Bachelorarbeit, 2019
53 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Zahnhartsubstanzen
1.1.1 Bildung und chemische Zusammensetzung des Zahnschmelzes
1.1.2 Histologie und Erscheinungsbild des Zahnschmelzes
1.1.3 Bildung und chemische Zusammensetzung des Dentins
1.1.4 Histologie und Erscheinungsbild des Dentins
1.2 Speichel
1.2.1 Speicheldrüsen
1.2.2 Speichelzusammensetzung und -eigenschaften
1.3 Erosionen
1.3.1 Ätiologie
1.3.2 Veränderungen in den Zahnhartsubstanzen
1.3.3 Lokalisation und klinisches Erscheinungsbild
1.4 Fluoride
1.4.1 Arten und chemische Zusammensetzungen
1.4.2.Effekte an den Zahnhartsubstanzen
1.4.3 Wirkung an Erosionen
1.4.4 Toxikologie von Fluoriden
1.5 Bulimie
1.5.1 Ätiologie, Betroffene und Merkmale
1.5.2 Neuroendokrine und Hormone
1.5.3 Therapie
1.5.4 Einordnung in das Feld der Essstörungen
2. Material und Methode
3. Ergebnisse
4. Diskussion
4.1 In-vitro oder in-situ
4.2 Dauer der Studien und Anzahl der Proben
4.3 Auswahl der Proben
4.4 Demineralisierung
4.5 Remineralisationslösungen
4.6 Proteolytische Enzyme
4.7 Fluoridart
4.8 Fluoridkonzentration
4.9 Häufigkeit der Applikation und Abrasivität
4.10 Essstörung
5. Fazit
6. Zusammenfassung
6.1 Einleitung
6.2 Material und Methode
6.3 Ergebnisse
6.4 Diskussion
6.5 Fazit
7. Abstract
7.1 Introduction
7.2 Material and method
7.3 Results
7.4 Discussion
7.5 Conclusion
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, auf Basis einer Literaturrecherche ein dentalhygienisches Präventionskonzept für Bulimieerkrankte zu entwickeln, um das zahnärztliche Team bei der frühzeitigen Diagnostik und der Erstellung eines effektiven Therapieplans zur Minderung von erosiven Zahnhartsubstanzverlusten zu unterstützen.
1.3.1 Ätiologie
Erosionen weisen eine multifaktorielle Ätiologie auf. Dabei gibt es verschiedene Faktoren, die Erosionen begünstigen können. Zum einen gibt es die Patientenseite. Durch Ess- und Trinkgewohnheiten von sauren Lebensmitteln kann die Erosionsbildung stark begünstigt werden. Besonders Sportler sind hier häufig betroffen, da sie Diäten einhalten und kontinuierlich isotonische Getränke und kurz- oder mittelkettige Kohlenhydrate in Form von Sportgelen zu sich nehmen. Vor allem, wenn diese über den ganzen Tag verteilt oder sogar in der Nacht genossen werden (Lussi und Jaeggi, 2009). Diese Faktoren sind extrinsischen Ursprungs, werden also von außen zugeführt. Die intrinsischen Faktoren umfassen die Magensäure (pH-Wert 1-1,5), die durch Erbrechen oder Reflux in die Mundhöhle gelangt. Durch die extrinsischen und intrinsischen Faktoren wird der pH-Wert der Mundhöhle herabgesenkt. Der kritische Wert liegt hier bei einem pH-Wert von 4-5,5 und wird duch eine erhöhte Konzentration von H+-Ionen ausgelöst (Hellwig, Klimek, Lussi, 2013). Ab diesem Wert werden die Zahnhartsubstanzen „aufgeweicht“ und es können irreversible Erosionsschäden entstehen. Der Zahnschmelz hält mit dem umgebenen Speichel ein Gleichgewicht an Ca2+-, PO43--, OH-- und F--Ionen. Bei einer Untersättigung der Ionenkonzentration löst sich das Hydroxylapatit auf, bei einer Übersättigung werden Mineralien eingelagert (Helwig, Klimek, Lussi, 2013). Erwähnenswert ist, dass Erosionen ausschließlich durch Säuren und nicht bakteriell bedingt hervorgerufen werden (Lussi und Jaeggi, 2009) (Abbildung 1; Lussi und Jaeggi, 2009).
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Entstehung des Bulimie-Krankheitsbildes und dessen direkte Auswirkungen auf die Mundgesundheit, insbesondere im Kontext von Erosionen und notwendigen präventiven Maßnahmen.
2. Material und Methode: In diesem Kapitel wird das Vorgehen der Literaturrecherche auf der Plattform Pubmed beschrieben, einschließlich der Suchbegriffe, Filterkriterien und der Einbeziehung von Fachbüchern.
3. Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren eine Auswertung von 11 herangezogenen Studien, die verschiedene Ansätze zur Untersuchung von Mineralverlust und Schutzmechanismen an Zahnhartsubstanzen beleuchten.
4. Diskussion: Das Kapitel diskutiert methodische Unterschiede zwischen in-vitro und in-situ Studien sowie die Wirksamkeit verschiedener Fluoridapplikationen und den Einfluss proteolytischer Enzyme auf Erosionsprozesse.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz einer konsequenten lokalen Fluoridtherapie bei Bulimieerkrankten zusammen und betont die Notwendigkeit weiterführender Forschung, insbesondere zur Wirkung von Magensäure auf die Zahnhartsubstanzen.
6. Zusammenfassung: Diese Zusammenfassung bietet einen komprimierten Überblick über die Einleitung, Methodik, Ergebnisse und Diskussion der gesamten Arbeit.
7. Abstract: Das Abstract fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit in englischer Sprache zusammen.
Bulimia nervosa, Erosionen, Zahnhartsubstanzen, Fluoride, Remineralisation, Demineralisation, Zahnschmelz, Dentin, Prävention, Speichel, pH-Wert, Mundhygiene, in-vitro, in-situ, Magensäure.
Die Arbeit untersucht den schützenden Effekt von Fluoriden bei der Entwicklung von Zahnerosionen speziell bei Patienten, die an Bulimia nervosa leiden.
Die zentralen Themen sind die Ätiologie von Essstörungen, die chemischen und histologischen Eigenschaften der Zahnhartsubstanzen, die Bedeutung von Speichel sowie die Wirksamkeit verschiedener fluoridhaltiger Präparate.
Das Ziel ist die Ableitung eines dentalhygienischen Präventionskonzepts, um Patienten mit Bulimie besser vor erosiven Zahnschäden zu schützen und dem zahnärztlichen Personal die Diagnose zu erleichtern.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturübersicht (Literaturrecherche), bei der 11 Studien aus Datenbanken wie Pubmed sowie Fachliteratur ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden zunächst die biologischen Grundlagen der Zahnhartsubstanzen und Erosionen dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Analyse aktueller Studien zur Fluoridierung und zur enzymatischen Aktivität bei Bulimie.
Wichtige Begriffe sind Bulimia nervosa, Zahnerosionsprävention, Fluoridapplikation, Demineralisierung, in-situ/in-vitro Studien und dentalhygienisches Management.
Direkt nach dem Erbrechen sind die Zahnhartsubstanzen durch die Magensäure stark erweicht; mechanisches Putzen würde in diesem Zustand den Substanzabtrag durch Abrasion massiv beschleunigen.
Die Kombination aus natriumfluoridhaltiger Zahnpasta, Mundspülungen (mit Amin- und Zinnfluorid) und gelegentlicher Anwendung spezieller Fluoridgele bietet den effektivsten Schutz gegen Säureangriffe.
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