Bachelorarbeit, 2019
44 Seiten
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung der Bachelorarbeit
1.2 Aufbau der Bachelorarbeit
2. Theoretische Basis
2.1 Soziale Herkunft und soziale Disparitäten
2.2 Primäre und sekundäre Herkunftseffekte
2.3 Bildungsexpansion
2.3.1 Ursachen der Bildungsexpansion
2.3.2 Exkurs zum historischen Hintergrund der Bildungsexpansion
2.3.3 Folgen der Bildungsexpansion
2.4 Effekte der sozialen Ungleichheit im Bildungsweg
2.5 Soziale Ungleichheit und der Übergang ins Studium
3. Empirischer Teil
3.1 Forschungsdesign
3.1.1 Erhebungs- und Auswertungsmethode
3.1.2 Kriterien des Fragebogens
3.1.3 Stichprobe
3.1.4 Hypothese
3.1.5 Aufbau des Fragebogens
3.2 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
4. Beantwortung der Forschungsfrage
5. Fazit
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Limitationen der Untersuchung
Die Arbeit untersucht, welche Relevanz soziale Disparitäten heute im Vergleich zur Zeit der Bildungsexpansion in den 1960er-Jahren für die Inskription an österreichischen Hochschulen haben, um zu analysieren, ob soziale Ungleichheiten weiterhin den Hochschulzugang beeinflussen.
2.1 Soziale Herkunft und soziale Disparitäten
Zu Beginn soll hier ein Leitfaden zu den Theorieansätzen im Hinblick auf soziale Ungleichheit seine Stelle finden, wobei am Anfang die Theorie des französischen Philosophen und Soziologen Pierre Bourdieu mit den Grundgedanken zur sozialen Ungleichheit erläutert wird. Wesentlich ist dabei, dass die Termini der sozialen Ungleichheit und der sozialen Herkunft genau zu differenzieren sind.
Soziale Ungleichheit, laut HRADIL, ist geprägt durch die sozialen Unterschiede, da Menschen im Vergleich miteinander in bestimmter Sichtweise als besser bzw. schlechter oder höher oder tiefer dargestellt werden und sich somit verschiedenartig beschreiben lassen. Zu den Gütern der Gesellschaft, die als wertvoll angesehen werden, zählen Geld, Bildung etc. Je mehr der oder die Einzelne von diesen Gütern besitzt, desto günstiger fallen dessen Lebensbedingungen aus. Die soziale Herkunft von Menschen beschreibt, welcher Sozialkategorie sie zugeschrieben werden können. Soziale Ungleichheit wiederum ist dann gegeben, wenn Personen aufgrund ihrer Stellung in der sozialen Gesellschaft von den wertvollen Gütern einer Gesellschaft ordnungsgemäß mehr als andere erhalten (Hradil, 2001, S.30).
Bourdieu bezieht sich in herkömmlichen Ansätzen auf den vertikalen Aspekt der Sozialstruktur – mit dieser Einteilung der Gesellschaft ist die These verknüpft, dass die Positionen der Personengruppen auf dieser vertikalen Dimension mit geringen oder erweiterten Entscheidungs- und Handlungsspielräumen in Relation stehen. Die Frage nach der sozialen Herkunft von Menschen definiert immer auch die Frage nach ihrer Stellung in der Gesellschaft und der damit einhergehenden Zugehörigkeit zu einer bestimmten Sozialkategorie. Personen leben im Rahmen einer Gesellschaft, wo sie in zwischenmenschliche Relationen und in soziale Positionen eingebunden sind.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik sozialer Disparitäten beim Hochschulzugang und Darlegung des Forschungsinteresses.
2. Theoretische Basis: Definition grundlegender Begriffe wie soziale Herkunft und Ungleichheit sowie Erörterung der Bildungsexpansion.
3. Empirischer Teil: Vorstellung des Forschungsdesigns, der Datenerhebung durch Online-Befragung sowie Darstellung der Ergebnisse.
4. Beantwortung der Forschungsfrage: Synthese der empirischen Ergebnisse zur Klärung der Relevanz sozialer Disparitäten für den heutigen Hochschulzugang.
5. Fazit: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und Diskussion der Limitationen der Untersuchung.
Soziale Disparitäten, Bildungsexpansion, Soziale Herkunft, tertiärer Bildungssektor, Hochschulzugang, Bildungsungleichheit, Primäre Herkunftseffekte, Sekundäre Herkunftseffekte, Quantitative Forschung, Online-Befragung, Studienwahl, Chancengleichheit, Soziale Selektion, Österreichische Studierende, Bildungsbiografie.
Die Arbeit analysiert die Bedeutung der sozialen Herkunft für den Zugang zum Hochschulstudium in Österreich unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen der Bildungsexpansion.
Zentrale Themen sind soziale Ungleichheit, die Dynamik der Bildungsexpansion, herkunftsspezifische Bildungseffekte und deren Einfluss auf Bildungsentscheidungen.
Das Ziel ist es, die aktuelle Relevanz sozialer Disparitäten bei der Studieninskription zu prüfen und mit der Situation der 1960er-Jahre zu vergleichen.
Es wurde ein quantitativer Forschungsansatz gewählt, der eine Online-Befragung unter österreichischen Studierenden zur Datengewinnung nutzte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung soziologischer Konzepte zur sozialen Ungleichheit und eine empirische Analyse mittels eines standardisierten Fragebogens.
Die Arbeit fokussiert auf Themen wie Soziale Herkunft, Bildungsexpansion, soziale Disparitäten, Chancengleichheit und den tertiären Bildungssektor.
Die Studie zeigt, dass ein erheblicher Teil der befragten Studierenden einen Migrationshintergrund aufweist, was oft mit sozioökonomischen Benachteiligungen korreliert, aber dennoch den Bildungsaufstieg motiviert.
Die meisten Studierenden streben ein höheres Bildungsniveau und den Erwerb eines akademischen Grades an, wobei dieser Wunsch häufig auch als Reaktion auf soziale Disparitäten im familiären Umfeld gedeutet wird.
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