Bachelorarbeit, 2019
92 Seiten, Note: 1,2
1. Einleitung
1.1 Einordnung der Thematik in den Gesamtkontext
1.2 Problemstellung und Herleitung der Zielsetzung
1.3 Aufbau und Methodik der Bachelorarbeit
2. Signifikante Grundlagen des Prozessmanagement
2.1 Begrifflichkeiten des Prozessmanagements
2.2 Modellierung und Implementierung von Prozessen
2.3 Herausforderungen und technologische Treiber
2.4 Compliance und Prozessmanagement
2.5 Bewertung und Leistungsmessung von Prozessen
3. Prozessautomatisierung als Optimierungsansatz
3.1 Grundlagen der Prozessautomatisierung
3.2 RPA als Ansatz zur Prozessautomatisierung
3.2.1 Technologie und Funktionsweise
3.2.2 Anwendungsbereiche
3.2.3 Nutzenpotenziale
3.2.4 Einschränkungen und Restriktionen
3.3 Bewertung des Automatisierungspotenzials einzelner Prozesse
3.3.1 Eruierung und Bewertung der Kriterien
3.3.2 Entwicklung eines Musterkataloges zur Bewertung
4. Anwendungsszenario am Beispiel zweier Prozesse
4.1 Ausgangspunkt und Auswahl geeigneter Prozesse
4.2 Ermittlung der Automatisierungsfähigkeit mithilfe des Musterkatalogs
4.3 Darstellung eines Automatisierungsszenarios
4.3.1 Vorgehensweise
4.3.1 Betrachtung der Wirtschaftlichkeit
4.3.2 Abgleich mit dem Ist-Zustand
4.3.3 Gesamteinschätzung
5. Konklusion
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen Kriterienkatalog zu entwickeln, der Unternehmen bei der Identifikation und Bewertung von Automatisierungspotenzialen in ihren Geschäftsprozessen unterstützt, insbesondere unter dem Einsatz von Robotic Process Automation (RPA).
3.2.1 Technologie und Funktionsweise
Die trotz des Einsatzes von moderner Informationstechnik (z. B. ERP-CRM-BPM-Systeme) notwendigen manuellen Tätigkeiten waren der Ausgangspunkt für die Entwicklung des RPA-Ansatzes. Unter Nutzung dieser Technologie können die manuellen Aktivitäten, wie z. B. die Eingabe und Verarbeitung von Daten im Prozess durch Softwareroboter erlernt werden. Der Roboter führt dabei die gleichen Eingaben auf der bestehenden Präsentationsschicht, dem Front-End des Anwendungssystems, wie der Mitarbeiter durch. Der Begriff Roboter ist weiterhin der Industrie entnommen, in welcher greifbare Roboter menschliche Handlungen ausführen. Jedoch basiert der RPA Ansatz im Gegensatz dazu ausschließlich auf Softwaresystemen. Gleich dem Mitarbeiter, wird dem Softwareroboter eine eigene Benutzerkennung zugeteilt, welche die Interaktion mit Anwendungssystemen über Benutzerschnittstellen ermöglicht. Die vorhandenen betrieblichen Anwendungssysteme müssen dabei nicht verändert werden. Obwohl allgemein hin von Softwarerobotern gesprochen wird, ist diese Begrifflichkeit im Gegensatz zu physischen Fertigungsrobotern eher künstlich, da es sich um lizenztechnische Einteilungen handelt, die an der Anzahl der durch die Softwarelizenzen ersetzen Mitarbeiterzahlen gemessen werden. Einem Fallbeispiel zufolge entspricht ein lizenzierter Roboter einem Mitarbeiter von etwa zwei bis fünf FTE.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die VUCA-Welt ein und leitet aus der Digitalisierung und Industrie 4.0 die Relevanz der Prozessautomatisierung für Finanzdienstleister ab.
2. Signifikante Grundlagen des Prozessmanagement: Dieses Kapitel erläutert die wesentlichen Konzepte des Prozessmanagements, der Modellierung sowie technologische Einflüsse und Compliance-Anforderungen.
3. Prozessautomatisierung als Optimierungsansatz: Hier werden die Grundlagen der Prozessautomatisierung mit einem Fokus auf RPA dargelegt und ein Kriterienkatalog zur Bewertung des Automatisierungspotenzials entwickelt.
4. Anwendungsszenario am Beispiel zweier Prozesse: Dieses Kapitel veranschaulicht die praktische Anwendung des entwickelten Musterkatalogs anhand von zwei ausgewählten Finanzprozessen und führt eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durch.
5. Konklusion: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Prozesse zur Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich zu transformieren.
Prozessmanagement, Prozessautomatisierung, Robotic Process Automation, RPA, Kriterienkatalog, Digitale Transformation, Finanzdienstleister, Geschäftsprozesse, Effizienzsteigerung, Prozessmodellierung, Wirtschaftlichkeit, Compliance, Industrie 4.0, Automatisierungspotenzial, Software-Roboter
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines strukturierten Kriterienkatalogs, mit dem Unternehmen ihre Geschäftsprozesse hinsichtlich ihres Potenzials für eine Automatisierung durch Robotic Process Automation (RPA) evaluieren können.
Die zentralen Themen sind Prozessmanagement-Methodiken, die technologische Umsetzung von RPA, die Bewertung von Prozesskomplexität und die Durchführung einer Wirtschaftlichkeitsanalyse für Automatisierungsszenarien.
Das primäre Ziel ist die Bereitstellung einer universellen Entscheidungshilfe, die beantwortet, ob ein spezifischer Geschäftsprozess für RPA geeignet ist, um Effizienzgewinne und eine Steigerung der Konkurrenzfähigkeit zu erreichen.
Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse zu aktuellen technologischen Treibern und eine deduktive Herleitung von Bewertungskriterien genutzt, die in einem Musterkatalog für die praktische Anwendung in einem Shared Service Center (SSC) münden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Prozessmanagements, eine detaillierte Auseinandersetzung mit der RPA-Technologie, die Erarbeitung des Bewertungskatalogs sowie dessen Anwendung auf beispielhafte Prozesse.
Die wichtigsten Schlagworte sind Prozessmanagement, RPA, Automatisierungspotenzial, Kriterienkatalog, Digitale Transformation und Wirtschaftlichkeitsanalyse.
Routineaufgaben sind regelbasiert und repetitiv, was sie prädestiniert für die fehlerfreie Ausführung durch Softwareroboter macht, während unstrukturierte Aufgaben häufig menschliche Intuition oder Spezialwissen erfordern, die aktuell noch schwer automatisierbar sind.
Die Datenqualität ist der kritische Erfolgsfaktor, da Roboter nach festen Regeln agieren; liegen Daten nur in physischen oder unstrukturierten Formaten vor, sinkt das Potenzial für eine nahtlose Automatisierung erheblich.
Es beschreibt die geschäftliche Interaktion zwischen dem anwendenden Unternehmen, dem Anbieter der RPA-Lösung und dem eigentlichen Softwarehersteller, was bei der Auswahl von Lizenzen und der Projektplanung berücksichtigt werden muss.
Die Bewertung erfolgt über eine vereinfachte Kosten-Nutzen-Rechnung, die Einmalkosten (Entwicklung) und laufende Kosten (Lizenzen, Infrastruktur) den Einsparungen durch reduzierte Bearbeitungszeiten und den Ersatz von Vollzeitäquivalenten (FTE) gegenüberstellt.
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