Bachelorarbeit, 2019
45 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Motorische Entwicklung im Kindesalter
2.1 Zentrale Begriffe der Motorik
2.2 Motorische Entwicklung im Kindesalter
2.3 Einflussfaktoren der motorischen Entwicklung
2.4 Motorische Testverfahren
3. Adipositas im Kindesalter
3.1 Begriff der Adipositas
3.2 Pathophysiologie und Folgeerkrankungen
3.3 Epidemiologie
3.4 Risikofaktoren
3.5 Diagnostik
4. Ein Entwicklungsmodell zum Zusammenhang zwischen motorischer Kompetenz und Adipositas
4.1 Begriffserklärungen und Zusammenhänge des Entwicklungsmodells
4.2 Gesamtbetrachtung und Diskussion des Entwicklungsmodells
5. Motorische Leistungsfähigkeit, Körperliche Aktivität und Adipositas im Kindesalter
5.1 Körperliche Aktivität im Kindesalter
5.2 Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und der motorischen Leistungsfähigkeit im Kindesalter
5.3 Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Adipositas im Kindesalter
5.4 Zusammenhang zwischen motorischer Leistungsfähigkeit und Adipositas im Kindesalter
5.4.1 Gesamtkörperkoordination und Feinmotorik
5.4.2 Motorische Fähigkeiten
6. Gesamtbetrachtung und kritische Diskussion
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den aktuellen Forschungsstand zum Zusammenhang zwischen der motorischen Leistungsfähigkeit und Adipositas im Kindesalter. Dabei wird analysiert, inwieweit eine wechselseitige Beeinflussung dieser beiden Faktoren besteht und ob eine Kausalität in der Beziehung nachgewiesen werden kann, wobei das Entwicklungsmodell von Stodden als theoretischer Rahmen dient.
Motorische Fähigkeiten
Motorische Fähigkeiten sind verantwortlich für die Entstehung von sportlichen Bewegungen und Leistungen. Abbildung 1 zeigt eine Unterteilung der sportartunspezifischen motorischen Fähigkeiten nach dem deutschen Sportwissenschaftler Klaus Bös (1987) auf drei Ebenen. Er differenziert auf der ersten Ebene in energetisch determinierte und informationsorientierte Fähigkeiten, im Sport-Kontext unter den Begriffen „Kondition“ und „Koordination“ bekannt. Auf der zweiten Stufe unterteilt er diese in fünf so genannte Grundeigenschaften: Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit. Eigenschaften konditioneller Fähigkeiten sind Dauer, Dynamik und Intensität des Muskeleinsatzes. Die Koordinationsfähigkeit beschreibt die Qualität der Bewegungsausführung, die sich unter anderem anhand der Komponenten Wahrnehmung, Gleichgewicht, Orientierung, Reaktion und Rhythmus analysieren lässt. In einer dritten Stufe wird die Ausdauer hinsichtlich der Art der Energiegewinnung in aerobe Ausdauer (AA) und anaerobe Ausdauer (AnA) gegliedert. Die Kraft wird in die Bereiche Kraftausdauer (KA), Maximalkraft (MK) sowie Schnellkraft (SK) differenziert und die Schnelligkeit in Aktionsschnelligkeit (AS) sowie Reaktionsschnelligkeit (RS) unterteilt. Die Koordinationsfähigkeit klassifiziert Bös in Koordination unter Zeitdruck (KZ) und Koordination bei Präzisionsaufgaben (KP). In seiner Systematisierung kommt die Beweglichkeit als weitere motorische Fähigkeit hinzu. Sie kann weder der konditionellen noch der koordinativen Fähigkeit zugeordnet werden, sondern ist rein anatomisch determiniert und hat daher eine gesonderte Stellung. Beweglichkeit ist der Überbegriff für die passiven Systeme der Energieübertragung und wird als die Eigenschaft der Gelenke und des Skelettsystems interpretiert (Bös, 2004).
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Prävalenz von Übergewicht und Adipositas bei Kindern sowie deren negative Auswirkungen auf die Gesundheit und die motorische Leistungsfähigkeit.
2. Motorische Entwicklung im Kindesalter: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Motorik, die Entwicklungsphasen im Kindesalter sowie die wesentlichen Einflussfaktoren und Testverfahren dargestellt.
3. Adipositas im Kindesalter: Das Kapitel definiert Adipositas, beschreibt deren Pathophysiologie, Epidemiologie und Risikofaktoren sowie gängige Diagnosemethoden bei Kindern.
4. Ein Entwicklungsmodell zum Zusammenhang zwischen motorischer Kompetenz und Adipositas: Es wird das theoretische Modell von Stodden et al. eingeführt, welches die wechselseitigen Zusammenhänge zwischen Motorik, Aktivität und Körpergewicht beschreibt.
5. Motorische Leistungsfähigkeit, Körperliche Aktivität und Adipositas im Kindesalter: Dieses Hauptkapitel analysiert die komplexen Beziehungen zwischen Aktivität, Motorik und Gewichtsstatus anhand aktueller wissenschaftlicher Studien.
6. Gesamtbetrachtung und kritische Diskussion: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, diskutiert methodische Herausforderungen der Forschung und betont die Notwendigkeit individueller Bewegungsförderung.
Adipositas, Kindesalter, Motorische Leistungsfähigkeit, Körperliche Aktivität, Motorische Kompetenz, Bewegungsförderung, BMI, Koordinationsfähigkeit, Entwicklungsmodell, Fitness, Gesundheitsrisiken, Prävention, Grundfertigkeiten, Körperzusammensetzung, Bewegungsmangel
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des aktuellen Forschungsstandes zum Zusammenhang zwischen der motorischen Leistungsfähigkeit und dem Vorliegen von Adipositas bei Kindern.
Die zentralen Felder umfassen die motorische Entwicklung, die Definition und Diagnostik von Adipositas im Kindesalter sowie die Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf das motorische Leistungsvermögen.
Das Hauptziel ist es, einen fundierten Überblick über die aktuelle Studienlage zu geben und zu prüfen, ob motorische Defizite mit Adipositas korrelieren und ob daraus kausale Zusammenhänge abgeleitet werden können.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die bestehende nationale und internationale Studien, Reviews und Metaanalysen auswertet und unter dem theoretischen Rahmen des Entwicklungsmodells von Stodden synthetisiert.
Im Hauptteil werden der Einfluss von körperlicher Aktivität auf die Motorik, der Zusammenhang zwischen Aktivität und Adipositas sowie die spezifischen motorischen Leistungen adipöser Kinder hinsichtlich Koordination und motorischer Fähigkeiten untersucht.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Adipositas im Kindesalter, motorische Leistungsfähigkeit, körperliche Aktivität, das Stodden-Modell und motorische Kompetenz.
Das Modell von Stodden et al. bietet eine anschauliche theoretische Erklärung für die dynamischen und wechselseitigen Korrelationen zwischen motorischer Kompetenz, körperlicher Aktivität und dem Risiko für Adipositas.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass adipöse Kinder im Durchschnitt motorisch schwächer abschneiden, wobei insbesondere Aufgaben, bei denen das eigene Körpergewicht getragen werden muss, erhebliche Schwierigkeiten bereiten.
Es wird dringend empfohlen, Bewegungsinterventionen für Kinder gezielt und individuell an deren jeweiliges motorisches Leistungsniveau anzupassen, um Präventionserfolge zu erzielen.
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