Diplomarbeit, 2005
144 Seiten, Note: 1,0
I EINLEITUNG
II EINORDNUNG DER BEGRIFFLICHKEITEN
1. PERSÖNLICHES BUDGET
2. REHABILITATION
3. BEHINDERUNG
4. SELBSTBESTIMMUNG
III ECKPUNKTE DES PERSÖNLICHEN BUDGETS
1. GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG
2. RECHTLICHE GRUNDLAGEN
3. ZIELE
4. VERÄNDERUNGEN IM SOZIALLEISTUNGSSYSTEM
IV UMSETZUNG DES PERSÖNLICHEN BUDGETS
1. DAS PERSÖNLICHE BUDGET IM AUSLAND
1.1 Niederlande
1.2 Großbritannien
1.3 Schweden
2. MODELLPROJEKTE IN DEUTSCHLAND
2.1 Allgemeiner Überblick
2.2 Rheinland Pfalz
2.3 Niedersachsen
3. TRÄGERÜBERGREIFENDE PROJEKTE
3.1 Ziele
3.2 Leistungen
3.3 Erste Ergebnisse
4. PFLEGEBUDGETS
4.1 Ziele
4.2 Erste Erfahrungen aus den Modellprojekten
V ASPEKTE DER BERATUNG UND UNTERSTÜTZUNG
1. GRUNDGEDANKEN ZUR BERATUNG UND UNTERSTÜTZUNG
1.1 Zur Bedeutung von Beratung und Unterstützung
1.2 Empowerment
1.3 Case-Management
1.4 Unterstützungsmanagement
2. FORMEN DER UNTERSTÜTZUNG UND BERATUNG
2.1 Persönliche Assistenz
2.2 Unabhängige Beratung/ Peer Counseling
2.3 Budgetassistenz
2.4 Beratungsfunktion der Leistungsträger und -anbieter
3. BERATUNG UND UNTERSTÜTZUNG IN DEN MODELLREGIONEN
3.1 Rheinland Pfalz
3.2 Niedersachsen
3.3 Sonstige Modellprojekte
3.4 Trägerübergreifende Modellprojekte
VI EMPIRISCHER TEIL ZUR BERATUNG UND UNTERSTÜTZUNG
1. METHODE UND GANG DER UNTERSUCHUNG
1.1 Auswahl der Erhebungs- und Analysemethoden
1.2 Planung und Durchführung der Datenerhebung
1.3 Ablaufmodell der Inhaltsanalyse nach MAYRING
1.4 Theoriegeleitete Fragestellung und Festlegung des Datenmaterials
1.5 Festlegung der Analyseeinheiten und -schritte
2. ERGEBNISSE AUS DEM DATENMATERIAL
2.1 Ergebnisse der Zusammenfassung
2.2 Beratungsbedarf bezüglich des Persönlichen Budgets
2.3 Unterstützungsbedarf bezüglich des Persönlichen Budgets
2.4 Aspekte einer Budgetassistenz
2.5 Auswirkungen des Persönlichen Budgets
3. AUSWERTUNG UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
3.1 Inhaltliche Strukturierung
3.2 Überprüfung des Kategoriensystems
3.3 Theorie- Praxis- Vergleich
3.4 Abschließende Interpretation
VII FAZIT
1. CHANCEN UND GRENZEN DES PERSÖNLICHEN BUDGETS
2. HANDLUNGSVORSCHLÄGE FÜR DIE SOZIALARBEIT
3. AUSBLICK
4. RESÜMÉE
Ziel der Diplomarbeit ist es zu analysieren, welche Beratungs- und Unterstützungsleistungen Menschen mit Behinderungen benötigen, um das Persönliche Budget (PB) erfolgreich in Anspruch nehmen zu können, und wie das aktuelle Unterstützungsangebot gestaltet sein muss, um das PB als Instrument für alle Menschen mit Behinderungen effektiv zu etablieren.
1. Persönliches Budget
„Das ‚persönliche Budget’ ist die Bewilligung einer Sozialleistung in Form einer Geldleistung. Menschen mit Behinderung können diese Geldleistung erhalten, um ihren Unterstützungs- und Hilfebedarf zu decken. Die für die Bedarfsdeckung erforderlichen Sach- und Dienstleistungen werden selbständig ausgesucht und eigenverantwortlich eingekauft“ (Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit 2004, S. 7f).
Das PB ist demnach eine neue Form der Erbringung von Leistungen zur Rehabilitation. Menschen mit Behinderung können anstatt Sachleistungen, die in der Regel durch ambulante oder stationäre Dienste erbracht werden, bestimmte Geldbeträge erhalten, um damit ihre Unterstützung selbst zu organisieren. „Den behinderten Menschen wird statt einer Sachleistung ein Geldbetrag zur Verfügung gestellt, mit dem sie eigenverantwortlich die benötigten Hilfen einkaufen“ (Gleis 2003, S. 3).
Die Leistungsberechtigten können über den Geldbetrag von den Sozialleistungsträgern selbst entscheiden, wann und von welchem Anbieter sie ihre Leistungen in Anspruch nehmen wollen. Jeder Mensch mit Behinderung hat den Anspruch, ein PB zu beantragen, Maßstab dabei ist, dass er den Wunsch dazu äußert (Vgl. Rabenstein 2004, S. 11f).
Die Geldleistungen sollen bedarfsorientiert ausfallen und daher die Steuerungschancen in Bezug auf eine selbstbestimmte Lebensgestaltung für Menschen mit Behinderung erhöhen.
I EINLEITUNG: Einführung in die Thematik des Persönlichen Budgets als neues Instrument der Behindertenpolitik und Darstellung der Forschungsfragen.
II EINORDNUNG DER BEGRIFFLICHKEITEN: Definition und Erläuterung der zentralen Begriffe Persönliches Budget, Rehabilitation, Behinderung und Selbstbestimmung.
III ECKPUNKTE DES PERSÖNLICHEN BUDGETS: Darstellung der geschichtlichen Entwicklung, rechtlichen Grundlagen, Ziele und Veränderungen im Sozialleistungssystem.
IV UMSETZUNG DES PERSÖNLICHEN BUDGETS: Überblick über internationale Modelle und Analyse verschiedener Modellprojekte in Deutschland sowie Trägerübergreifender Ansätze.
V ASPEKTE DER BERATUNG UND UNTERSTÜTZUNG: Analyse theoretischer Grundlagen von Beratung, Empowerment, Case-Management und Unterstützungsmanagement sowie deren Anwendung auf das PB.
VI EMPIRISCHER TEIL ZUR BERATUNG UND UNTERSTÜTZUNG: Methodik und Durchführung der Experteninterviews sowie die detaillierte Auswertung und Interpretation der Ergebnisse.
VII FAZIT: Zusammenfassung der Chancen und Grenzen des Persönlichen Budgets sowie Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit.
Persönliches Budget, Rehabilitation, Menschen mit Behinderung, Selbstbestimmung, Sozialleistung, Assistenz, Beratung, Empowerment, Case-Management, Unterstützungsmanagement, Teilhabe, Modellprojekte, Sozialarbeit, Bedarfsermittlung, Zielvereinbarung.
Die Arbeit untersucht die Aspekte des Persönlichen Budgets in der Rehabilitation von Menschen mit Behinderung, mit besonderem Fokus auf die notwendige Beratung und Unterstützung bei dessen Inanspruchnahme.
Die zentralen Themen sind das Persönliche Budget, die rechtlichen und historischen Rahmenbedingungen, die Unterstützung bei der Umsetzung sowie Beratungskonzepte wie Case-Management und Empowerment.
Ziel ist es zu analysieren, welche Unterstützung Menschen mit Behinderung für das Persönliche Budget benötigen und wie Beratungsangebote angepasst werden müssen, damit das PB erfolgreich umgesetzt werden kann.
Die Autorin verwendet eine qualitative Untersuchung, basierend auf Experteninterviews, die nach der Methode der Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffe, Rahmenbedingungen), eine Analyse der Umsetzung (Modellprojekte), eine vertiefende Betrachtung der Beratungs- und Unterstützungssituation sowie eine empirische Auswertung dieser Aspekte.
Schlüsselwörter sind u.a. Persönliches Budget, Selbstbestimmung, Empowerment, Case-Management, Assistenz, Sozialleistungsträger und Modellprojekte.
Aufgrund der Komplexität des Beantragungs- und Verwaltungsprozesses benötigen Menschen mit Lernschwierigkeiten eine intensive, individuelle Unterstützung und Begleitung durch qualifizierte Stellen, um das Budget eigenverantwortlich nutzen zu können.
Die Budgetassistenz wird als notwendiges Instrument identifiziert, um den Budgetnehmer bei der Verwaltung des Budgets und der Auswahl von Hilfsangeboten zu unterstützen, damit dieser seine Rolle als selbstbestimmter Akteur ausfüllen kann.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das derzeitige Beratungsangebot für das PB oft unzureichend ist, eine flächendeckende, unabhängige Budgetassistenz fehlt und eine Finanzierung dieser Strukturen zwingend notwendig ist, um die Teilhabe zu sichern.
Das Arbeitgebermodell ist eine Form der Assistenzorganisation, bei der die Menschen mit Behinderung ihre Assistenten selbst einstellen und anleiten, wodurch sie eine stärkere Autonomie und Kontrolle über ihren Alltag erhalten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

