Bachelorarbeit, 2019
95 Seiten, Note: 1,0
1. Kurzfassung/Summary
2. Einleitung
3. Ziel
4. Methodik und Biometrie
5. Vorstellung des Projektgebers
6. Die Herz-Lungen-Maschine
6.1 Set-up der Herz-Lungen-Maschine
6.2 Vorbereitung der Herz-Lungen-Maschine
6.3 Priminglösung der Herz-Lungen-Maschine
7. Das anästhesiologische und operative Vorgehen
7.1 Die anästhesiologische Einleitung
7.2 Das operative Vorgehen
7.3 Die Operation mit Herz-Lungen-Maschine
7.4 Die Operation ohne Herz-Lungen-Maschine
8. Medikamente
8.1 Heparin und Protamin
8.2 Tranexamsäure
8.3 Noradrenalin
8.4 Kardioplegie
9. Laborparameter
10. Blut
11. Hämolyse
11.1 Mechanische Ursachen
11.2 Immunologische Ursachen
11.3 Toxische Ursachen
11.4 Folgen einer Hämolyse
11.5 Hämolyse in der Kardiotechnik
12. Die NYHA- und CCS-Klassifikation
12.1 Die NYHA-Klassifikation
12.2 Die CCS-Klassifikation
14. Studiendesign
14.1 Nutzen, Risiken und ärztliche Vertretbarkeit
14.2 Fallzahlschätzung
14.3 Ethikvotum
14.4 Patientenkollektiv
14.5 Einschlusskriterien
14.6 Ausschlusskriterien
15. Ergebnisse
15.1 Kategoriale und stetige Variablen
15.2 Verläufe der Gruppen
15.3 Untersuchung der Hämolyseparameter
15.4 Untersuchung der Makrohämaturie
15.5 Untersuchung der kategorialen Variablen
16. Diskussion
16.1 Limitierung der Studie
17. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Hämolysefrequenz und -dynamik bei isolierten, elektiven koronaren Bypassoperationen. Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu generieren, ob die heute verfügbare Perfusionstechnologie das Patientenblut bei Verwendung einer Herz-Lungen-Maschine (On-Pump) im Vergleich zum Off-Pump-Verfahren stärker schädigt, um darauf basierend Strategien zur Reduktion hämolytischer Vorgänge in der Herzchirurgie abzuleiten.
Die Herz-Lungen-Maschine
Um äußere Einflüsse und Störungen gering zu halten, wurde für alle koronaren Bypassoperationen mit HLM das Standard-Set-up (beschrieben unter 6.1) des CKMS genutzt. Zum Primen der HLM-Systeme wurden 1250 ml kristalloide Elektrolytlösung (beschrieben unter 6.3) verwendet. Der jeweils durchgeführte standardisierte Sicherheitscheck vor Beginn der extrakorporalen Zirkulation wird unter 6.2 beschrieben.
Der Abteilung Kardiotechnik im CKMS stehen zwei HLM der Firma Liva Nova, ehemals Stöckert, zur Verfügung. Beide Maschinen tragen die Typenbezeichnung S5®. Die individuelle Konfiguration sieht vier Rollenpumpen vor. Eine 1/2-Zoll-Schlauch-Rollenpumpe steht als arterielle Pumpe zur Verfügung. Zur Operationsfeld-Saugung, im CKMS, wie in vielen anderen Kliniken auch ,Blau-Sauger‘ genannt, wird eine 3/8-Zoll-Schlauch-Rollenpumpe benutzt. Mit zwei 1/4-Zoll-Schlauch-Rollenpumpen als Vent-Sauger (Aortenwurzel-Vent und / oder Pulmonalvenen-Vent) wird die Drainage des linken Ventrikels gewährleistet. Beide Vent-Saugerlinien sind mit einem Vent-Ventil (Abbildung 2) ausgestattet. Dieses unterbindet durch Zugabe von Raumluft einen hohen negativen Druck in der Saugerlinie und verhindert dadurch entstehende Nachteile, z. B. ein Ansaugen des Vent-Katheters am Endokard. Das Vent-Ventil erlaubt den Blutfluss nur in eine vorgegebene Richtung, die Gefahr einer versehentlichen Luftembolie über die Vent-Saugerlinie bei unsachgemäßer Benutzung wird dadurch minimiert.
1. Kurzfassung/Summary: Zusammenfassung der wissenschaftlichen Fragestellung, der Methodik und der zentralen Ergebnisse der Studie zu hämolytischen Vorgängen bei koronaren Bypassoperationen.
2. Einleitung: Darstellung der epidemiologischen Relevanz der koronaren Herzkrankheit und Einführung in die chirurgischen Behandlungsoptionen sowie die Problematik der Hämolyse.
3. Ziel: Definition des wissenschaftlichen Ziels, Erkenntnisse über Hämolyse im Kontext von HLM-Einsätzen zu gewinnen und hämolytische Trigger zu minimieren.
4. Methodik und Biometrie: Erläuterung des Studiendesigns, der Literaturrecherche und der statistischen Auswertungsmethoden der prospektiven Vergleichsanalyse.
5. Vorstellung des Projektgebers: Kurze Beschreibung des Chirurgischen Klinikums München Süd (CKMS) und dessen herzchirurgischer Expertise.
6. Die Herz-Lungen-Maschine: Technische Spezifikationen und Vorbereitungsstandards der HLM im CKMS.
7. Das anästhesiologische und operative Vorgehen: Detaillierte Darstellung des klinischen Ablaufs bei Narkoseeinleitung sowie der on-pump und off-pump Operationsverfahren.
8. Medikamente: Übersicht der verwendeten Medikamente wie Heparin, Protamin und Kardioplegielösungen zur Myokardprotektion.
9. Laborparameter: Beschreibung der zur Hämolysebeurteilung herangezogenen Laborwerte und deren klinischer Bedeutung.
10. Blut: Grundlagen zur Physiologie und Zusammensetzung des menschlichen Blutes.
11. Hämolyse: Theoretische Abhandlung zu Ursachen, Folgen und Pathomechanismen der Hämolyse, unterteilt in mechanische, immunologische und toxische Faktoren.
12. Die NYHA- und CCS-Klassifikation: Erläuterung der verwendeten Einteilungskriterien für Herzinsuffizienz und Angina pectoris.
14. Studiendesign: Spezifizierung der Patientenrekrutierung, Ein- und Ausschlusskriterien sowie der methodischen Anlage der Untersuchung.
15. Ergebnisse: Deskriptive und analytische Darstellung der erhobenen Patientendaten und Laborverläufe.
16. Diskussion: Interpretation der Studienergebnisse im Kontext bestehender wissenschaftlicher Literatur und kritische Auseinandersetzung mit der Studienanlage.
17. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Erkenntnisse und Empfehlungen für künftige kardiotechnische Optimierungen.
Hämolyse, Herz-Lungen-Maschine, Off-Pump-Operation, Bypassoperation, freies Hämoglobin, Haptoglobin, Lactatdehydrogenase, Kardiotechnik, Makrohämaturie, kardiopulmonaler Bypass, Blutschädigung, extrakorporale Zirkulation, Herzchirurgie, Entzündungsreaktion, Mediatoren.
Die Arbeit untersucht, inwiefern koronare Bypassoperationen mit einer Herz-Lungen-Maschine (On-Pump) im Vergleich zu Operationen am schlagenden Herzen (Off-Pump) eine Hämolyse verursachen und ob laborchemische Marker signifikante Unterschiede zeigen.
Die Arbeit befasst sich mit der Kardiotechnik, der Herzchirurgie, der Hämolyse-Diagnostik mittels spezifischer Laborparameter (fHb, Haptoglobin, LDH) sowie dem Einfluss von Kardiotomiesaugung und extrakorporaler Zirkulation auf die Blutzellen.
Das Ziel ist es, durch eine prospektive Vergleichsanalyse Erkenntnisse zu gewinnen, um die hämolytischen Prozesse bei herzchirurgischen Eingriffen zu verstehen und gegebenenfalls durch Optimierung der kardiotechnischen Abläufe (z.B. Verzicht auf Kardiotomiesaugung) zu reduzieren.
Es wurde eine monozentrische, prospektive Vergleichsanalyse durchgeführt, bei der laborchemische Hämolyseparameter bei 40 Patienten zu sieben verschiedenen Zeitpunkten gemessen und statistisch (u.a. mittels Mann-Whitney-U-Test) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die technischen Grundlagen der Herz-Lungen-Maschine, die anästhesiologischen und operativen Verfahren, eine fundierte theoretische Analyse der Hämolyseursachen sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der Studienergebnisse.
Die wichtigsten Schlagworte sind Hämolyse, Herz-Lungen-Maschine, Off-Pump, Bypassoperation, freies Hämoglobin, Haptoglobin, Kardiotechnik und Blutschädigung.
In-vitro-Versuche haben gezeigt, dass die Kombination aus Blut-Luft-Kontakt und negativem Druck, wie sie bei der Kardiotomiesaugung auftritt, ein starker Trigger für hämolytische Ereignisse ist.
Nein, obwohl der prozentuale Anteil an Makrohämaturie in der On-Pump-Gruppe höher war, konnte mittels statistischer Tests kein signifikanter Zusammenhang nachgewiesen werden.
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