Bachelorarbeit, 2018
42 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Markteintrittsabwehr von potentiellen Wettbewerbern
2.1 Die Vermeidung neuer Wettbewerber
2.2 Strategische Nutzung von Markteintrittsbarrieren
2.3 Verschiedene Marktformen als Basis von Abwehrstrategien
3 Preisstrategien zur Markteintrittsabwehr
3.1 Preispolitik und das Gleichgewicht am Markt
3.2 Limit-Pricing als strategische Markteintrittsbarriere
3.3 Stackelberg und der sequentielle Charakter von Limit-Pricing
3.4 Glaubwürdigkeit und unvollständige Information
4 Kostenstrategien zur Markteintrittsabwehr
4.1 Investitionen zum Zwecke der beiderseitigen Kostenerhöhung
4.2 Strategische Kostenerhöhung in der spieltheoretischen Betrachtung
4.3 Auswirkungen der strategischen Kostenerhöhung auf den Markt
4.4 Alternative Anwendungen der strategischen Kostenerhöhung
5 Diskussion
5.1 Vergleich beider Strategien
5.2 Weitere Formen von Markteintrittsabwehr
5.3 Empirische Evidenz von Markteintrittsabschreckung
6 Zusammenfassung und Schlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht theoretische und empirische Ansätze, mit denen etablierte Unternehmen den Markteintritt potentieller Wettbewerber verhindern können. Im Fokus steht dabei die Analyse von Preis- und Kostenstrategien sowie deren Wirksamkeit und Glaubwürdigkeit im spieltheoretischen Kontext.
3.4 Glaubwürdigkeit und unvollständige Information
Bain beschreibt in seiner Arbeit, dass der Markteintritt eines neuen Anbieters zwar abhängig ist vom vorherrschenden Preis und den aktuellen Gewinnen der etablierten Unternehmen, dass aber die Frage ist, welche Rolle beides in seiner Entscheidungsfindung einnimmt. Bei vollständiger Information wäre dem potentiellen Einsteiger bewusst, welcher Preis in Markt vorherrscht und vor allem, welche Gewinne die Anbieter im Markt erzielen (können). Er könnte also leicht einen gesenkten Preis zum Zwecke der Markteintrittsabwehr identifizieren und er würde den „Bluff“ als solchen erkennen. Dieser Bluff bzw. die unglaubwürdige Drohung hinter Limit-Pricing bei vollständiger Information ist in Abbildung 6 illustriert. Die Problematik wird hier auf das Konzept des Stackelberg-Modells nach Dixit übertragen. Wegen des sequentiellen Charakters ist ein Spielbaum abgebildet. Zu beachten ist, dass hier der Eintritt vor der Wahl der Limit-Menge stattfindet. Die Idee bleibt jedoch die selbe.
Die Punkte stellen die Entscheidungszeitpunkte der Spieler dar und die Pfeile die jeweiligen Optionen. Die Spieler sind über den Punkten abgebildet. Es sind auf der einen Seite der potentielle Einsteiger als Firma 2 (F2) und auf der anderen Seite der etablierte Anbieter als Firma 1 (F1). Der erste Entscheidungspunkt ist dem Einsteiger zuzuordnen und er beginnt das Spiel. Er entscheidet, ob er in den Markt eintritt (Eintritt) oder nicht (Kein Eintritt). An zweiter Stelle steht der etablierte Anbieter mit der Entscheidung darüber, ob er die Limit-Menge wählt (Limit-Menge) oder nicht (Monopol bzw. Stackelberg). Die Werte in den Klammern auf der rechten Seite geben die jeweiligen Ergebnisse bzw. Auszahlungen der einzelnen Endsituationen. Der Wert vor dem Semikolon steht für die Auszahlung des Einsteigers und der Wert nach dem Semikolon für die des etablierten Anbieters. Die Auszahlungen sind die Profite der Spieler in den jeweiligen Situationen.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Markteintrittsabwehr und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage bezüglich existierender Strategien für etablierte Firmen.
2 Markteintrittsabwehr von potentiellen Wettbewerbern: Definition grundlegender Begriffe wie Wettbewerb und Markteintrittsbarrieren sowie Klassifizierung der Barrieren nach Salop.
3 Preisstrategien zur Markteintrittsabwehr: Detaillierte Analyse des Limit-Pricing-Konzepts und dessen Übertragung auf das Stackelberg-Modell unter Berücksichtigung von Informationsasymmetrien.
4 Kostenstrategien zur Markteintrittsabwehr: Untersuchung der Strategie der strategischen Kostenerhöhung (Raising Rivals' Costs) und alternativer Methoden wie Lobbyarbeit oder Forschungsinvestitionen.
5 Diskussion: Kritischer Vergleich von Preis- und Kostenstrategien sowie Vorstellung empirischer Befunde von Smiley zur praktischen Relevanz der Abschreckungsstrategien.
6 Zusammenfassung und Schlussbemerkungen: Zusammenführung der Ergebnisse und Fazit zur Effektivität der untersuchten Strategien im ökonomischen Kontext.
Markteintrittsabwehr, Markteintrittsbarrieren, Limit-Pricing, Strategische Kostenerhöhung, Raising Rivals' Costs, Spieltheorie, Stackelberg-Modell, Monopol, Oligopol, Wettbewerbsgrad, Markteintritt, Preisstrategien, Kostenstrategien, Industrieökonomie, Abschreckung.
Die Arbeit befasst sich mit industrieökonomischen Strategien, die etablierten Unternehmen zur Verfügung stehen, um den Markteintritt neuer Konkurrenten zu verhindern oder zu erschweren.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen und spieltheoretischen Untersuchung von Preis- und Kostenstrategien, ergänzt durch eine empirische Einordnung ihrer tatsächlichen Anwendung in Unternehmen.
Ziel ist es zu identifizieren, welche Preis- und Kostenstrategien existieren, wie sie modelltheoretisch funktionieren und wie erfolgreich sie in der Praxis zur Markteintrittsabwehr sind.
Es werden klassische mikroökonomische Modelle sowie spieltheoretische Ansätze (wie das Stackelberg-Modell und Rückwärtsinduktion) zur Analyse genutzt, kombiniert mit einer Auswertung empirischer Managerbefragungen.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Bereiche: Preisstrategien (insb. Limit-Pricing) und Kostenstrategien (insb. Raising Rivals' Costs), deren Mechanismen und Auswirkungen auf den Markt detailliert analysiert werden.
Zentrale Begriffe sind Markteintrittsbarrieren, Limit-Pricing, strategische Kostenerhöhung, Spieltheorie und die empirische Evidenz zur Markteintrittsabschreckung.
Während Limit-Pricing den Preis über die Ausbringungsmenge als Signal nutzt, zielt die strategische Kostenerhöhung darauf ab, die Kostenstruktur des Konkurrenten gezielt zu verschlechtern, was in der Theorie als stabiler und glaubwürdiger bewertet wird.
Der Autor stellt fest, dass Limit-Pricing in der Praxis aufgrund modelltheoretischer Schwächen selten Anwendung findet, während Strategien zur strategischen Kostenerhöhung in unternehmerischen Kreisen eine deutlich höhere Relevanz aufweisen.
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