Bachelorarbeit, 2015
43 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Konsumentengruppe der Best Ager
2.1 Begriffsdefinition und Abgrenzung von anderen Altersgruppen
2.2 Demographische Situation und zukünftige Bevölkerungsentwicklung
3. Die Bedeutung der Kundensegmentierung für das Segment der Best Ager
3.1 Begriffsdefinition der Kundensegmentierung
3.2 Möglichkeiten der Best Ager Segmentierung
3.2.1 Klassische Segmentierungskriterien nach Meffert
3.2.2 Segmentierung nach Psychologie- und Verhaltensansätzen
3.2.3 Segmentierung nach Bedürfnissen und Produktattributen
3.2.4 Segmentierung nach Ladenpräferenzen
3.3 Kritik und Grenzen der Best Ager Segmentierung
4. Kundenspezifische Ansprache von Best Agern
4.1 Allgemeine Bedeutung der Werbung für die kundenspezifische Ansprache der Best Ager
4.2 Wichtige Werbestrategien und Werbewirkungen
4.2.1 Einfluss des Alters von Werbepersonen
4.2.2 Einfluss des Produktdesigns
4.3 Ausgewählte Fallbeispiele
4.3.1 Seniorenreisen am Beispiel von TUI
4.3.2 Generationenübergreifende Werbung am Beispiel NIVEA
5. Fazit
Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten der Kundensegmentierung und zielgruppenspezifischen Ansprache der Generation 50 plus (Best Ager), um deren hohes wirtschaftliches Potenzial durch adäquate Marketingstrategien gezielt zu erschließen und zu aktivieren.
4.2.1 Einfluss des Alters von Werbepersonen
Um eine Werbung gezielt zu platzieren und um die Gruppe der Best Ager genauestens anzusprechen, ist, wie in Kapitel 3 erläutert, eine fundierte und feine Segmentierung nötig. Es ist jedoch genauso vonnöten, die Werbung so zu gestalten, dass sie die Best Ager nicht diskriminiert (vgl. Carrigan und Szmigin 2003, S. 198), stereotypisiert oder mit ihrem Alter konfrontiert (vgl. Moschis 2003, S. 523). Moschis et al. (2004, S. 132) sprechen in diesem Zusammenhang von einem „age-proof“ Marketing, mit dem man sich nach den Bedürfnissen und Wünschen der Best Ager orientiert. Dieser Abschnitt wird verdeutlichen, weshalb eine Ansprache über das kognitive Alter (gefühltes oder wahrgenommenes Alter) der Zielgruppe am effektivsten ist (vgl. Carrigan und Szmigin 1999a, S. 224) und weshalb sich die meisten älteren Konsumenten eher mit jenen Werbungen identifizieren können, welche jünger wirkende Personen darstellen.
Die meisten älteren Menschen fühlen sich in Wahrheit deutlich jünger, als sie eigentlich sind (vgl. Zurcher, Wray und Hodges 2008, S. 12). Daher wird das kognitive Alter, als das Alter definiert, welches der Eigenwahrnehmung und dem gefühlten Alter entspricht und nicht dem tatsächlichen (vgl. Zurcher, Wray und Hodges 2008, S. 12). Im Schnitt kann man davon ausgehen, dass sich die Gruppe der über 50-Jährigen ca. 12 Jahre jünger einschätzt (vgl. Szmigin und Carrigan 2000, S. 131). Das werbende Unternehmen sollte daher den Aspekt beachten, dass in der Werbung Models oder Repräsentanten benutzt werden, die das Selbstbild der Best Ager wiedergeben und nicht das Bild ihres wahren Alters widerspiegeln (vgl. Zurcher et al. 2008, S. 13).
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Best Ager als kaufkräftige Zielgruppe und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise der Arbeit.
2. Die Konsumentengruppe der Best Ager: Definition und demografische Abgrenzung der Generation 50 plus sowie Analyse ihrer zukünftigen Bedeutung für den Konsummarkt.
3. Die Bedeutung der Kundensegmentierung für das Segment der Best Ager: Darstellung verschiedener Segmentierungskriterien, von klassischen soziodemografischen Ansätzen bis hin zu komplexen verhaltens- und bedürfnisorientierten Analysen.
4. Kundenspezifische Ansprache von Best Agern: Untersuchung strategischer Werbemaßnahmen, insbesondere der Bedeutung des kognitiven Alters und des Produktdesigns anhand praxisnaher Fallbeispiele.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Best Ager Marktes für das Marketing.
Best Ager, Kundensegmentierung, Marketingmanagement, Generation 50 plus, Kaufkraft, kognitives Alter, Zielgruppenansprache, demografischer Wandel, Konsumverhalten, Werbestrategie, Seniorenmarketing, Markenbindung, Produktgestaltung, Marktbearbeitung, Altersdiskriminierung.
Die Arbeit befasst sich mit dem hohen wirtschaftlichen Potenzial der Zielgruppe „Best Ager“ (Generation 50 plus) und analysiert, wie Unternehmen diese Konsumenten durch präzise Segmentierung und zielgruppengerechte Werbestrategien effektiv erreichen können.
Zentrale Themen sind die demografische Entwicklung, Methoden der Marktsegmentierung für ältere Zielgruppen, die Bedeutung des kognitiven Alters bei der Auswahl von Werbe-Models sowie die Rolle von Produktdesign und authentischer Kommunikation.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch eine fundierte Segmentierung in Untergruppen und eine darauf ausgerichtete Marketingansprache die Bedürfnisse der Best Ager optimal bedienen und dadurch Wettbewerbsvorteile erzielen können.
Die Arbeit basiert auf einer intensiven Literaturrecherche von Basisliteratur und aktuellen Studien sowie einer deduktiven Analyse konkreter Werbebeispiele aus der Medienlandschaft.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Kundensegmentierung (Kapitel 3) und die Anwendung dieser Erkenntnisse auf die strategische Kundenansprache und das Produktdesign (Kapitel 4), illustriert durch Fallbeispiele.
Die wichtigsten Begriffe sind Best Ager, Kundensegmentierung, kognitives Alter, Zielgruppenansprache, Kaufkraft, Seniorenmarketing und Konsumverhalten.
Das kognitive Alter beschreibt das Alter, das sich eine Person durch ihre Eigenwahrnehmung und ihren Lebensstil selbst zuschreibt. Da sich Best Ager oft deutlich jünger fühlen, als sie biologisch sind, erzielen Werbemaßnahmen, die diesen jüngeren Selbstwert widerspiegeln, eine höhere Identifikation.
Aufgrund möglicher physischer Einschränkungen im Alter gewinnen Aspekte wie einfache Handhabung, gute Lesbarkeit von Produktinformationen und ergonomisches Design direkt an Relevanz für die Kaufentscheidung.
Eine zu starke Aufspaltung in kleinste Untersegmente kann die Anzahl potenzieller Kunden pro Segment zu stark verkleinern und zu einem unverhältnismäßig hohen Kosten-Nutzen-Aufwand für das werbende Unternehmen führen.
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