Bachelorarbeit, 2018
60 Seiten, Note: 1,0
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1 Theoretische Einbettung
1.1 Einleitung
1.2 Theoretischer Hintergrund
1.2.1 Das psychologische Konstrukt Stress
1.2.1.1 Stresstheorien.
1.2.1.2 Physiologische Stressreaktion.
1.2.1.3 Chronischer Stress.
1.2.2 Das Enzym Alpha-Amylase
1.2.2.1 Tagesprofile
1.2.2.2. Alpha-Amylase und Stress.
1.2.3 Das Arbeitsgedächtnis.
1.2.3.1 Das Mehrkomponentenmodell des Arbeitsgedächtnisses.
1.2.3.2 Physiologische Betrachtung des Arbeitsgedächtnisses.
1.2.3.3 Arbeitsgedächtniskapazität.
1.2.3.4 N-Back Test als Maß der Kapazität des Arbeitsgedächtnisses.
1.2.5 Stress und Arbeitsgedächtnis.
1.3 Thematische Einordnung und Hypothesen der vorliegenden Arbeit
2 Methode
2.1 Stichprobe
2.2 Durchführung und Materialien
2.2.1 Online-Fragebogen.
2.2.2 Labortestung.
2.2.3 Erhebung der Alpha-Amylase Tagesprofile.
2.3 Gemessene Variablen und Operationalisierung
2.3.1 Arbeitsgedächtnisleistung.
2.3.2 Alpha-Amylase im Speichel als objektives Stressmaß.
2.3.3 Subjektives Stressempfinden.
2.3.4 Soziodemographische Daten.
2.3.5 Kontrollvariablen.
2.4 Studiendesign
2.5 Statistische Methoden
3 Ergebnisse
3.1 Datenaufbereitung
3.1.1 Voraussetzungsprüfung und Reliabilität.
3.2 Deskriptive Statistik
3.3 Kontrollvariablen
3.4 Hypothesentestung
3.4.1 Hypothese 1.
3.4.2 Hypothese 2.
3.4.3 Hypothese 3.
3.4.4 Hypothese 4.
3.5 Explorative Statistik
4 Diskussion
4.1 Zusammenfassung
4.2 Theoretische Einordnung der Ergebnisse
4.3 Limitationen
4.4 Implikationen
4.4.1 Forschungsperspektiven.
4.5 Fazit
Ziel dieser Abschlussarbeit ist es, den Zusammenhang zwischen langfristigem Stress und der kognitiven Leistungsfähigkeit des Arbeitsgedächtnisses zu untersuchen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Beziehung zwischen dem subjektiv empfundenen Stress (gemessen via Perceived Stress Scale) sowie dem objektiv durch Speichel-Alpha-Amylase (sAA) Tagesprofile erfassten Stress und der Leistung in einem n-back Paradigma.
1.2.1.1 Stresstheorien.
Ursprünglich formulierte Walter Cannon 1926 ein Stressmodell der Homöostase, welches besagt, dass Stress eine kompensatorische physiologische Reaktion auf Situationen ist, die das innere Gleichgewicht ins Wanken bringen. Daraus resultieren spezifisch entweder Flucht- oder Kampfreaktionen, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Sterling und Eyer (1988) hingegen vertreten die Meinung, dass das Modell der Homöostase Stressreaktionen nicht vollständig erklären kann. Laut ihrem Modell der Allostase ist das Ziel der Stressreaktion nicht nur die kurzfristige Wiederherstellung des Ausgangszustands, sondern auch die langfristige Anpassung des Organismus an Stressoren. Alleine durch diese Anpassungsfähigkeit an neue Bedingungen wird das Überleben und die Reproduktionsfähigkeit einer Spezies aufrechterhalten. Allerdings kommt es durch chronischen Stress auf Dauer zu einer Abnutzung der körperlichen Anpassungssysteme, der so genannten allostatic load (Sterling, 2012).
1974 formulierte Selye eine Theorie, in der Stress als eine nicht-spezifische körperliche Reaktion auf äußere Stressoren aufgefasst wird, die nach einem bestimmten Muster- dem Allgemeinen Adaptationssyndrom- verläuft: zunächst kommt es zu einer Alarmreaktion, auf die eine adaptive Reaktion folgt. Anhaltende Stressoren resultieren langfristig in einer Phase der Erschöpfung. Im Verlauf der Forschung zum Thema Stress wurde die Theorie Selyes durch weitere Erkenntnisse teilweise widerlegt beziehungsweise erweitert. So zeigten Studien, dass aus unterschiedlichen Stressoren sehr wohl spezifische körperliche Reaktionen resultieren können (Miller, Chen, & Zhou, 2007; Pacak, 2000; Pacak et al., 1998).
1 Theoretische Einbettung: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Stressforschung und des Arbeitsgedächtnisses sowie deren physiologische und psychologische Verknüpfungen.
2 Methode: Hier werden das Studiendesign, die Stichprobenrekrutierung, die Labortestung mittels n-back Test sowie die Erhebung der Alpha-Amylase-Tagesprofile detailliert beschrieben.
3 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der erhobenen Daten, inklusive der Hypothesenprüfung und explorativer Analysen.
4 Diskussion: Hier werden die Ergebnisse theoretisch eingeordnet, methodische Limitationen der Studie erörtert und Implikationen für zukünftige Forschung abgeleitet.
Stressforschung, Arbeitsgedächtnis, n-back Test, Alpha-Amylase, Speichel-Biomarker, PSS, Stressreaktion, kognitive Leistung, chronischer Stress, allostatische Last, psychologische Konstrukte, Korrelationsstudie, Stressinduktion
Die Arbeit untersucht den möglichen Zusammenhang zwischen langfristigem Stress und der Arbeitsgedächtnisleistung von Probanden.
Die Arbeit verknüpft psychologische Stresskonzepte, biophysiologische Stressmarker (insbesondere Alpha-Amylase) und kognitionspsychologische Modelle des Arbeitsgedächtnisses.
Das Hauptziel besteht darin zu klären, ob sich Stress, erfasst durch subjektive Einschätzungen und objektive Speichelmarker, negativ auf die Leistung in einem n-back Test auswirkt.
Es wurde ein korrelatives Studiendesign mit einer Stichprobe von 57 Personen gewählt, bei dem neben Online-Fragebögen und Labortests mittels n-back Paradigma auch Speichelproben zur Bestimmung von Alpha-Amylase analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche theoretische Einbettung, die Beschreibung der methodischen Durchführung, eine detaillierte Ergebnisanalyse sowie eine kritische Diskussion der Befunde.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Arbeitsgedächtnis, Alpha-Amylase-Tagesprofile, n-back Test und langfristigen Stress definiert.
Alpha-Amylase im Speichel gilt als valider und gut handhabbarer biologischer Marker für die Aktivität des sympathischen Nervensystems, die bei Stressreaktionen eine zentrale Rolle spielt.
In der vorliegenden Studie konnte kein eindeutiger, signifikanter Zusammenhang zwischen langfristigem Stress und der Arbeitsgedächtnisleistung nachgewiesen werden, was vermutlich auf Stichprobenmerkmale wie den hohen Anteil an studentischen Probanden und mögliche Trainingseffekte zurückzuführen ist.
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