Masterarbeit, 2018
116 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2. Deutscher Apothekenmarkt
3. Rechtliche Grundlagen
3.1 Apothekenbetrieb
3.2 Versandhandel
4 Rechtsprechung EuGH Arzneimittelpreisbindung
5 Ergebnisse
5.1 Vorstellung der einzelnen Gutachten und Daten
5.1.1 May, Bauer, Dettling, 2017: Versandverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel
5.1.2 Brodtkorb, 2017: SEMPORA Hochrechnung Bedeutung Rx-Versand bis 2021
5.1.3 An der Heiden, Meyrahn, 2018: Ermittlung der Erforderlichkeit und des Ausmaßes von Änderungen der in der AMPreisV geregelten Preise
5.1.4 Bundesministerium für Gesundheit, 2017: Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit
5.1.5 EAMSP, 2017: Stellungnahme zum Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit für ein „Gesetz zum Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln“
5.1.6 EAMSP, 2017: Stellungnahme zum Antrag "Gute und wohnortnahe Arzneimittelversorgung"
5.1.7 Wambach u.a., 2018: Wettbewerb 2018- XXII. Hauptgutachten der Monopolkommission gemäß § 44 Abs. 1 Satz 1 GWB
5.1.8 Maag, Carius, Wald-Eßer, 2016-2018: IQVIA Marktberichte
5.1.9 Bundesministerium für Gesundheit, 2005-2018: Gesetzliche Krankenversicherung Rechnungsergebnisse
5.1.10 Ziwica, Lüthi, 2017-2018: Geschäftsbericht Zur Rose Group
5.1.11 Wandel, Schirmer, 2017-2018: Shop Apotheke Europe-Annual Report
5.1.12 Hensoldt u.a., 2018: OTC-Apothekenmarktentwicklung Juli 2018
5.2 Gesamtergebnis
6. Diskussion
7. Limitationen
8. Fazit
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Auswirkungen des EuGH-Urteils vom 19. Oktober 2016 auf den deutschen Apothekenmarkt zu analysieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich das Urteil auf Marktanteile im Rx- und OTC-Bereich auswirkt und welche regulatorischen Maßnahmen, insbesondere im Kontext des geplanten Versandhandelsverbots für verschreibungspflichtige Arzneimittel, diskutiert werden.
1.1 Problemstellung
Arzneimittel zählen zu den Waren besonderer Art und unterliegen deshalb einer Vielzahl von gesetzlichen Regelungen. Die Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln obliegt, nach §1 Abs.1 Apothekengesetz (ApoG), grundsätzlich den Apotheken. Apotheker handeln demnach im öffentlichen Interesse und dienen "der Gesundheit des einzelnen Menschen und des gesamten Volkes" (§1 Bundes-Apothekerordnung (BApO)). Die Besonderheit bildet dabei ein einheitlicher Apothekenverkaufspreis für verschreibungspflichtige (Rx) Arzneimittel in Deutschland. Diese werden in der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) reguliert. Fest definierte Großhandels- und Apothekenzuschläge auf den Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU) resultieren in einheitlichen Abgabepreisen. Das bedeutet, dass jedes identische Rx-Präparat, das zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgegeben wird, in jeder Apotheke denselben Preis hat (§2-3 AMPreisV).
Bis dato galt diese Regelung auch für Versandapotheken, die ihren Standort in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) haben und von dort aus Rx-Arzneimittel nach Deutschland verschicken. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat abweichend davon, am 19. Oktober 2016, die Preisbindung für EU-Versandapotheken für nichtig erklärt. Das bedeutet, dass nationale Regelungen des Arzneimittelpreisrechts beim grenzüberschreitenden Arzneimittelversand innerhalb der EU keine Anwendung mehr finden. EU-Versandapotheken dürfen seitdem vom einheitlichen Apothekenabgabepreis für Rx-Humanarzneimittel, nach §78 Abs.2 S.2 Arzneimittelgesetz (AMG), abweichen, wenn sie Arzneimittel nach Deutschland versenden. Der EuGH sieht in dem einheitlichen Apothekenabgabepreis eine Beeinträchtigung des freien Warenverkehrs innerhalb der EU. Eine derartige Regelung gleicht der Rechtsprechung nach einer mengenmäßigen Einfuhrbeschränkung nach Art.34 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV), die auf EU-Versandapotheken eine stärkere Auswirkung, als auf inländische Apotheken hat.
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit im Kontext des EuGH-Urteils zur Arzneimittelpreisbindung.
2. Deutscher Apothekenmarkt: Bietet einen Überblick über die aktuelle Anzahl der Apotheken, ihre Struktur und die wirtschaftliche Entwicklung des Marktes.
3. Rechtliche Grundlagen: Erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Apothekenbetrieb und den Versandhandel in Deutschland.
4 Rechtsprechung EuGH Arzneimittelpreisbindung: Analysiert die juristische Begründung des EuGH-Urteils und dessen Auswirkung auf die Preisbindung für EU-Versandapotheken.
5 Ergebnisse: Stellt die zentralen Gutachten, Marktdaten sowie Prognoseszenarien zur Rx- und OTC-Marktentwicklung detailliert vor.
6. Diskussion: Setzt sich kritisch mit den vorliegenden Studienergebnissen, den Interessen der beteiligten Akteure und den potenziellen Auswirkungen eines Versandhandelsverbots auseinander.
7. Limitationen: Reflektiert die methodischen Einschränkungen der Analyse, insbesondere hinsichtlich der Datenlage und der Aktualität des Themas.
8. Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Notwendigkeit eines Versandhandelsverbots zur Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung.
Apotheken, Versandhandel, Rx-Arzneimittel, EuGH, Preisbindung, Arzneimittelpreisverordnung, GKV, Marktentwicklung, Apothekenversorgung, Präsenzapotheke, Online-Apotheken, Arzneimittelgesetz, Wettbewerb, Gesundheitspolitik, Versorgungsauftrag
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des EuGH-Urteils vom Oktober 2016 zur Aufhebung der Preisbindung für EU-Versandapotheken auf den deutschen Arzneimittelmarkt.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die wirtschaftliche Situation deutscher Apotheken, die Marktentwicklung des Rx- und OTC-Versandhandels sowie die Debatte um ein mögliches Rx-Versandhandelsverbot.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis vorliegender Gutachten und Daten zu prüfen, ob die Aufhebung der Preisbindung eine Gefahr für die flächendeckende Arzneimittelversorgung in Deutschland darstellt.
Es handelt sich um eine qualitative und quantitative Analyse von Fachgutachten, Marktberichten (z.B. IQVIA) und gesetzlichen Grundlagen, die kritisch miteinander verglichen werden.
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Vorstellung und Diskussion der wichtigsten Gutachten zu diesem Thema sowie eine umfangreiche Auswertung von Marktdaten zur Apothekenanzahl und GKV-Ausgaben.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Apotheken, Versandhandel, Preisbindung, EuGH, Marktentwicklung und Arzneimittelversorgung charakterisieren.
Sie sind als umsatzstärkste Akteure im grenzüberschreitenden Versandhandel zentral für die Analyse, da sie durch ihre Boni-Modelle maßgeblich zur Debatte um die Preisbindung beigetragen haben.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Rx-Versandhandelsanteil derzeit so gering ist, dass er keine Bedrohung für die flächendeckende Versorgung durch Vor-Ort-Apotheken darstellt und somit kein Verbot rechtfertigt.
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