Bachelorarbeit, 2019
89 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Dysbalancen
2.1.1 Muskuläre Dysbalance
2.1.2 Neuromuskuläre Dysbalance
2.1.3 Funktionale Dysbalance
2.2 Der Functional Movement Screen
2.2.1 Beschreibung des Functional Movement Screens
2.2.2 Die Items des FMS
3 Methodik
3.1 Probanden
3.2 Messorte
3.3 Messgeräte
3.3.1 FMS Testsystem
3.3.2 GoPro Hero 7 Black
3.4 Untersuchungsdesign
3.5 Messparameter
3.6 Datenverarbeitung und -auswertung
4 Ergebnisse
4.1 Ergebnisse FMS
4.2 Ergebnisse Zuglänge und Zugweg
4.3 Korrelation zwischen dem FMS und den Schwimmarten
4.3.1 Korrelation zwischen dem Gesamtscore und der Differenz der großen und kleinen Züge
4.3.2 Korrelation zwischen Seitenasymmetrien beim Schwimmen und den Dysbalancen in ausgewählten Items
5 Diskussion
6 Fazit/Ausblick
7 Zusammenfassung
Das Ziel der Arbeit besteht darin, den Zusammenhang zwischen den Testergebnissen des Functional Movement Screens (FMS) und der Zuglänge sowie dem Zugweg in den Schwimmarten Kraul und Rücken bei Leistungsschwimmern zu überprüfen und mögliche Asymmetrien zu identifizieren.
1 Einleitung
Alternierende zyklische Bewegungen sind durch die mehrfache Wiederholung des Hauptbewegungsablaufes, bei dem abwechselnd die linke und rechte Körperseite am Vortrieb beteiligt ist, gekennzeichnet (Hartmann, Minow & Senf, 2011). Obwohl sich viele zyklische Bewegungen durch Symmetrie auszeichnen, sind die meisten menschlichen Bewegungen asymmetrisch. Dies resultiert daraus, dass die menschliche Struktur nicht von Symmetrie gekennzeichnet ist (Czabanski & Koszczyc, 1979). Bestätigend hierzu wurden in vielen zyklischen Sportarten Asymmetrien nachgewiesen (Furlong & Egginton, 2018; Gilgen-Ammann, Taube & Wyss, 2017; Krüger, 2005; McKean & Burkett, 2010; Millour et al. 2016; Witt & Hermsdorf 2006). So haben Bertucci, Arfaoui & Polidori (2012) bei den maximalen Pedalkräften von Amateurradfahrern eine bilaterale Asymmetrie von bis zu 60% festgestellt, was Bini, Jacques, Sperb, Lanferdini & Vaz (2016) validiert haben. Aber nicht nur im Amateurbereich, sondern auch im Profiradsport zeigen sich Bewegungsabweichungen zwischen der linken und rechten Körperseite (Pouliquen, Nicolas, Bideau, Megret & Bideau 2015). Im Laufsport wurden ebenfalls Dysbalancen der unteren Extremitäten festgestellt (Schütte, Seerden, Venter & Vanwanseele, 2016; Wileman, Moresi & Millet, 2015).
Gleichermaßen wurden in der Sportart Schwimmen für die verschiedenen Wettbewerbsschwimmarten (Brust-, Delphin-, Kraul-, und Rückenschwimmen) Dysbalancen beobachtet (Sanders, Thow & Fairweather, 2011). Beim Brust- und Delphinschwimmen gestaltet sich die Vortriebswirkung durch achsensymmetrische und abwechselnde Arm- und Beinaktionen, welche in hohem Maße koordiniert werden müssen (Chollet & Seifert, 2012). Trotz der spiegelbildlichen Bewegungen wurden bei diesen Gleichschlagschwimmarten Asymmetrien beim Beinschlag festgestellt (Carson, 1999; Czabanski, 1975; Jaszczak, 2008). Im Gegensatz dazu besteht beim Kraul- und Rückenschwimmen der Antrieb aus einer wechselseitigen Bewegung der Arme und Beine.
1 Einleitung: Einführung in das Thema der bilateralen Asymmetrien in zyklischen Sportarten und die Relevanz von Dysbalancen im Schwimmsport.
2 Theoretischer Hintergrund: Klassifizierung von muskulären, neuromuskulären und funktionalen Dysbalancen sowie detaillierte Vorstellung des Functional Movement Screens (FMS).
3 Methodik: Beschreibung der Probandengruppe, der Messorte, der eingesetzten Messgeräte (FMS-Testkit und GoPro) sowie des Untersuchungsdesigns.
4 Ergebnisse: Präsentation der FMS-Daten, der Analyse von Zuglänge und Zugweg sowie statistische Auswertung der Korrelationen zwischen FMS-Scores und Schwimmparametern.
5 Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit den Untersuchungsergebnissen unter Berücksichtigung der Schwimmgeschwindigkeit und existierender Studien.
6 Fazit/Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Vorschläge für weiterführende Untersuchungen sowie praktische Implikationen für das Training.
7 Zusammenfassung: Kompakte Gesamtdarstellung der Zielsetzung, Durchführung und der zentralen Ergebnisse der Bachelorarbeit.
Dysbalancen, Leistungsschwimmen, Functional Movement Screen, Asymmetrien, Kraulschwimmen, Rückenschwimmen, Zuglänge, Zugmuster, neuromuskuläre Kontrolle, Mobilität, Stabilität, biomechanische Analyse, Verletzungsprävention, Bewegungsanalyse, Sportwissenschaft
Die Arbeit untersucht, ob bei Leistungsschwimmern ein Zusammenhang zwischen Dysbalancen, die durch den Functional Movement Screen (FMS) an Land festgestellt werden, und asymmetrischen Bewegungsmustern (Zuglänge/Zugweg) im Wasser besteht.
Zentrale Themen sind biomechanische Asymmetrien, funktionelle Bewegungsanalysen, die Bedeutung von Mobilität und Stabilität sowie die Übertragbarkeit von Testergebnissen an Land auf die sportartspezifische Leistung im Wasser.
Das Ziel ist die Überprüfung einer möglichen Korrelation zwischen den Testergebnissen des FMS und der Symmetrie der Armzüge in den Schwimmarten Kraul und Rücken.
Es wurde eine Bewegungsanalyse mittels Unterwasserkameras (GoPro) und eine Untersuchung mit dem standardisierten Functional Movement Screen an Land bei 13 Leistungsschwimmern durchgeführt, die statistisch in SPSS ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen zu Dysbalancen, die detaillierte Beschreibung der FMS-Items, das methodische Vorgehen der Datenerhebung im Wasser und an Land sowie die deskriptive und statistische Darstellung der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Dysbalancen, Functional Movement Screen, Kraulschwimmen, Asymmetrien, Zuglänge und biomechanische Leistungsdiagnostik.
Die diskutierte Schwimmgeschwindigkeit (75-80% der Maximalgeschwindigkeit) könnte einen Einfluss darauf haben, ob Asymmetrien sichtbar werden, da bei maximaler Ermüdung technische Stabilität häufiger verloren geht.
Der Autor stellt fest, dass der FMS zwar helfen kann, Dysbalancen an Land aufzudecken, jedoch keine direkte Aussagekraft hinsichtlich der sportlichen Leistungsfähigkeit im Wasser besitzt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

