahl der Interviewpartner
4.3.2 Entwicklung des Interviewleitfadens
4.3.3 Datenerhebung: Durchführung der Interviews
4.3.4 Analyse und Auswertung des Datenmaterials
5 Ergebnisse der empirischen Untersuchung
5.1 Vielfältige CDJs im Indikationsgebiet Pollenallergie
5.1.1 CDJ für den Käufertyp „Konsument mit Markenloyalität“
5.1.2 CDJ für den Käufertyp „Markenwechsler mit hohem Involvement“
5.1.3 CDJ für den Käufertyp „Markenwechsler mit niedrigem Involvement“
5.2 Bedeutung der Touchpoints für verschiedene Käufertypen
5.3 Interpretation und Reflexion der Forschungsergebnisse
5.4 Empfehlungen zur konsumentenorientierten Gestaltung der Kommunikationsmaßnahmen für OTC-Produkte im Indikationsgebiet Pollenallergie
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert tiefgründig die Kaufentscheidungsprozesse verschiedener Käufertypen im Bereich rezeptfreier Medikamente (OTC-Produkte). Ziel ist es, auf Basis der Consumer Decision Journey (CDJ) zu verstehen, wie Konsumenten zu Kaufentscheidungen gelangen und wie Kommunikationsmaßnahmen konzeptionell gestaltet werden sollten, um diesen Prozess positiv zu beeinflussen.
3.3.2 Charakteristiken der Kaufentscheidungsprozesse im OTC-Sektor
Obwohl es im Themenfeld des Pharma-Marketings eine Vielzahl empirischer Studien gibt, beschäftigt sich nur ein sehr kleiner Bruchteil der Forschung mit dem OTC-Bereich (vgl. DeLorme et al. 2010). Aus der für die Fragestellung dieser Arbeit relevanten Forschung geht hervor, dass drei Aspekte die Kaufentscheidungsprozesse von OTC-Mitteln stark prägen und damit die Wirkung von Kommunikationsmaßnahmen beeinflussen: Die Vielzahl an Informationsquellen, deren unterschiedlich hoher Stellenwert für den Konsumenten sowie die Ausprägung von Markenloyalität. Diese Aspekte werden im Folgenden näher betrachtet und diskutiert.
Die Suchalgorithmen, die zum Identifizieren des relevanten Forschungsstandes verwendet wurden, können in der Tabelle A1 im Anhang auf S. 73 nachgeschlagen werden.
3.3.2.1 Vielzahl an Informationsquellen
Konsumenten steht eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung, um sich über OTC-Produkte zu informieren und so eine Kaufentscheidung treffen zu können. Viele Studien führen hierzu explizit die Produktverpackung, den Rat von Apothekern sowie die Empfehlung von Familienangehörigen und Freunden auf (vgl. u.a. Stephens / Johnson 2000; Holtgräfe / Zentes 2012; Kim / Whitehill King 2009). Während Stephens und Johnson (2000) zusätzlich allgemein Werbung als Informationskanal nennen, fokussieren Holtgräfe und Zentes (2012) weniger den werblichen Charakter von Informationen, sondern führen stattdessen mit dem Internet, Magazinen, Zeitungen, Patientenbroschüren, Büchern, TV und dem Radio konkrete Medien auf. Paddison und Olsen (2008) identifizierten ebenfalls diese Informationskanäle, nennen anstelle des Internets jedoch konkret Pharmaceutical Websites. Sie berücksichtigen also keine Blogs, Foren oder ähnlich interaktive Seiten, sondern nur „advertorial web pages“ (Paddison / Olsen 2008: 289), also von Unternehmen der Pharmaindustrie initiierte Webseiten, die sowohl Informationen zur Indikation als auch Produktwerbung enthalten (vgl. Paddison / Olsen 2008: 289) und nehmen dadurch eine starke Eingrenzung der Internetnutzung im Rahmen der Informationssuche zu OTC-Produkten vor. Zudem fassen sie die genannten Informationskanäle als externe Quellen zusammen und stellen diesen mit internen Quellen eine zweite Gruppe an Informationsmöglichkeiten gegenüber.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der OTC-Kommunikation ein, definiert das Ziel sowie die Leitfrage und erläutert den methodischen Aufbau der Untersuchung.
2 Kommunikation im OTC-Sektor: Es erfolgt eine Definition der Begriffe sowie eine Analyse des OTC-Marktes, der relevanten Akteure und der rechtlichen Rahmenbedingungen für die derzeitige OTC-Kommunikation.
3 Kaufentscheidungen im OTC-Sektor: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretische Basis, erläutert die Consumer Decision Journey als Erklärungsmodell und diskutiert zentrale Faktoren wie Informationsquellen, Markenloyalität und Käufertypologien.
4 Methodische Vorgehensweise: Die Arbeit beschreibt das explorativ-deskriptive Forschungsdesign, die Auswahl der qualitativen Interviews als Erhebungsmethode sowie deren systematische Auswertung mittels qualitativer Inhaltsanalyse.
5 Ergebnisse der empirischen Untersuchung: Die Ergebnisse werden für verschiedene Käufertypen differenziert dargestellt, Touchpoints bewertet und in Bezug zum Forschungsstand reflektiert, um daraus Gestaltungsempfehlungen abzuleiten.
6 Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Limitationen der Studie und gibt Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschungsarbeiten.
OTC-Produkte, Selbstmedikation, Kaufentscheidungsprozess, Consumer Decision Journey, Markenloyalität, Käufertypologie, Kommunikationsmaßnahmen, Touchpoints, Konsumentenverhalten, Pharmamarketing, Pollenallergie, Qualitative Forschung, Gesundheitskommunikation, Patienten-Souveränität.
Die Arbeit untersucht, wie Konsumenten bei der Auswahl von rezeptfreien Medikamenten (OTC-Produkte) entscheiden und wie Unternehmen der Pharmaindustrie ihre Kommunikation gestalten können, um diese Entscheidungsprozesse gezielt zu beeinflussen.
Zentrale Felder sind die Analyse von OTC-Kaufentscheidungsprozessen, die Anwendung der Consumer Decision Journey (CDJ) im Gesundheitsbereich, die Bedeutung von Markenloyalität sowie der Einfluss verschiedener Informationsquellen (Touchpoints) auf unterschiedliche Käufertypen.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie sollten Kommunikationsmaßnahmen für OTC-Produkte entlang der Consumer Decision Journey konzeptionell gestaltet sein, um die Kaufentscheidung verschiedener Käufertypen positiv zu beeinflussen?“
Es handelt sich um eine qualitativ-empirische Arbeit. Zur Datenerhebung wurden leitfadengestützte Interviews mit Konsumenten geführt, die an Pollenallergie leiden. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zur Kaufentscheidung erarbeitet, die CDJ als Modell angewendet und die eigene empirische Untersuchung detailliert durchgeführt und ausgewertet, um daraus spezifische Empfehlungen für die Gestaltung von Kommunikationsmaßnahmen zu entwickeln.
Die wichtigsten Begriffe sind OTC-Produkte, Consumer Decision Journey, Markenloyalität, Käufertypen, Touchpoints, Informationssuche, Selbstmedikation und Pollenallergie.
Die Pollenallergie ist ein Bereich mit hoher Relevanz für den OTC-Markt. Da zum Zeitpunkt der Datenerhebung Pollen-Saison war, konnten die Probanden ihre jüngsten Kaufentscheidungen und Erfahrungen mit Informationsquellen besonders detailliert und realitätsnah reflektieren.
Die Arbeit unterscheidet drei Käufertypen: Konsumenten mit Markenloyalität, Markenwechsler mit hohem Involvement und Markenwechsler mit niedrigem Involvement. Diese Typen unterscheiden sich primär durch ihr Involvement, ihr Wissensniveau und ihre Loyalität gegenüber bestimmten Marken.
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