Diplomarbeit, 2007
82 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Chinesische Afrikapolitik
2.1 Die Volksrepublik China seit 1949
2.2 Sub-Sahara Afrika seit 1945
2.3 Entwicklung der China - Sub-Sahara Afrika Beziehungen
2.4 Forum on China-Africa Cooperation
2.5 Chinas Außenpolitik
2.6 Gipfeldiplomatie
2.7 Nichteinmischung und Sino-Afrikanische Diplomatie
3. Wirtschaftliche Zusammenarbeit
3.1 China in der Weltwirtschaft
3.2 Sub-Sahara-Afrika in der Weltwirtschaft
3.3 Chinas Handel mit Sub-Sahara Afrika
3.4 China als Markt für afrikanische Exporte
3.5 Konkurrenz Chinas auf Drittmärkten
3.6 Konkurrenz durch chinesische Importe
3.7 Dienstleistungshandel
3.8 Foreign Direct Investment zwischen China und Sub-Sahara Afrika
4. Politökonomische Verbindungen
4.1 Politökonomie Chinas
4.2 Entwicklungshilfe
4.3 Waffenlieferungen
4.4 Gegenseitige Unterstützung in internationalen Foren
4.5 Sudan
4.6 Simbabwe
4.7 Taiwan
4.8 Folgen für Sub-Sahara Afrika
5. Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen ganzheitlichen Überblick über die politökonomischen Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und den Staaten südlich der Sahara (Sub-Sahara Afrika) zu geben, wobei sowohl die politischen Strategien Chinas als auch die ökonomischen Wechselwirkungen und die damit verbundenen Folgen für den afrikanischen Kontinent analysiert werden.
2.3 Entwicklung der China - Sub-Sahara Afrika Beziehungen
Bereits seit dem 15. Jahrhundert nach den Entdeckungsreisen des Admiral Zheng He treibt China regen Handel mit Ostafrika. Doch mit der Ankunft der Europäer wurde die Verbindung für fast 400 Jahre abgebrochen.
In den letzten 50 Jahren haben sich die Beziehungen zwischen China und Sub-Sahara Afrika merklich entwickelt. Dabei lässt sich dieser Zeitrahmen in 3 Perioden unterteilen. Die erste bildet die Zeit der afrikanischen Unabhängigkeiten, ab 1971 folgt die Zeit, in der China der ständige Sitz im UN Sicherheitsrat zuerkannt wurde, danach kommt die post-maoistische Periode.
Vor den 50er Jahren spielte Afrika in Chinas Außenpolitik nur eine geringe Rolle. Doch bald suchte China neue Verbündete und Partner im Kampf um die internationale Anerkennung und unterstützte aktiv den Dekolonisationsprozess in Afrika. Die Konferenz von Bandung in Indonesien 1955 bot eine Chance die Beziehungen zu Afrika wiederzubeleben. Sie wurde als ein Treffen von 29 asiatischen und afrikanischen Ländern, die alle eine ähnliche koloniale Vorgeschichte hatten, abgehalten. Während der Konferenz wurden die, von China bereits zu einem früheren Zeitpunkt formulierten 5 Prinzipen der friedlichen Koexistenz (gegenseitiger Respekt der Souveränität und der territorialen Integrität, gegenseitiger Nichtangriff, gegenseitige Nichteinmischung in innere Angelegenheiten, Gleichberechtigung und gegenseitiger Nutzen, freundschaftliche Beziehungen mit allen Ländern aufzunehmen bzw. zu entwickeln) auch von den afrikanischen Teilnehmerstaaten anerkannt. Premierminister Zhou Enlai würdigte die Verdienste von Tunesien, Marokko und Algerien im Unabhängigkeitskampf und verurteilte die Diskriminierung in Südafrika. Im Zuge dieser Entwicklung nahm Zhou Enlai kurz darauf die ersten offiziellen bilateralen Beziehungen zu einem afrikanischen Staat namentlich Ägypten auf.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung Chinas als einflussreicher politischer und wirtschaftlicher Akteur in Sub-Sahara Afrika ein und umreißt die Struktur sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Chinesische Afrikapolitik: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung der diplomatischen Beziehungen, die Gründung des FOCAC und die außenpolitische Strategie Chinas in Afrika, einschließlich des Prinzips der Nichteinmischung.
3. Wirtschaftliche Zusammenarbeit: Hier werden die wirtschaftlichen Positionen beider Seiten im Welthandel, der Rohstoffhandel, der Wettbewerb auf Märkten sowie das Ausmaß der ausländischen Direktinvestitionen (FDI) analysiert.
4. Politökonomische Verbindungen: Dieses Hauptkapitel untersucht die Verzahnung von politischem Einfluss und wirtschaftlichem Nutzen durch Entwicklungshilfe, Waffenlieferungen und Fallbeispiele wie den Sudan oder Simbabwe.
5. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die asymmetrische Natur der Wirtschaftsbeziehungen sowie die Herausforderungen für eine künftige, konfliktfreie Entwicklung.
China, Sub-Sahara Afrika, Politökonomie, Außenpolitik, Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Rohstoffhandel, Entwicklungshilfe, Waffenlieferungen, Nichteinmischung, FOCAC, Direktinvestitionen, Geopolitik, Süd-Süd-Kooperation, Sudan, Simbabwe.
Die Arbeit untersucht die vielschichtigen politökonomischen Beziehungen zwischen China und den Staaten südlich der Sahara mit Fokus auf der historischen Entwicklung, den wirtschaftlichen Verflechtungen und dem politischen Einfluss Chinas.
Zu den zentralen Themen gehören die chinesische Afrikapolitik, der wachsende Handelsaustausch von Rohstoffen, Direktinvestitionen, die Rolle der Entwicklungshilfe sowie die sicherheitspolitische Komponente durch Waffenlieferungen.
Das Ziel ist es, einen ganzheitlichen Überblick über die Problematik der sino-afrikanischen Beziehungen zu geben und die Wechselwirkung von politischen Strategien und wirtschaftlichem Handeln zu beleuchten.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Methode, die auf der Auswertung bestehender Literatur, Statistiken und Berichte basiert, um die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen seit 1949 darzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Strategie Chinas in Afrika, eine detaillierte Analyse der wirtschaftlichen Zusammenarbeit (Handel, Investitionen) sowie die Untersuchung der politischen Verbindungen durch Hilfe und diplomatische Unterstützung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie China, Sub-Sahara Afrika, Politökonomie, Rohstoffhandel, Nichteinmischung, FOCAC und diplomatische Einflussnahme charakterisiert.
Es dient als strategisches Grundprinzip, das China ermöglicht, diplomatische Beziehungen unabhängig von westlichen Bedingungen wie Good Governance oder Menschenrechten zu führen und sich gleichzeitig als Alternative zu Institutionen wie IWF und Weltbank zu positionieren.
Die steigende Nachfrage führt zu einem Wirtschaftsaufschwung und höheren Preisen für Rohstoffe, birgt jedoch das Risiko einer einseitigen Spezialisierung und fördert in manchen Fällen eine asymmetrische Abhängigkeit, bei der nur kleine Eliten profitieren.
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