Masterarbeit, 2008
78 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Formen von Aggression und Gewalt
2.1. Zur Definition des Begriffes Gewalt
2.2. Formen, Umfang und Einsatz von Gewalt
2.2.1. Die physische Gewalt
2.2.2. Die psychische Gewalt
2.2.3. Die verbale Gewalt
2.2.4. Die sexuelle Gewalt
2.2.5. Die frauenfeindliche Gewalt
2.2.6. Die fremdfeindliche Gewalt
3. Theorien zur Entstehung von Aggression und Gewalt
3.1. Aggressionsbegriff
3.2. Erklärungstheorien zur Entstehung von Aggression und Gewalt
3.2.1. Die Trieb- oder Hydrauliktheorie
3.2.2. Die Frustrations-Aggressionstheorie
3.2.3. Die instrumentelle Aggression
3.2.4. Die Gefühls- oder Aktivierungstheorie
3.2.5. Die lernpsychologische Theorie
3.2.6. Die Theorie der Gewöhnung und Abstumpfung
4. Die Familie
4.1. Begrifflichkeit/Definition
4.1.1. Der geschichtliche Hintergrund
4.1.2. Die Familie als Sozialisationsinstanz
4.2. Familie und häusliche Gewalt
4.2.1. Erscheinungsformen häuslicher Gewalt
4.2.2. Ungeplante und ungewollte Schwangerschaft im Kontext häuslicher Gewalt
4.2.3. Gewalt der Kinder gegen ihre Eltern
4.3. Aggressionsanfällige Perioden in der kindlichen Entwicklung
4.3.1. Die Lösung der dualen Mutter-Kind-Beziehung
4.3.2. Die Trotzphase
4.3.3. Die Perioden der Rivalität mit Gleichaltrigen, Identifizierung mit einem Elternteil
4.4. Geschwisterbeziehungen in Deutschland
4.4.1. Gewalt unter den Geschwistern
4.4.2. Die normale physische Gewalt
4.4.3. Die extreme physische Gewalt
4.4.4. Prävention gegen Geschwisterrivalität
4.5. Strukturwandel der Familie
4.5.1. Familie heute: Stabilität und Wandel
4.5.2. Familie und Familienbeziehungen in Deutschland
4.5.3. Zur Vater-Kind-Beziehung
5. Das Umfeld
5.1. Nachbarschaft, Peergroups und der Einfluss von Gleichaltrigen
5.2. Kindergartenalter/ Kindergarten
5.3. Mediale Gewalt und Einfluss von Medien
6. Schlusswort
Ziel dieser Arbeit ist es, die Ursachen kindlicher Gewaltbereitschaft zu identifizieren, wobei der Fokus auf dem Einfluss der Familie und des sozialen Umfelds liegt. Es soll analysiert werden, wie familiäre Dynamiken, Medienkonsum und Gleichaltrigengruppen dazu beitragen können, dass Kinder aggressives Verhalten entwickeln oder legitimieren.
3.2.1. Die Trieb- oder Hydrauliktheorie
Diese Theorie hat Konrad Lorenz entwickelt. Er behauptet, Aggression sei angeboren und ist immer im Menschen vorhanden. Der Mensch hat die Neigung und den Drang zu Aggressivität, die er Zeit zu Zeit entladen muss. Der Mensch ähnelt einem „Dampfkessel“: sobald der Dampf abgelassen wird, (Lück 1994, S. 22f), nehmen auch die Aggressionen ab. Diese steigen wieder an bis zur nächsten Entladung.
Weiterhin ist der Trieb des Menschen gleichzusetzen mit dem Instinkt. Lorenz definiert Aggression als den „auf den Artgenossen gerichteten Kampftrieb von Tier und Mensch“ (Lorenz 1963, S. 388), der Rivalenkämpfe, Rangordnung und Verteidigung des Lebensraums bestreiten muss. Darüber hinaus ist es ratsam die Angriffslust aufrecht zu erhalten, um der psychischen und physischen Gesundheit des Menschen zu bewahren.
Begründet wird diese Aussage dadurch, dass wir über die menschliche soziale Instinkte so gut wie nichts kennen und dementsprechend auch machtlos diesen Aggressionen gegenüberstehen. Diese Theorie ist nicht nur gefährlich, sondern auch veraltet, dennoch ist sie in manchem Kopf vorhanden (Zeltner 1993, S. 73).
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, Ursachen für kindliche Gewaltbereitschaft zu untersuchen, und gibt einen Überblick über die vier zentralen Analysebereiche: Gewaltdefinitionen, Aggressionstheorien, Familiendynamik und Medieneinflüsse.
2. Formen von Aggression und Gewalt: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Gewalt durch seine etymologischen Wurzeln und differenziert verschiedene Gewaltformen wie physische, psychische, verbale, sexuelle, frauenfeindliche und fremdfeindliche Gewalt.
3. Theorien zur Entstehung von Aggression und Gewalt: Hier werden zentrale wissenschaftliche Theorien vorgestellt, darunter die Triebtheorie, die Frustrations-Aggressionstheorie und lernpsychologische Ansätze, um mögliche Ursachen aggressiven Verhaltens bei Kindern zu beleuchten.
4. Die Familie: Das Kapitel analysiert die Familie als primäre Sozialisationsinstanz und untersucht, wie häusliche Gewalt, Strukturwandel und spezifische kindliche Entwicklungsphasen die Entstehung von Gewaltbereitschaft beeinflussen können.
5. Das Umfeld: Dieses Kapitel untersucht externe Einflüsse auf die kindliche Entwicklung, wobei der Schwerpunkt auf Nachbarschaft, Peergroups und der prägenden Wirkung medialer Gewalt durch Fernsehen und Computerspiele liegt.
6. Schlusswort: Das Schlusswort fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Verantwortung der Eltern als Vorbilder bei der Gewaltprävention, die idealerweise bereits im Kinderzimmer beginnt.
Gewaltbereitschaft, Kindliche Entwicklung, Familie, Aggressionstheorien, Häusliche Gewalt, Sozialisation, Medienkonsum, Peer-Groups, Erziehung, Geschwisterrivalität, Trotzphase, Gewaltprävention, Strukturwandel, Bindungstheorie, Physische Aggression.
Die Arbeit untersucht die Ursachen von Gewaltbereitschaft bei Kindern und analysiert, inwiefern die Familie und das soziale Umfeld dabei eine auslösende oder prägende Rolle spielen.
Die Arbeit umfasst Gewaltdefinitionen, die theoretischen Hintergründe von Aggression, die Rolle der Familie als Sozialisationsinstanz sowie Einflüsse durch Peergroups und Medien.
Das Hauptziel ist es, die Ursachen für aggressives und gewalttätiges Verhalten bei Kindern zu identifizieren und aufzuzeigen, wie das elterliche und soziale Umfeld bewusst oder unbewusst zur Entstehung von Gewalt beitragen kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine Vielzahl theoretischer Ansätze, darunter klassische Aggressionstheorien (z. B. von Konrad Lorenz oder John Dollard), sowie sozialpädagogische und entwicklungspsychologische Erkenntnisse zur Bedeutung von Familie und Bindung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Gewalt, die Analyse psychologischer Aggressionstheorien, die Untersuchung der Familie (inklusive Geschwisterbeziehungen und Strukturwandel) sowie eine tiefgehende Analyse des Umfelds durch Peers und Medien.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Gewaltbereitschaft, Sozialisation, Familie, Aggressionstheorien, Medieneinfluss, Erziehung und Gewaltprävention.
Laut der Arbeit ist die Trotzphase eine wichtige Periode der "Ich-Entwicklung", in der Frustration und Aggression eine notwendige Rolle spielen. Ein fehlerhafter Umgang durch strafende Erziehungsmethoden kann jedoch in dieser Phase zu einer dauerhaft erhöhten Gewaltbereitschaft führen.
Die Arbeit argumentiert, dass Medien (besonders Fernsehen und Computerspiele) Gewaltdarstellungen in den Alltag der Kinder tragen. Da Kinder diese "virtuelle Gewalt" oft nicht von der Realität unterscheiden können, besteht die Gefahr, dass sie diese Muster als legitime Konfliktlösungsstrategien in ihr eigenes Verhalten übernehmen.
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