Diplomarbeit, 2004
130 Seiten, Note: 1,1
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 Gattungen der akustischen Inhalte mit überwiegendem Wortanteil und deren Formen
1.1 Begriffsdefinitionen im Hörbuchbereich
1.1.1 Akustischer Inhalt mit überwiegendem Wortanteil
1.1.1.1 Hörbuch (engl. audio book)
1.1.1.2 Hörspiel
1.1.1.3 Feature
1.1.1.4 O-Ton Feature
1.1.1.5 Zeitgeschichtliches Feature
1.1.1.6 Lesung
1.1.2 Veranstaltungsarten zur Aufführung von akustischen Inhalten mit überwiegendem Wortanteil
1.1.2.1 Hörkino / Open-Air-Hörkino
1.1.2.2 HörBAR
1.1.2.3 Live-Hörspiel
1.2 Die Entwicklung vom Hörspiel zum Hörbuch
1.2.1 Die Anfänge in den 20er Jahren
1.2.2 Hörspiele – „Das Schöne und Wahre im Rundfunk“
1.2.3 Die erste Blütezeit des Hörspiels und seine Probleme
1.2.4 Das veränderte Hörverhalten in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg
1.2.5 Die zweite Blütezeit des Hörspiels
1.2.6 Der neue Medienträger Fernseher veränderte die Interessen des Publikums
1.2.7 Der Rundfunk wird populär und die ersten Hörbücher entstehen
1.2.8 Die veränderte Rundfunklandschaft verdrängt das Hörspiel
1.2.9 Eine neue Chance für Hörspiele und Hörbücher
2 Die bereits genutzten Medienträger im Hörbuchbereich
2.1 Radio
2.2 Langspielplatte (LP)
2.3 Magnetband
2.4 Music Cassette (MC)
2.5 Compact Disc (CD)
2.6 Digital Audio Tape (DAT)
2.7 Digital Versatile Disc (DVD)
2.8 Hörbücher über Mobiltelefone
2.9 Hörsendungen im Zug
2.10 Internet
3 Verschiedene Audiokomprimierungsverfahren und deren Anwendungsmöglichkeiten
3.1 MP2 (MPEG Audio Layer II)
3.2 MP3 (MPEG Audio Layer III)
3.3 ATRAC3plus
3.4 Dolby Digital AC3
3.5 WMA (Windows Media Audio)
3.6 Real Audio
3.7 Quick Time
4 Marktplatz- und Online-Umfrage zu Hörbüchern
4.1 Interpretation der Ergebnisse der Umfrage
4.1.1 Kaufgewohnheiten
4.1.1.1 Bezugsquellen
4.1.1.2 Hörbuch-Download
4.1.1.3 Kaufentscheidung
4.1.2 Hörgewohnheiten
4.1.2.1 Motivation
4.1.2.2 Hörort
4.1.3 Nutzungsgewohnheiten
4.1.3.1 Nutzungsdauer
4.1.3.2 Nutzungsart
4.1.3.3 Akzeptanz neuer Geräte
4.1.4 Forderungen an die Hörbucheigenschaften
4.1.4.1 Nutzungsort
4.1.4.2 Bedienung
4.1.4.3 Leistungen
4.1.4.4 Bezugsquellen
4.1.4.5 Preis
5 Mögliche Neue Medienträger für den Hörbuchbereich
5.1 Mini Disc (MD)
5.2 Digital Versatile Disc (DVD)
5.2.1 Super Audio Compact Disc (SACD)
5.2.2 DVD-Audio
5.2.3 DVD-Video als „Compact Disc Digital Audio (CDDA)“
5.3 Mobiltelefone
5.4 Personal Digital Assistant (PDA)
5.5 Digital Radio / Digital Audio Broadcast (DAB)
5.6 Digitales Fernsehen / Digital Video Broadcasting (DVB)
5.7 eBooks
5.8 Internet
5.8.1 Offline-Nutzung – Download von Hörbüchern
5.8.1.1 Download von uneingeschränkten Audiodaten
5.8.1.2 Download von eingeschränkten Audiodaten
5.8.1.3 Download von CD- / DVD-Images
5.8.2 Online-Nutzung – Streaming von Hörbüchern
5.9 MP3 (MPEG Audio Layer III) -Player
5.10 AudiLib, der Neue Medienträger und das Abspielgerät in einem
5.10.1 Audioausgabemöglichkeiten beim AudiLib
5.10.1.1 Klinke 3,5 mm (Stereo)
5.10.1.2 Minimal UKW Sender / FM Transmitter
5.10.1.3 Bluetooth
5.10.1.4 Wireless Local Area Network (WLAN)
5.10.1.5 Interne Mobiltelefondienste
6 Selektion und Beurteilung der möglichen Neuen Medienträger
6.1 Technische Realisierungszeit der Neuen Medienträger
6.1.1 Heute umsetzbar
6.1.1.1 DVD-Video als CDDA
6.1.1.2 Internet-Download (eingeschränkt und uneingeschränkt)
6.1.1.3 MP3 Player
6.1.1.4 AudiLib
6.1.2 In 1 bis 2 Jahren umsetzbar
6.1.2.1 MD / Hi-MD
6.1.2.2 DVD-Audio
6.1.2.3 Mobiltelefone
6.1.2.4 Internet-Streaming
6.1.3 In 3 oder mehr Jahren umsetzbar
6.1.3.1 Digital Audio Broadcast (DAB)
6.1.3.2 Digital Video Broadcasting (DVB)
6.1.4 Für Hörbücher nicht relevant
6.1.4.1 Super Audio CD (SACD)
6.1.4.2 eBooks
6.2 Wirtschaftlicher Vergleich der Neuen Medienträger unter Betrachtung der genutzten Medienträger
6.3 Rechtliche Lage für den Einsatz der relevanten Neuen Medienträger
7 Résume
Die Diplomarbeit untersucht neue technologische Möglichkeiten für die Verbreitung und Nutzung von Hörbüchern, um den gestiegenen Anforderungen an Mobilität, Bedienbarkeit und Formatvielfalt gerecht zu werden. Hierbei steht die Identifikation geeigneter Medienträger im Vordergrund, die unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, technischer und rechtlicher Aspekte bewertet werden.
1.2.1 Die Anfänge in den 20er Jahren
Die Anfänge des Hörspiels liegen im Dunkeln, die ersten Hörspiele existieren schon lange nicht mehr. Aber die Entstehung des deutschen Hörspiels ist eng verbunden mit dem Start des deutschen Rundfunks, der am 29. Oktober 1923 in Berlin den Sendebetrieb aufnahm. Andere Städte wie Frankfurt, Köln, Leipzig, Hamburg, Breslau und München folgten rasch. Der Rundfunk wurde in der Weimarer Republik zu einer Zeit eingeführt, in der nahezu 50 Prozent der Arbeiter arbeitslos waren, ein Brot 5.000 Millionen Mark kostete und Wochen heftiger Hungerdemonstrationen die junge Republik erschütterten.
Die Programmverantwortlichen waren dennoch begeistert und Hans Bredow, der Staatssekretär im Reichspostministerium und Vater des deutschen Rundfunks, sagte:
„Das Radio wurde in einer Zeit der tiefsten wirtschaftlichen und seelischen Not wie ein befreiendes Wunder begrüßt und wird hier als Kulturfaktor betrachtet, dessen Auswirkungen auf das kulturelle, politische und wirtschaftliche Leben nicht hoch genug angeschlagen werden kann … zum ersten Mal seit der Erfindung der Buchdruckkunst ist eine Möglichkeit geschaffen worden, geistige Güter gleichzeitig ungezählt zu übermitteln ... und es ist verständlich, dass der nach Nahrung hungernde Teil der Menschheit sich in Masse zu dem Radio drängt.“
1 Gattungen der akustischen Inhalte mit überwiegendem Wortanteil und deren Formen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe im Hörbuchbereich und zeichnet die historische Entwicklung vom Hörspiel bis zum modernen Hörbuch nach.
2 Die bereits genutzten Medienträger im Hörbuchbereich: Hier erfolgt ein Überblick über die bisher verwendeten physischen und digitalen Speichermedien, von der Langspielplatte bis zur CD, inklusive ihrer Vor- und Nachteile.
3 Verschiedene Audiokomprimierungsverfahren und deren Anwendungsmöglichkeiten: Das Kapitel erläutert technische Standards zur Datenkompression, die für die effiziente Speicherung und Übertragung von Hörbuchinhalten essenziell sind.
4 Marktplatz- und Online-Umfrage zu Hörbüchern: Basierend auf einer empirischen Umfrage werden Kauf-, Hör- und Nutzungsgewohnheiten von Hörbuchnutzern und Nicht-Nutzern analysiert.
5 Mögliche Neue Medienträger für den Hörbuchbereich: Es werden innovative Ansätze wie Mini Disc, Mobiltelefone, Internet-Streaming und das Konzept "AudiLib" als potenzielle Zukunftsträger für Hörbücher untersucht.
6 Selektion und Beurteilung der möglichen Neuen Medienträger: Dieses Kapitel führt eine technische Realisierungsanalyse sowie einen wirtschaftlichen Vergleich der untersuchten Medienträger durch und beleuchtet die rechtliche Situation.
7 Résume: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und Handlungsempfehlungen für Verlage gegeben, um neue Medienträger erfolgreich am Markt zu etablieren.
Hörbuch, Hörspiel, Medienträger, Audiokompression, Digitalisierung, MP3, CD, DVD, Nutzungsverhalten, Marktanalyse, Mobiltelefone, AudiLib, Internet-Streaming, Urheberrecht, Datenspeicherung
Die Arbeit analysiert, welche neuen technologischen Medienträger für Hörbücher geeignet sind, um das wachsende Marktsegment der Hörbuchnutzer unter Berücksichtigung technischer und ökonomischer Faktoren besser zu erschließen.
Die Themen umfassen die Geschichte des Hörbuchs, die technischen Spezifikationen von Komprimierungsverfahren, eine empirische Marktanalyse sowie die Bewertung innovativer Hardware und Vertriebswege.
Ziel ist es, Medienträger zu identifizieren, die eine einfache und komfortable Hörbuchnutzung ermöglichen, und diese aus Sicht der Verlage auf ihre technische Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu prüfen.
Es wird eine Kombination aus Literaturrecherche, technischer Systemanalyse sowie eine eigens durchgeführte Online- und Marktplatzumfrage zur Erhebung von Nutzergewohnheiten angewandt.
Der Hauptteil behandelt die bestehenden Medien, relevante Komprimierungsverfahren, die Ergebnisse der Umfrage sowie die detaillierte Bewertung neuer Medienträger wie DVD, Mobilfunk und das Konzept eines dedizierten Abspielgeräts (AudiLib).
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Hörbuch, Digitalisierung, Medienträger, Komprimierung, Nutzerverhalten und technische Evaluation definieren.
Das AudiLib ist ein von Marc Fuss konzipiertes, buchförmiges, dediziertes Abspielgerät, das die Verbindung zwischen Literatur und moderner digitaler Wiedergabe für den Endverbraucher intuitiv erfahrbar machen soll.
Das Urheberrecht ist entscheidend, da Verlage sicherstellen müssen, dass ihre Verträge mit Autoren und Sprechern auch die Verwertung auf neuen digitalen Formaten und Vertriebswegen abdecken, um keine Lizenzprobleme zu riskieren.
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