Fachbuch, 2020
83 Seiten
1 Einleitung und Problemstellung
2 Zielsetzung
3 Gegenwärtiger Kenntnisstand
3.1 DKG-Empfehlung
3.2 Ausbildung zur/m Operationstechnischen-Assistentin/en
3.3 Berufliche Handlungskompetenz
3.4 Definition, Entwicklung und Herkunft der Skills-Lab-Methode
3.5 Skills-Training
3.6 Cognitive-Apprenticeship
3.7 Vorreiter: Careum Bildungszentrum Zürich (CBZ)
3.8 Die OTA-Schule als Gegenstand der Analyse
4 Forschungsdesign
4.1 Forschungsfrage
4.2 Qualitativer Forschungsansatz: Feldforschung
5 Ergebnisdarstellung
5.1 Schülerin 1
5.2 Schülerin 2
5.3 Schülerin 3
5.4 Allgemein
6 Diskussion der Ergebnisse
6.1 Einflussfaktoren auf die Datenerhebung
6.2 Analyse der erhobenen Daten
6.3 Ableitung von Handlungsempfehlungen
7 Ausblick
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit der Skills-Lab-Lehrmethode zur gezielten Förderung der beruflichen Handlungskompetenz von Operationstechnischen Assistenten (OTA). Ziel ist es, den Theorie-Praxis-Transfer durch ein simuliertes Training zu analysieren und mittels empirischer Feldforschung in Form von Beobachtungssequenzen zu belegen, um daraus Handlungsempfehlungen für die Ausbildung abzuleiten.
3.3.4.1 Dritter Lernort
Landwehr (2002) sieht die Notwendigkeit eines dritten Lernorts, in der bislang rudimentären didaktischen Integration des theoretischen und praktischen Lernens in den beiden Lernorten Theorie und Praxis. Die Forderung nach höherer Wirksamkeit des Lehrens und Lernens, eine Verbesserung der Transferwirksamkeit des Gelernten, ist klar ersichtlich. Dieser Forderung soll durch das Lernen an einem Dritten Ort nachgekommen werden.
Als Dritter Lernort ist „ein institutionell klar definierter und von den beiden anderen Lernorten abgegrenzter Teil des beruflichen Lernens bezeichnet, der bewusst zwischen dem schulischen und dem betrieblichen Lernen angesiedelt ist“ (Landwehr 2002, S. 43). Die nachhaltige Integration des theoretischen (schulischen) sowie des praktischen (betrieblichen) Lernens bildet dessen Ziel. Damit verbunden stehen zudem die „systemisch gestaltete Interaktion von Theorie und Praxis von praktischem Handeln und systematischer Reflexion“ (Landwehr 2002, S. 43) im Fokus.
Trotz institutioneller Abgrenzung zu den Lernorten Theorie und Praxis ist eine übergreifende Verbindung hinsichtlich der gemeinsamen Lernziele elementar.
In der Umsetzung bedeutet dies, dass im Dritten Lernort Situationen geschaffen werden müssen, in welchen die Lernenden das in beiden Lernorten Gelernte miteinander zu einem sinnvollen Ganzen verknüpfen können. Es ergibt sich für den Lernenden die Möglichkeit, Praxiserfahrungen zu reflektieren und die theoretischen Erkenntnisse zu verknüpfen.
1 Einleitung und Problemstellung: Hinführung zum Berufsbild des OTA und die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Ausbildungsstruktur zur Förderung der Handlungskompetenz.
2 Zielsetzung: Festlegung der Bachelorthesis zur Definition des Skills-Labs als Lehrmethode und empirische Wirksamkeitsanalyse anhand von drei Schülern.
3 Gegenwärtiger Kenntnisstand: Fundierte theoretische Aufarbeitung der DKG-Empfehlungen, der Ausbildungsinhalte sowie der Methodik des Skills-Trainings und Cognitive-Apprenticeships.
4 Forschungsdesign: Beschreibung des qualitativen Feldforschungsansatzes und der Beobachtungsmethodik zur Erhebung der Daten.
5 Ergebnisdarstellung: Grafische und deskriptive Auswertung der Beobachtungssequenzen für die drei teilnehmenden Schüler vor und nach dem Skills-Training.
6 Diskussion der Ergebnisse: Kritische Analyse der Einflussfaktoren auf die Datenerhebung und Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für die OTA-Schule.
7 Ausblick: Identifikation weiterführender Forschungsbedarfe, insbesondere im Hinblick auf Blended Learning und internationale Vernetzung.
8 Fazit: Zusammenfassende Bestätigung der Wirksamkeit der Skills-Lab-Methode zur signifikanten Steigerung der beruflichen Handlungskompetenz.
Skills-Lab, berufliche Handlungskompetenz, OTA-Ausbildung, Theorie-Praxis-Transfer, Pflegekompetenz, Feldforschung, Beobachtung, Cognitive-Apprenticeship, Skills-Training, Lernortkooperation, Kompetenzentwicklung, Medizinpädagogik, Operationsdienst, Auszubildende, Simulationslernen.
Die Arbeit untersucht, wie die Lehrmethode des "Skills-Labs" in der Ausbildung von Operationstechnischen Assistenten (OTA) eingesetzt werden kann, um die berufliche Handlungskompetenz der Auszubildenden gezielt zu fördern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen theoretischer Schulbildung und praktischer Klinikausbildung sowie der Bedeutung des Dritten Lernorts für eine effektive Kompetenzentwicklung.
Das Hauptziel ist es zu klären, welche Wirkung ein strukturiertes Skills-Training auf die Entwicklung der beruflichen Handlungsfähigkeit von OTA-Schülern im ersten Lehrjahr hat.
Die Autorin verwendet einen qualitativen Forschungsansatz in Form einer Feldforschung, bei der die Handlungskompetenz mittels Beobachtungssequenzen vor und nach einem Skills-Training dokumentiert und analysiert wird.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (wie DKG-Empfehlungen und Kompetenzstufen nach Benner) erarbeitet, gefolgt von einer detaillierten Erläuterung der Skills-Lab-Methode und der Analyse von Beobachtungsdaten einzelner Schüler.
Zentrale Begriffe sind Skills-Lab, Handlungskompetenz, Theorie-Praxis-Transfer, OTA-Ausbildung, Pflegekompetenz und Feldforschung.
Es bietet einen geschützten Raum für die Simulation von Handlungsabläufen ohne direkten Patientendruck, was eine gezielte Reflexion und den sicheren Erwerb praktischer Fertigkeiten vor dem ersten echten Einsatz in der Klinik ermöglicht.
Die Daten belegen bei allen untersuchten Schülern einen deutlichen Zuwachs an Handlungskompetenz, insbesondere bei der sicheren Durchführung von Arbeitsabläufen und der Selbstständigkeit bei der Ausführung von Aufgaben.
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