Fachbuch, 2020
58 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Aktueller Stand
2.1 Gender Pay Gap
2.2 Rechtslage
3 Genaue Untersuchung des Entgelttransparenzgesetzes
3.1 Ziel des Gesetzes
3.2 Inhaltlicher Aufbau des Gesetzes
4 Auswertung
4.1 Rechtslage in anderen Ländern
4.2 Verbesserungsvorschläge zum deutschen Entgelttransparenzgesetz
5 Abschlussbetrachtung
Die Bachelorarbeit untersucht das Entgelttransparenzgesetz hinsichtlich seiner Anwendbarkeit und Durchsetzung des Gebots „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ bei Männern und Frauen. Ziel ist es, die Wirksamkeit des Gesetzes zu bewerten und auf Basis eines internationalen Vergleichs konkrete Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten.
1.1 Problemstellung
"21 Prozent Lohnunterschied sind ein Skandal" so die aktuelle Bundesfrauenministerin Franziska Giffey in ihrer Rede zum Internationalen Weltfrauentag. Sie fügt hinzu "Frauen haben die gleichen Rechte und Pflichten wie Männer. Trotzdem gibt es Unterschiede in der Bezahlung[...]“1 Ähnliches betonte auch die ehemalige Bundesfrauenministerin Katarina Barley in ihrer Rede vor dem Deutschen Bundestag am 1. März 2018 in Berlin:
"Gleichstellung ist heute noch nicht selbstverständlich und noch lange nicht erreicht"2
Das Berliner Abgeordnetenhaus stimmte als erstes Bundesland am 24.Januar 2019 den Weltfrauentag am 8. März zu. Dieser wird dieses Jahr erstmals in Berlin als gesetzlicher Feiertag begangen.3 Auf internationaler Ebene gilt der 8. März ebenfalls als Weltfrauentag. In den Vereinigten Staaten ist dieses Datum seit 1977 ein offizieller Feiertag. In Deutschland wurde das Datum erstmalig im Jahre 1911 gefeiert. Das Ziel dieser Initiative war klar definiert: Gleichberechtigung, ein Wahlrecht für Frauen und die Emanzipation der Arbeiterinnen. Das Ziel des Wahlrechts wurde in Deutschland im Jahr 1918 erreicht und ist mittlerweile auch in weiten Teilen der westlichen Welt heute selbstverständlich. Bereits vor 60 Jahren, im Jahr 1949 wurde das Prinzip der Gleichstellung und Gleichberechtigung im deutschen Recht verankert.4 Seitdem gilt „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“5 und „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“6. Dennoch ist in der Praxis bislang keine Entgeltgleichheit vorhanden. In Deutschland verdienen Frauen heute nach wie vor im Durchschnitt 20 % weniger als Männer. Diese Unterschiede werden damit begründet, dass Frauen häufig schlechter bezahlte Arbeit verrichten und oft in Teilzeit arbeiten aufgrund der Familienplanung und/oder einer damit verbundenen Kindererziehung. Das ist auch wenn es gegen die Gleichstellung verstößt, bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar, allerdings gibt es laut Statistischem Bundesamt auch einen erheblichen Unterschied in der Bezahlung bei Ausübung der gleichen Arbeit von 6%, hierzu gibt es keine nachvollziehbaren Begründungen.7
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Lohnunterschieds zwischen den Geschlechtern ein, erläutert die Zielsetzung der Arbeit und beschreibt die methodische Vorgehensweise.
2 Aktueller Stand: Dieses Kapitel präsentiert aktuelle Statistiken zum Gender Pay Gap und stellt die rechtlichen Grundlagen für Gleichbehandlung auf nationaler sowie europäischer Ebene dar.
3 Genaue Untersuchung des Entgelttransparenzgesetzes: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse des Entgelttransparenzgesetzes, seiner Ziele, seines Aufbaus sowie der praktischen Umsetzung der Auskunfts- und Berichtspflichten.
4 Auswertung: Dieses Kapitel vergleicht die Rechtslage zur Entgeltgleichheit international und leitet daraus gezielte Verbesserungsvorschläge für das deutsche Gesetz ab.
5 Abschlussbetrachtung: Das letzte Kapitel resümiert die Ergebnisse und stellt fest, dass das Entgelttransparenzgesetz in der jetzigen Form als Grundlage zwar existiert, aber deutlichen Verbesserungsbedarf aufweist.
Entgelttransparenzgesetz, Gender Pay Gap, Entgeltgleichheit, Diskriminierung, Lohndiskriminierung, Gleichberechtigung, Auskunftsanspruch, Berichtspflicht, Betriebliches Prüfverfahren, Entgeltstruktur, Arbeitsrecht, Gleichstellung, Entgeltunterschiede, Lohngerechtigkeit, Gehaltsdaten.
Die Arbeit befasst sich mit der Gleichstellung von Mann und Frau im Berufsleben, insbesondere mit dem Ziel der Entgeltgleichheit und der Wirksamkeit des deutschen Entgelttransparenzgesetzes.
Zentrale Themen sind der Gender Pay Gap, die rechtlichen Grundlagen der Lohngleichheit sowie die Instrumente des Entgelttransparenzgesetzes, wie der Auskunftsanspruch, Berichtspflichten und betriebliche Prüfverfahren.
Das primäre Ziel ist die Untersuchung der Anwendbarkeit und Durchsetzung des Gebots „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ durch das Entgelttransparenzgesetz, um anschließend Verbesserungspotenziale aufzuzeigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Gesetzen, Studien und Berichten des Bundesministeriums, der Antidiskriminierungsstelle sowie einen internationalen Vergleich der Rechtslagen.
Der Hauptteil analysiert den aktuellen Stand des Gender Pay Gaps, die rechtliche Verankerung der Gleichberechtigung, die Details des Entgelttransparenzgesetzes sowie internationale Lösungsansätze.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen das Entgelttransparenzgesetz, der Gender Pay Gap, Entgeltgleichheit, Lohndiskriminierung und die betrieblichen Prüfverfahren.
Dieses Beispiel dient dazu, die praktische Anwendung und die Hürden des Auskunftsanspruchs gemäß des Entgelttransparenzgesetzes anschaulich darzustellen.
Island belegt international Spitzenplätze beim Thema Entgeltgleichheit und hat durch das „Equal Pay Act“ verpflichtende Zertifizierungen für Unternehmen eingeführt, die als Vorbild für Deutschland dienen können.
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