Examensarbeit, 2002
85 Seiten, Note: 2,5
III Vorwort
IV Makroökonomische Grundüberlegungen
IV.1 Neoklassische Theorie versus keynesianische Theorie
IV.1.1 Das neoklassische Grundmodell
IV.1.2 Die keynesianische Theorie
IV.2 Neue strukturalistische Makroökonomie
IV.2.1 Phillips
IV.2.2 NAIRU
V Angewandte Wirtschaftspolitik
V.1 1967 – 1973 Neoklassische Synthese
V.1.1 Das Stabilitätsgesetz
V.1.2 Zyklusorientierte Globalsteuerung
V.1.2.1 Ein erweitertes IS/LM-Modell
V.1.3 Probleme und Erfahrungen mit der Globalsteuerung
V.1.3.1 Bretton Woods
V.1.3.2 Stagflation
V.2 1973 – 1982 Neuklassische Ökonomie
V.2.1 Stabilitätspolitik
V.2.1.1 Verstetigungspolitik
V.2.1.2 Politikineffektivitätsthese
V.2.2 Potentialorientierte Verstetigungspolitik
V.3 1982 – 2001 angebotsorientierte Wirtschaftspolitik
V.3.1 1982 – 1989
V.3.1.1 Quantitative Konsolidierung
V.3.1.2 Inflationsbekämpfung
V.3.1.3 Strukturreform
V.3.1.4 Privatisierung, Teil 1
V.3.2 1990 – 1998
V.3.2.1 Die deutsche Wiedervereinigung
V.3.2.2 Hohe Staatsquote
V.3.2.3 Privatisierung, Teil 2
V.3.2.4 Verfehlte Lohnpolitik
V.3.3 1998 – 2001
V.3.3.1 Die neue Ökonomie
V.3.3.2 Der Zusammenbruch der neuen Ökonomie
VI Synthese und ein Blick in die Zukunft
Diese Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Konjunkturpolitik in der Bundesrepublik Deutschland seit 1967 und vergleicht dabei die Ansätze der Stabilisierungspolitik mit der Stabilitätspolitik. Ziel ist es, die wirtschaftspolitischen Entscheidungen verschiedener Regierungen vor dem Hintergrund wechselnder theoretischer Denkschulen kritisch zu bewerten.
IV.1 Neoklassische Theorie versus keynesianische Theorie
Im Streit um die richtige Interpretation gesamtwirtschaftlicher Vorgänge haben sich im Laufe der Zeit zwei dominierende Denkrichtungen herauskristallisiert, die in einigen Grundfragen korrespondieren, in vielen anderen aber konträrer Auffassung sind. Eine Theorie lässt sich direkt einem Mann zuordnen, der von 1883 – 1946 lebte, John Maynard Keynes. Sein Buch "The General Theory of Employment, Interest and Money" begründete den Keynesianismus und griff direkt die bis dahin geltende Lehrmeinung an, die sich in der neoklassischen Theorie manifestiert hatte.
Innerhalb der beiden Denkansätze sind mehrere Strömungsrichtungen auszumachen, die, wie im Fall der Postkeynesianer, fast zur Ablehnung der „Urtheorie“ reichen. Der deutlichste Unterschied der beiden Dogmen liegt in der Auffassung der Markträumung. Die Neoklassiker glauben an den Preismechanismus und die Selbstheilungskräfte des Marktes. „Anbieter und Nachfrager [gehen] davon aus, die zum gegebenen Preis angebotenen bzw. nachgefragten Mengen auch tatsächlich absetzen bzw. kaufen zu können“.
III Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation für die Themenwahl, die durch eigene Erfahrungen im schulischen Umfeld und das Interesse an der wirtschaftspolitischen Historie Deutschlands seit 1967 geprägt ist.
IV Makroökonomische Grundüberlegungen: Einführung in die theoretischen Konzepte, insbesondere die Gegenüberstellung von neoklassischer und keynesianischer Lehre sowie eine Analyse der strukturalistischen Aspekte.
V Angewandte Wirtschaftspolitik: Detaillierte Untersuchung der praktischen Anwendung von Wirtschaftspolitik in Deutschland, unterteilt in die Phasen der Neoklassischen Synthese, der neuklassischen Ökonomie und der angebotsorientierten Politik.
VI Synthese und ein Blick in die Zukunft: Fazit zur 35-jährigen Entwicklung der Konjunkturpolitik mit einem Ausblick auf die Herausforderungen in einem globalisierten Umfeld.
Konjunkturpolitik, Stabilisierungspolitik, Stabilitätspolitik, Neoklassik, Keynesianismus, NAIRU, Phillips-Kurve, Globalsteuerung, Arbeitslosigkeit, Staatsquote, Privatisierung, Neue Ökonomie, Wirtschaftswachstum.
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Konjunkturpolitik in der Bundesrepublik Deutschland im Zeitraum von 1967 bis 2001.
Zentral sind der Vergleich zwischen Stabilisierungs- und Stabilitätspolitik sowie die theoretischen Gegensätze zwischen der neoklassischen und der keynesianischen Lehre.
Ziel ist es, die Auswirkungen wirtschaftspolitischer Maßnahmen der verschiedenen Regierungen über 35 Jahre hinweg qualitativ zu bewerten und einordnen zu können.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie einen qualitativen Vergleich ökonomischer Modelle und deren historische Anwendung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Makroökonomie sowie eine detaillierte chronologische Aufarbeitung der angewandten deutschen Wirtschaftspolitik von 1967 bis 2001.
Wichtige Begriffe sind Konjunkturpolitik, NAIRU, Phillips-Kurve, angebotsorientierte Wirtschaftspolitik und die "Neue Ökonomie".
Die Wiedervereinigung wird als tiefgreifender Einschnitt analysiert, der die Wirtschaftsstruktur veränderte und neue Herausforderungen für die Stabilitätspolitik schuf.
Die Arbeit betrachtet die Staatsquote kritisch als Indikator für den staatlichen Einfluss und analysiert deren Entwicklung sowie die Probleme der Konsolidierung.
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